März 2005

You are currently browsing the monthly archive for März 2005.

Ganz Gorgmorgien? nein, nur ein kleiner Teil davon, aber dafür eben dieser signifikante Schreiberling ist erkältet, wie eigentlich jedesmal, wenn das Wetter wieder wärmer wird. Passend zur den Frühblühern ist es unweigerlich auch mein Husten, das das Ende des Winters unmißverständlich einläutet. Ich sitze also zuhause, schaue mir den Sonnenschein aus sicher beschatteter Wohnung an, und huste, und putze meine Nase, und trinke Tee. Und huste.

Hoffentlich werde ich mal dazu kommen, endlich eine neue Buchvorstellung für diese Seite zuendezuschreiben – immerhin ist mein WOW-CDkey leider ein US-Dings – und ich warte darauf, daß er vom Euro-Support in einen europäischen umgewandelt wird (oder kann man auch mit Euro-Gamecards auf US-Serven spielen? ich muß ja ohne Kreditkarte zahlen können…). Ruft mich an, heitert mich auf. Macht mir Fußmassagen.

Tags:

Cordjacke.

Die feine schwarze Cordjacke, die jemand in meinem Auto liegenlassen hat, möchte gern von ihrem Besitzer im Småland … nein, okay – der oder die BesitzerIn möge sich doch bei mir melden.

Ein Gespenst

Da war noch diese Frau, die ich gestern abend in einer bestimmten Kneipe gesehen habe. Die kannte ich einmal, vor… meine Güte, 5 Jahren? Wir waren dabei Freunde zu werden, und ich hatte natürlich mein Herz längst an sie verloren, als wir kurz vor dem Ziel waren – nämlich, die Sorgenonkel-und-Dramaqueen Unterhaltungen in etwas erheblich Gesünderes und Tragfähigeres zu verwandeln. Damals eine sehr heilsame Erfahrung für mich – den damals archetypischen “Kumpeltypen” ohne Hoffnung auf eine Freundin oder eine Freundschaft mit einer Frau auf gleicher Ebene. Wir gingen die ersten Male gemeinsam aus, und alles war wundervoll. Wir tranken Tee im Café, und wenn sie heulen mußte, hielt ich sie im Arm.

Am nächsten Wochenende trafen wir uns wieder, und sie ignorierte mich vollkommen. Es war nicht einmal so, daß sie sich wegdrehte… sie sah mich. Aber sie nahm mich nicht wahr; ich war so anonym wie ein Fremder in einer Menschenmenge.

Das ging dann die nächsten Monate so, und nach ein paar Monaten sprach ich sie an… es kam ein “Hallo.” Dann… war sie weg. Das war das letzte Wort von ihr, und gestern abend… war sie wieder da, mit ihrem Freund, nehme ich an.

Ich bin sicher, sie hat mich gesehen. Ich bin sicher, sie hat mich erkannt. Ich bin sicher, sie hat mich sie grüßen gesehen. Sie schaute durch mich hindurch, als wäre ich Glas.

Ich bin nicht ganz sicher, wie ich reagiert hätte, wenn sie mich tatsächlich offiziell zu Kenntnis genommen hätte – ob ich ihr wütend ganz genau gesagt hätte, wie sehr ich enttäuscht von ihr war, ob ich sie fragen würde, was sie denn von mir denken würde – oder ob ich sie einfach in den Arm genommen hätte und die eine oder andere Träne vor Freude oder Erleichterung vergossen hätte. (Natürlich so, daß niemand etwas davon gemerkt hätte. Ahem.)
Ich kann behaupten, ich wäre über diese Sache hinweg, und das bin ich auch – ich habe seit Jahren nicht mehr an sie gedacht, und ich habe ganz andere Sorgen, die mir hin und wieder den Schlaf rauben. Aber.

Es tat trotzdem weh, sie gehen zu sehen. Alte Narben melden sich immer dann, wenn man glaubt, sie vergessen zu haben.

Tags:

verdröhnt

Ich habe gerade mit einer Reihe von Freunden und illustren Bekannten erkleckliche 40 (!) Platten durchgehört, und diskutiert. Ich kann derzeit kaum den Lüfter des Rechners hören, ohne meine Stille empfindlich gestört zu fühlen…

Über die Ergebnisse gibts im Lauf der nächsten Woche mehr.

Tags:

Eine Bummel

Plonck. Plonck. Kein Zweifel, das typische Geräusch vor die Fensterscheiben fliegender Hummeln kündigt unmißverständlich den Frühling an.
Image Hosted by ImageShack.us

Ich bin auf dem Land aufgewachsen, und noch in den frühen 80er Jahre fand ein großer Teil der Geschäfte mit Verkaufswagen statt – Supermärkte waren lange nicht so verbreitet wie heute, und die verstreuten kleinen Lebensmittelläden hatten oft einen Laster, mit dem sie die abgelegeneren Dörfer ansteuerten, eine meist gut erkennbare Klingel betätigten, und so ihre Waren an den Mann bzw. meistens an die Frau brachten.

So gab es einen Wagen vom Lebensmittelladen (die verkauften aber eigentlich alles, was man so brauchte), einen Fischwagen, einen Getränkewagen, der das Leergut abholte und neues Bier und Wasser anlieferte – sehr praktisch. Ich fand das als Kind immer sehr spannend – die ganze Siedlung kam zusammen, nicht nur um etwas zu kaufen oder um Bestellungen für nächste Woche aufzugeben, sondern auch um den neuesten Tratsch auszutauschen – heute scheint es ja für die meisten Leute am erstrebenswertesten zu sein, mit den Nachbarn möglichst wenig Kontakt zu haben, und sogar Sichtschutzwälle, hohe Büsche, Zäune… usw anzuschaffen.

Nachdem der Getränkefahrer irgendwann in Rente ging, blieb nur noch ein fahrender Händler übrig – und das ist bizarrerweise der idealistische Mensch, der ausgerechnet Leitern direkt an der Tür verkauft. Warum lohnt sich das? Gibt es so viele Leute, die beim Klang der Leiternklingel spontan denken “Heute gönne ich mir mal eine neue Leiter!”?

Das Leben ist voller Wunder und Eigentümlichkeiten.

Tags:

« Older entries

Switch to our mobile site