Plemo! Live!

Das war ja mal unglaublich – schon wieder. Angeblich nur 23 Gäste, was den Plemo nicht bremsen kann. Nachdem er scheinbar nach Gesprächen mit jedem einzelnen zahlenden Gast glücklich genug ist, erklimmt Plemo die Bühne und redet. Irgendwann beginnt er zu spielen, auf die übliche energetische Weise.

Das Volk ist nun auch glücklich.

Immerhin schenkt Plemo ihnen Bier, das verlockend am Bühnenrand bereitsteht. Er rockt ganz alleine, dieses Mal ganz ohne DJ Kante. Unglaublich. Manche Songs spielt er scheinbar aus Versehen, alkoholbedingt – so das Lied über (freihändig!) radfahrende Maden.

Zwischenzeitig holt der einsame Entertainer das Publikum mit auf die Bühne, weil das so gemütlicher ist. Der kleine Saal kocht ekstatisch vor sich hin. So nebenbei therapiert Plemo noch zwei scheinbar psychisch schwer angeschlagene männliche Gestalten und verhindert damit das eine oder andere Blutbad. Heroisch! Er macht das, in dem er den muskulöseren Stressfaktor mit dem Geld des Plattenstandmannes zum Wodkakaufen zur Tanke schickt (Das sollte er noch bereuenen, denn der Wodkaholer kam wirklich mit einer Flasche zurück.. auch ich musste daran nippen.) Vier letzte Songs und mehr klägliches Gejammer über die grausige Entertainerfrisur und vergebliches Gewinsel nach einem mildtätigen Friseur aus dem Publikum.

Nach einer weiteren Zugabe beschließt Plemo, trotz Druck auf der Blase und angeblichem Kotzdrang, einfach nochmal von vorn zu beginnen.

Großartig.


Geht nach www.plemo.com.