Juli 2007

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Das hat so einen viel cooleren Klang als der wahre Inhalt jener Bescheinigung, die ich soeben vom Hautarzt bekommen habe: Ich soll keine Arbeiten mit Öl oder nassem Zeug machen, weil ich leider eine reichlich empfindliche Haut habe. Das macht zwar Sinn, aber ich glaube lieber ab jetzt, dass ich ein rebellierender Auftragskiller wider Willen bin, der einen heroischen Kampf gegen seine Bosse beginnt. Ich glaube, ich kann Kung-Fu und habe außerdem noch eine Schrotflinte. Sowie eine sehr schwarze Sonnenbrille.

Jetzt brauch ich nur noch eine zusammengewürfelte Gang aus Outlaws, die genug von den Arbeitsbedingungen haben. Vielleicht kann ich Dir ja trauen.

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Katja hat mir einen staubigen Stock aus Silizium zwischen die Beine geworfen und damit enorm wichtige Teile nur knapp verfehlt. Es geht um alten Computerkram (den ich nicht zwischen den Beinen trage). Ich bin ja selbst ein antikes Stück Kulturgeschichte – damals als ich mit der Materie in Kontakt kam, hatte man Homecomputer, keine PCs. PCs waren unerschwingliche graue Kisten in Büros, die man nur mit Schlips und schlechter Frisur bedienen konnte. Dachten wir. Wie so oft, lag ich tragisch falsch. Nun denn, zu den Fragen:

Was war deine erste “echte” PC-Hardware?

Schneider_664_en.jpgTja, Katja. Das wird jetzt nicht so besonders spannend für dich und die anderen Leser – auch bei mir war es ein Schneider/Amstrad CPC – aber der 664, nicht der 464. Man beachte auch hier die ergonomisch abenteuerliche Platzierung der Cursortasten oben rechts. Der 664 war der Bessere, mit einem 3″ (nicht 3.5 Zoll) Diskettenlaufwerk. Damals hatten nur Snobs Disketten und Amstrad war davon überzeugt, das klein und dick besser ist. Nun, sie lagen – wie so oft – tragisch falsch. Ich glaube, unser Paket 3-Zöller blieb das einzige Rudel dieser Exoten, das je vor meinen Augen auftauchte. Leider waren die sauteuren Teile für mich unnütz, da keiner in meinem Haushalt je kapierte, dass die Teile für die sinnvolle Nutzung formatiert werden müssen. Ja, lacht nur.

Deine erste Anwendung, welche du benutzt hast?

Der Schneider hatte zwar nur einen einfarbig grünen Monitor, was aber meine enorme Begeisterung an einem Malprogramm kaum schmälerte, das dem Windows-Paint sehr ähnlich sah. Nur eben ohne Farben. Und, naja, ohne Möglichkeit zum speichern. Siehe oben.

Dein erstes Spiel?

Das war noch Grafik!Chopper Command, aber auf der Atari 2600 Spielkonsole, beim erziehungstechnisch gescheiterten Nachbarsjungen. Damals waren solche Spiele noch böse:

Es wurde nur in den demokratischen Staaten veröffentlicht und war in Deutschland sehr umstritten. Nach seiner Markteinführung wurde es nach und nach nur noch an Erwachsene verkauft. Aufgrund des Widerstandes wurde dem Spiel kurze Zeit später eine neue Bedienungsanleitung beigelegt, die den Hintergrund des Spieles verharmloste.
[...]
Bis heute allerdings ist nicht geklärt, warum als Spielinstrument eine sehr starke Anlehnung zum damaligen US-Geheimprojekt des Apache Hubschraubers gewählt wurde. Dieser unterlag damals der höchstens Sicherheitsstufe. 1995 machte Atari eine Mitteilung, dass das Spiel aufgrund geheimer Unterlagen angefertigt wurde. Es gibt allerdings keinerlei Beweisantritt und bleibt daher weiter eine Vermutung.

Grandios, oder? Ich war hin und weg. Ich wusste damals schon, das war gemein und es hat unglaublich viel Spass gemacht. Damals war das Atari schon uralt und hässlich, aber ich war verloren.

