Jaja, morgen wird abgegeben. Ich habe die gesamte Arbeit mit OpenOffice 1.1.4 und 1.1.5 geschrieben, einige Skizzen mit OpenOffice, ein paar Fotos, die mit GIMP 2.2.8 bearbeitet wurden – es kam für die Arbeit ausschließlich freie Software zum Einsatz. Nicht unbedingt eine Frage meiner Einstellung, lediglich eine der Kosten, und der Kompatibilität: Aufgrund einer vernichteten Festplatte habe ich mittels USB Stick und Knoppix (und später Kanotix) weitergeschrieben – so habe ich dann lieber auch auf XP Rechnern mit der gewohnten Software und unverdrehten Dateien weitergemacht. Die scheinbar öfters in Word vorkommenden Probleme mit langen Dateien waren für mich in OOo absolut unbekannt, auch die Stabilität des Officepaketes war exzellent. Ich hatte in Monaten vielleicht einen Absturz, für den ich vermutlich selbst verantwortlich war, und vorher hat man netterweise meine Daten gesichert, so dass ich direkt weiterarbeiten konnte.
Meine Erfahrungen in Stichpunktform:
- OpenOffice 1.1.5 ist nicht perfekt von der Benutzerführung her, die erste Seite anders zu gestalten (d.h. als Deckblatt ohne Kopfzeile) hat mir einiges an Zeit gekostet. Zwar ist der Umstieg für MS Office User wirklich nicht allzu schwer, aber ein paar Dinge macht OOo dann doch anders – nicht automatisch schlechter übrigens
- Der PDF Export direkt aus dem Writer ist super – exzellent, um damit zum Ausdrucken zu gehen – nie wieder ärger mit “verrutschten” Designelementen. Ein paar Features wie ein feiner Index wären aber schön.
- Aufzählungen und insbesondere Literaturverzeichnisse sind scheisse in OOWriter und eine ganz klare Schwäche. Die Verwaltung ist gut, aber die eigentlichen im Dokument auftauchenden Listen sind nicht benutzbar und für nicht- Kernphysiker gar nicht mal so einfach anzupassen
- Ich empfehle, eine der verschiedenen Vorlagen für Dissertationen zu verwenden und ggf. anzupassen – zum Beispiel diese
Ich werde wohl bei einer hoffentlich sehr fernen ähnlichen Gegebenheit LyX eine Chance geben; die gute Lesbarkeit eines langen Dokuments ist aber mit wachsender Länge immer wichtiger; je mehr WYSIWYG, desto angenehmer. Gerade nahe dem immer stressiger werdenden Ende der Arbeit ist man um jede Winzigkeit besserer Lesbarkeit dankbar.
