Ich habe die Auslagen des hier bebilderten Geschäftes über die Jahre schon oft nicht ohne Verwunderung betrachtet. Es gab es so ziemlich alles im wechselhaften Angebot – von alten Fernsehern bis hin zu beunruhigend echt aussehenen Zulu-Speeren. Ich weiss nicht genau, was es damit auf sich hat und ich bin bestimmt nicht heldenmutig genug, das mysteriöse Geschäft zu betreten. Aber ich mag die Vorstellung, einen zeitreisenden Laden zu kennen. Mitten in Bielefeld.
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Mein Berufspraktikum geht langsam zuende, nur noch wenige echte Arbeitstage bleiben und ich werde nachdenklich. Nicht sehr nachdenklich. Aber etwas. Was habe ich gelernt, werdet ihr euch fragen und noch wichtiger, wie habe ich das überlebt? Ich denke, eine meiner geliebten Listen ist angebracht:
- Nescafé Instant Espresso. Nicht besonders lecker, nicht besonders wohlriechend, aber nichts geht über die kleine Faust Koffein ins Antlitz, um einen sehr, sehr öden Tag am Telefon oder vor besonders lebensfeindlichen Formularwüsten zu überstehen. Außerdem liefern sie kleine, rote Espressotassen mit, die den Neid der restlichen Belegschaft erregen. Gut!
- Wenn der Chef jammert, sollte man ihn trösten. Aber sehr, sehr behutsam, bitte. Jeder der einmal mit dem Geschäftsführer im selben Zimmer gesessen hat, kennt das bittere Los der Führungspersönlichkeiten. Sie wollen ein Ohr zum zuhören, aber keine Verbesserungsvorschläge für ihren inadäquaten Kommunikationsstil. Nehmt ihn nicht, nicht in den Arm, egal wie er auch bettelt und fleht.
- Mit der Telefonanlage umgehen lernen bedeutet länger und bedeutend angenehmer zu leben.
- Rudimentäre Computerkenntnisse. Die Vorzimmerdamen werden dich heiss und innig lieben. Der Chef auch, aber nur insgeheim. Keiner mag es, wenn der Praktikant heimliche Schwächen kennt. Er wird dich feuern oder knurrig werden. Die Ladies machen dir Kaffe und schenken dir Kuchen. Viva la tradierte, verkrustete Geschlechterrollen. Oui!
- Mein schartiger, abgenutzter Piratensäbel, den ich mit Vorliebe zwischen den Zähnen trage. Verlieht dir diese besondere Achtung, die nur ein schartiger, abgenutzer Piratensäbel verleiht.
Das war nur der Anfang. Schalten sie auch das nächste Mal wieder ein, wenn es wieder heisst: Wie ich das letzte Jahr überlebt habe! Ich wünsche ihnen einen schönen Abend und eine geruhsame Nacht.
Tags: Leben
Mein Nachbar grillt. Eigentlich immer. Er hat sich auch einen Swimmingpool gebuddelt, in dem er seinen unförmigen Leib neben der ähnlichen Gestalt seines Eheweibs geleglich schrill kichernd treiben läßt. Aber wenn er nicht treibt, dann grillt er. Immer. Also, fast. Ich muss nur Feierabend machen und beschließen, ein wenig in der mir zugänglichen exzellenten Literatur zu lesen und schon gelangen die zweifelhaften Düfte von zu viel Spiritus, Holzkohlenrauch und verbranntem Fett in meine leistungsfähigen Riechkomplexe. Und sie reden. Sehr laut.
Eben ging es schon wieder los. Oh ja, sie wollten grillen… sie mussten grillen.
Aber nun… geht gerade sintflutartiger Regen nieder. Oh ja. Wasche sie hinfort, edler Regen!
Ich habe im Garten mal ein wenig geknipst, um der neuen Telefonkamera ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Die Ergebnisse sind ziemlich ordentlich, allerdings ist der Autofocus bei Detailaufnahmen manchmal nicht genau genug. Trotzdem!
Hey, ich habe sogar extra eine Pfingstrose passend zum Anlaß fotografiert. Nicht das jemand sagt , ich würde Feiertage nicht gebührend würdigen.
P.S.: Scheinbar scheinen Pflanzen derzeit ein beliebtes Thema in meinem Umfeld zu sein.
Tags: gorgmorg
Nebenbei, ich will den neuen Piratenjohnny sehen. Wer geht mit mir?




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