So, wir haben uns die Schlüssel für die Wohnung geben lassen – je in zweifacher Ausführung “Wohnung”, “Haus”, “Briefkasten”, nur einmal “Stall” (Stall?). Die Farbgebung in feinem Gelb (zweimal blass, einmal kräftig) bzw Himmelblau zum Laminat sagt Big Blonde nicht perfekt zu, vor allem aufgrund der Möbelschatten, so daß ein, zwei Anstreichsessions wohl unausweichlich scheinen. Das wird aber schaffbar. Kann es kaum erwarten, wieder über 50% eigenes Reich zu herrschen. Wobei eine fiese Schräge meiner Einrichtung noch ein wenig Schwierigkeiten bereiten wird. Wir werden sehen. So hoffe ich.
Unsere Vernetzung mit der Welt wird wohl mittels Versatel geschehen, und innerhalb der Wohung wohl mit WLAN Router – weiß einer von euch vielleicht ein sinnvolles 2x WLAN-Karte und 1xRouter Set, das auch einigermaßen unter Linux mitspielt? Achja: Billig. Das hatte ich vergessen.
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Tags: Leben
… das kann ich ziemlich gut; noch besser kann ich mich über Personen echauffieren, die mir auf irgendeine Weise auf die Nerven gehen. Ich denke, einige von euch teilen dieses besonderes nutzlose Talent, und sind vielleicht auch der Meinung, daß man ja im Internet alles finden kann, was man sucht – ich möchte jedoch hinzufügen, daß man im Laufe dieses Prozesses Zillionen von Situationen, Informationen und Personen findet, die man am liebsten nicht sehen würden – noch effektiver als beim Finden von Informationen ist das Netz beim ungewollten Zusammentreffen mit Nervensägenden Situationen jeder Art.
Zum Beispiele diese Leute, die man in jedem Chat findet; ich rede von den Nervensägen, die den Channel mit sinnlosen Zeilen nach einigen anderen sinnlosen Zeilen anfüllen; ich denke da vor allem an diejenigen Leute, die ein scheinbar ungebremstes Mitteilungsbedürfnis über ihre Zimmerbeschallung haben, und nie etwas tippen, dafür aber ein automatisiertes Skript eingebaut haben, welches die scheinbar rund um die Uhr durchgeleierte Winamp Playlist herunterleiern. Diese Sorte geht noch. Es gibt auch “Personen”, die gern Texte ihrer Lieblingslieder mitsingen – erstaunlich häufig (oder nicht so erstaunlich, wenn man den geschätzen IQ der Täter beachtet) die lyrischen Glanzleistungen der Böhsen Onkelz – ja, mitsingen – sie kopieren Zeile für Zeile des “Liedes” in den Chat und scheinen ganz und gar überrascht zu sein, wenn man das gar nicht mal so interessant zu finden wagt. Das sind dann auch dieselben Leute, die auf Beschwerden am liebsten mit “Heul doch” oder “Sonst sagt keiner was” und “ich darf schreiben was ich will” oder “lass mich doch singen” reagieren – am meisten aber mit “lol” oder “rofl”. Nachdem sie unermeidlicherweise gekickt wurden, erscheinen sie unter anderem Nick wieder. “Wir ham noch lange nicht genug”.
Ich schon. Schnaub.
Tags: Leben
Das wäre doch mal was… Pavement war eine Band, die ich mit jedem Album mehr mochte, ein eher seltener Vorgang bei mir – und Stephen Malkmus’ Soloplatten gingen ein wenig an mir vorbei – nicht daß sie schlecht waren – aber nur sein Ego in der Musik ist immer noch deutlich weniger als ein ganzer Haufen wie in seiner Ex-Band; das Ganze weniger spannend.
On a final, more revealing note, Malkmus also addressed the inevitable Pavement reunion question from Billboard. “It doesn’t feel exactly right yet for me to do it. I mean, it could. I guess you just know when it’s right, just like so many other things in your life. Or, you force it due to financial reasons or someone telling you how much you could make. No one has told us that, so that’s not an issue at all. But we all get along; no one is like a lawyer with a huge caseload or has lost an arm.” With his solo career yielding somewhat comparable highs to past glories, I wouldn’t count on any major developments, but the “yet” in that quote could possibly keep longtime fans awake at night tossing and turning with High Fidelity-like anxiety. I mean, if someone said to you, “I haven’t seen Evil Dead 2… yet,” how would you take it?
Tags: Musik
Ich bemerke: Ich bin erst 17 Uhr wachgeworden. Das kommt sogar an Sonntagen nicht allzu oft vor. Ich beginne die Rekonstruktion… Die folgenden Zeilen entstanden auf meinem treuen Nokia 7650, während der letzten Nacht:
0:oo Uhr: Der Tag ging gerade so zuende wie der schon seine ersten anging: Nicht ganz so wie geplant. Ich sitze am Jahnplatz und lerne das die Nachtbusse nicht um Mitternacht fahren, sondern die Stunde danach und davor. Eigentlich einmal zu jeder nächtlichen Stunde.
Außer eben dieser Stunde.
Es wird hier doch mal so langsam kalt…
Und meine Mit-Wartenden riechen säuerlich und reden über Politik: “Red kein Scheiß. Nein, Du redest Scheiß. Komm! Ne. Da kommt kein Bus.”