Hattest du von Anfang an Spaß an der Materie?

Naja, an Spielen schon. Aber ich habe mich an der BASIC-Programmiererei versucht, weil die anderen coolen (intelligenten) Kids das machten. Wenn ich schon nicht beliebt war, dann wollte ich wenigstens aufgrund meines messerscharfen Verstandes geachtet werden und den Respekt der Kinder gewinnen, die von den Lehrern nicht ganz zu Unrecht ob ihres Wissensvorsprungs gefürchtet wurden. Dreimal dürft ihr raten – ich lag tragisch falsch.
Irgendwann stellte ich fest, das man auch andere sinnvolle Sachen an diesen Kisten anstellen konnte, als Ampelsimulationen (fragt besser erst gar nicht). An meinem späteren Rechner, dem Commodore 64: Ich hatte auch das Handling von Disketten zu diesem Zeitpunkt perfekt realisiert und wurde zum Geek. Viel später mutierte ich zu dem Sexsymbol, das einige von euch kennen und alle .. na gut, einige lieben mögen.

Seit wann bist du online und mit welchem Anbieter?

Ich glaube, seit 1997 oder 1998. Damals mit Nacamar, später die fürchterliche Mobilcom/Tomorrow Flatrate, dann Umstieg auf T-DSL, sobald es hier auf dem Land verfügbar war.

Nun, weitergestöckst. Sven, Semi, Mr. Nichtdenkt und Stadtsschreier.. hey, ich fänd es lustig, auch dann von euch sowas zu lesen, wenn es normalerweise – hiermit wird auffällig mit dem Zaunpfahl gewinkt – nicht in euer Blogkonzept passt.

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Ich suche schon sehr lange eine minimalistische, möglichst kostenlose Software um darin Texte zu verfassen – Texte, keine Programmcodes oder Websites. Textverarbeitungen wie Writer von Openoffice oder MS Word sind mir zu groß und haben allzu viele ablenkende Möglichkeiten, den Text zu stylen. Davon abgesehen finde ich sie hässlich und bürohaft. Eigentlich will ich nur eine zusätzliche Anzeige – die Wortzahl, eine zusätzliche Funktion: Rechtschreibprüfung.

Nun, Q10 (nur für Windows, dafür kostenlos) kommt der Sache schon nahe – es benutzt den ganzen Bildschirm, es hat genau diese Funktionen, es fühlt sich gut an und macht sanfte Geräusche beim Tippen und bei besonderes lobenswerten Aktionen, wie zum Beispiel der befreienden Eingabe eines Absatzes. Klack.

Deutsches Wörterbuch

Um auch in deutsch die nützliche Rechtschreibprüfung zu haben, ladet euch diese Datei und packt den inhalt in den “dict” Ordner von Q10 – in der Regel unter C:\Programme\Q10\dict. Fertig!

Ahhh.. es tat selten so gut, auf “Enter” zu hauen. Die Sounds stammen übrigens aus Die Fabelhafte Welt der Amelie, aber es stehen auch andere Varianten zur Wahl. Sehr praktisch auch die eingebauten Nettigkeiten um sich ein festes Zeitlimit zu setzen. Noch ein Hinweis: Es gibt keine richtige Menüleiste, aber dafür ein paar gut überschaubare Tastendrücke zur Steuerung – tippt einfach auf F1, um sie anzeigen zu lassen. Ich denke, Q10 und ich werden noch viel Zeit miteinander verbringen.

Ich bewerbe mich momentan berserkerhaft und mit der Zeit kommen mir – ihr habt es befürchtet – Erkenntnisse. Eigentlich will ich lieber wieder in der Stadt arbeiten – vorzugsweise wieder in Bielefeld oder im Ruhrgebiet – aber die bisherigen Angebote sind eher in zwei ganz anderen Kategorien zu finden:

  1. Dicht bevölkerte und extrem mit den Bauobjekten extrem ruhebedürftiger pensionierter Lehrer verbaute dörfliche Gegenden, die den oberflächlichen Betrachter unangenehm an die ersten Szenen in Borat erinnern. Nur eben ohne singen und tanzen, die letzen Kneipen sind von ruhebedürftigen Ex-Pädagogen in den Ruin geklagt worden. (Ich wünschte, das wäre ein Scherz.)
  2. Dörfliche Gegenden, die bis auf das Zielobjekt gar nicht oder nicht mehr bewohnt sind.

Allmählich wird ein Muster sichtbar. Sie haben sich alle gegen mich verschworen. Helft mir! Bitte! Ich wollte doch weg vom Dorf und nicht etwa meine Existenz hier dauerhaft festmachen! Ich werde ihnen entkommen, das schwöre ich… na, hoffentlich.

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Ehrlich, wer hätte das auf Dauer verhindern können? Mit ernstgemeinter und schon jetzt reumütiger Entschuldigung an Meriche (oh, schulde ich Dir nun wieder etwas? Hunde hatten wir schon und sie kommen auch wieder, promise!) setze ich den Katzentrend fort – Der erste von mir gefundene und wirklich lustige, wenngleich auch höchst beunruhigende Welche Lolcat bist Du?-Test.

Das besonders Beunruhigende hieran ist: Irgendwie passt das Ergebnis ziemlich gut auf mich – wer mich kennt, wird dazu sicher etwas zu sagen haben… seid gnädig.

Your Score: Sad Cookie Cat

51% Affectionate, 48% Excitable, 53% Hungry

You are the classic Shakespearian tragedy of the lolcat universe. The sad story of a baking a cookie, succumbing to gluttony, and in turn consuming the very cookie that was to be offered. Bad grammar ensues.

To see all possible results, checka dis.

Link: The Which Lolcat Are You? Test written by GumOtaku on OkCupid Free Online Dating, home of the The Dating Persona Test

P.S.: Wenn jemand wirklich das erschütternde (aber irgendwie suchterzeugende) Lolcat-Phänomen nicht mitbekommen hat, hier die Lolcat-Wikipediaseite.

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Gefährlich

So eine Samstagabend-lustlos-daheim-Erkenntnis habe ich gerade, durch Beobachtung und eigene Erfahrungen: Frisch Verliebte denken auch immer fälschlicherweise schon nach einer Woche, dass sie mit dem/der fast völlig Fremden Auserwählten Person auch gleichzeitig befreundet wären, wenn dieser dieses andere, unglaublich tolle Gefühl erwidert. Das kann schmerzhaft werden. Andererseits ist der umgekehrte Fall auch nicht gerade harmlos: Wenn man es schafft, verliebt und befreundet zu sein, dann ist eine Trennung… eine Katastrophe. Was macht man mit dem Restgefühl? Darf man sich im Stich lassen? Kann man das?

Komischerweise fragt man das ausgerechnet mich immer wieder. Vor ein paar Tagen schon wieder.

Ich sage, es ist die Mühe wert, eine Freundschaft zu erhalten – bei einer Trennung oder auch beim sich einstellenden Verliebtsein. Das schließt sich nicht gegenseitig aus, angenommen beides wäre vorhanden. Denn: Ich bin ziemlich sicher, dass Leute sehr viel mehr lügen, wenn es darum geht, sich gegenseitig ihrer Freundschaft zu versichern als ihrer gegenseitigen unsterblichen Liebe.

Wie sagt man schon seit so langem? “All is fair in Love and War.” (John Lyly?) Stimmt, aber eben auch in anderen Bereich. Andererseits gilt auch, meiner Ansicht nach: There’s got to be a way. There’s always a way.” (Captain America). Warum das Gefasel? Ich wünschte mir, die Menschen würden etwas fairer zueinander sein – es ist keine Schande, wenn man einander spontan nicht die ganze Brandbreite zwischenmenschlicher Bindungen bieten kann – das ist nicht nur unmöglich, sondern auch ganz und gar schrecklich – hey, was soll da noch kommen, wenn man angeblich schon alles hat?

Die großartigsten Geliebten waren für mich immer diejenigen, die ihre Geheimnisse nur allmählich offenbarten und die immer weitere Seiten von sich zeigten – die besten Freundschaften haben sich ähnlich entwickelt.

Aber, hey. Wie gesagt, das sind wirre Samstagnachtgedanken. Muss ja keiner ernst nehmen.

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