Hinter mir das Cafe Europa, sich mit einem stetigen Strom gelfgestärkter Gäste füllend. Die haben es wenigstens warm: Der Regen nieselt zwar nur schwächlich, was aber ausreicht, um mich Kombination mit dem leichten Wind und meiner zwar dichten, aber ungefütterten Regenjacke (grün) frösteln zu lassen.
0:35 Uhr: Noch eine halbe Stunde.
“Ach halt doch die Klappe, Hermann.”
“Ich habe schon alles gegessen.”
“Ich hab schon alles gegessen.”
“Ich hab schon Schlange gegessen.”
“Ich hab schon alles gegessen.”
Da steht eine Frau hinter mir, die mal mit mir studiert hat. Sie ist mir in der Hauptsache durch ihren starken Akzent … Österreich?… aufgefallen. Ach ja, und sie schien permanent zu schmollen… das fand ich süß. Und das hat sich nicht geändert, auch nicht die Offensichtlichkeit, mit der sie mir ihre Antipathie herübersendet. Sie steht mit einer Plastikblume im Haar vor der Disco… und wartet. Und frierst. Scheinbar holt niemand sie ab. Sie geht.
0:50 Uhr: Noch 15 Minuten.
Meine Nase beginnt zu laufen. Ich erinnere mich meiner Taschentücher, die ich sicher und trocken irgendwo liegen gelassen habe. Ganz toll.
1 UhrMit einem sicher putzig aussenden Tropfen an der Nasenspitze bin ich der Zweite der den zum Glück pünktlichen Bus besteigt. WARM ist es hier. Aber Kleenexspender würden würden das ganze noch bequemer machen. Nun fahr schon. Im Kick Herford soll mich meine Abholung erwarten. Wenn sie denn noch da ist; ich sollte vor 90 Minuten spätestens dort aufgetaucht sein.
1:18 UhrSo ein Held muß seine Bierflasche mit in den Bus nehmen und so freudig damit schlenkern, daß der Fahrer es bemerkt, und nicht mehr weiter will. Bis das Corpus Delicti “is Pfand drauf” als unbedenklich eingestuft worden ist. Ich bekomme Kopfschmerzen nach der lauten, und dämlichen Diskussion – Kaffee. Bitte. Und zwar schnell.
1:27 UhrDer Fahrer hält an, irgendwo in Milse: Der Bierflaschenanhänger hat geraucht. Es gibt ein Wortgefecht, der Fahrer gibt an, auf die Polizei zu warten, die hoffentlich sehr bald kommt.
Sie (der Raucher und seine Spießgesellen) sind raus. Dank Zusammenarbeit der anderen Fahrgäste. Ich schweige lieber über Details.“Die andern im Bus sind alle gefickt, ey!” Schön wärs, eigentlich.
So. Hier enden die Handynotizen, denn ich kam im völlig überfüllten Kick an; der Herforder Laden machte seinen letzten Schnaufer, und scheinbar wollten alle, wirklich ALLE beim letzten Abend dabeisein; ich hingegen suchte erstmal vergebens nach meiner Abholung, ohne die ich hier festsäße.
2 Stunden später: Abholung gefunden – ich bin todmüde. Man gibt mir Bier aus. Und ich kann mich sehr gut erinnern, zu schrecklicher Elektro-Techno-Gothmucke einzuschlafen. Und ich bin sehr erleichtert.
Halb sechs oder so: Nah meinem Bett, und fahre den Rechner hoch. Lebenszeichen ins Hauptquartier gesendet, eingeschlafen. Ah.
Tags: Leben
“I love big-breasted women with wasp waists. I love them with big cleavages.”
Er war der König der enormen Oberweiten, und Erfinder der absolut coolsten Filmtitel – Beyond the Valley of the Ultravixens konnte eigentlich nur durch sein Magnum Opus Faster Pussycat! Kill! Kill! getoppt werden. Seine Filme waren komisch, und trotz der vielen nackten Haut waren seine Ladies am Ende immer den dümmlichen Typen überlegen. Meyer hat das Filmemachen offensichtlich sehr geliebt – ob er deswegen gleich Feminist war, wie einige sagen, würde ich mal dahingestellt lassen. Jedenfalls mochte er Frauen, und bestimmte Teile an ihnen besonders.
Einen wie ihn wird es nicht mehr geben, fürchte ich. Meyer hatte Stil.[The Beat]
Ich habe mein Bewerbungsgespräch überstanden, und es war ein gutes – leider war der Boss aus “persönlichen Gründen” nicht anwesend und ich sprach mit der “Halben Stelle” – ich habe so daß Gefühl, daß der Leiter der Einrichtung lieber jemand auswählt, mit dem er persönlich geredet hat. Aber, nun ja, an sich lief das richtig gut, und ich würde da auch gern anfangen. Nächste Woche weiß ich mehr.
Jedenfalls bin ich nach anderen Erledigungen total … erledigt, und die Anfragen, heute abend noch “wechzugehn”, ist nicht gerade reizvoll – eine bestimmte Freundin simst mich an, damit ich ihr dabei Gesellschaft leiste beim “Mal wieder andere Leute sehen”, was ihren Beziehungsfrust vertreiben soll. Jemand soll mich retten.
Tags: Leben


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