November 2007

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Einiges hat sich angesammelt und natürlich muss ich das hier abladen. Ein Blog ist ja auch immer eine Art Gedankendeponie, wie nur ein nicht ganz unbekannter Weblogger schon vor mir ganz treffend festgestellt hat. Nun denn. Auf gehts.

  1. Zuerst einmal zum Blog selbst – was ich immer schon schreiben wollte, war ein Stöckchen zum Thema Frühstück – ein Frühstöckchen sozusagen. Das sollte aber besser werden als meine zweifelhaften früheren Versuche. Was meint ihr, könnte das Spass machen? Könnte ich es spassig machen?
  2. Nun kommt der nerdige Stoff. Vorsicht.
  3. Rose Tyler kehrt in Series 4 zurück in die Welt von Doctor Who. Ich bin mal interessiert, wie man einen populären Charakter zurückbringt, dessen absolut unmögliche Rückkehr und infolgedessen tränenreicher Abschied ein dramatisches Staffelende hergab. Als jemand der selbst gern schreibt, würde mich aber die Herausforderung auch reizen. Und… Darstellerin Billie Piper scheint wohl wirklich ihren Abschied aus dem “WhoVerse” zu bereuen und nicht nur Krokodilstränen vergossen zu haben. Schnüff. Bin ja ganz gerührt. (Ach, die kriegen auch Geld? Pff…)
  4. Ich habe eine fantastische Software für den Mac gekauft, nämlich Scrivener – ein Programm zum schreiben und nicht für Textverarbeitung. Das bedeutet eine sinnvolle Verwaltung von Textversionen und Neufassungen, logische Sammlung von Notizen und Randbemerkungen und außerdem eine feine Verwaltung von Quellmaterialien. Ja, genau: Da schreibt man jedes Kapitel einzeln und baut dann erst die fertige Fassung zusammen, die dann bei Bedarf noch in einer Textverarbeitung wie Word noch den letzten optischen Schliff erhalten kann.
    Einfach nur ohne Ablenkung schreiben, das ist Gold wert. Warum gibt es so etwas nicht für Windows?
  5. Für die Nokioten unter euch, die auch noch Windows Vista benutzen: Die neue Version der Nokia PC Suite synchronisiert auch endlich die Mobiltelefondaten mit dem in Vista eingebauten Kalender. Sehr praktisch – es funktioniert sogar sehr gut mit meinem N95.
  6. Apropos N95: Ich habe das Firmware Update auf die Version 20.0.015 gewagt und bin sehr glücklich damit. Das Gerät läuft stabil, hat viel mehr freies RAM (ca. 30 MB!) und hat sogar eine Softwareerweiterungen an Bord, unter anderem eine Version der N-Gage Spieleplattform mit ein zwei durchaus beeindruckenden Demos.

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Vielen Dank für die vielen Besserungswünsche; so schlimm war es aber wirklich nicht, war und bin noch etwas erkältet und wenn ich Kopfschmerzen habe, ist meine Motivation zum gorgmorg schreiben nicht so großartig ausgebildet.

Um ehrlich zu sein, bin ich aktuell mit dem Konzept dieses Weblogs gar nicht so zufrieden. Ich schreibe hier ja nicht unter Pseudonym, alles was ich hier veröffentliche ist irgendwie Teil meines Lebens und zu 70% nicht erfunden. Ich habe Zweifel, ob ich wirklich alles in Gorgmorg unterbringen kann und will, was mich interessiert, was früher nie ein Problem war; heute ist es eines. Viele Leute lesen mich und nur einige kennen mich gut, was ein deutlicher Unterschied zu den Zeiten war, in denen ich jeden Leser hier persönlich kannte. Und mit persönlich meine ich: “Wir sehen uns regelmäßig.” Hm-Hm, eine gute Lösung will mir auch nicht einfallen. Ich werde wohl mit den Weisen aus dem Abendland einen Diskurs führen müssen.

Die andere Seite des schreibenden Lebens ist, dass ich wieder zunehmend anderes Material verfasse, in Form von Geschichten und weit weniger interessanten Schreibereien; das kostet nicht nur viel Zeit, ich ertappe mich auch zusehens öfter dabei, dass ich Ideen lieber in “richtigen” Texten unterbringe, als sie in Blogbeiträgen zu verheizen. Auf die Dauer bringt mir das mehr.

Natürlich werde ich nicht aufhören zu bloggen, das ist ja wohl klar. Aber die Form in der das stattfinden soll, die bereitet mir etwas Kopfzerbrechen. Denkanstöße und Ideen sind sehr willkommen!

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Die gesamte Belegschaft von Gorgmorg musste sich leider krank melden, sie wird aber auch diesen Grippalen Infekt (?) überstehen – bitte schickt keine Blumen, sondern lieber Geldspenden und Geschichten.

Wenn ich eines aus der letzten Nacht gelernt habe, die ich auf der Casino-Mottoparty in der Bleichstraße verbrachte, dann sind es die folgenden Punkte:

  1. Frauen scheinen es zu schätzen, wenn wir männlichen Wesen bei Mottoparties ganz uncharakteristisch ein wenig mitmachen. Wir sind ja meistens klamottentechnisch nicht mit einem riesigen Arsenal gesegnet – was mich betrifft, gilt das mit Sicherheit -und es kann schon etwas knifflig werden, wenn man in weniger als einer Stunde auf der Party erwartet wird und noch keine Ahnung hat. Aber ich habe großes Talent darin, mit wenig Aufwand seltsam aussehen zu können.
    “Du bist mir gleich aufgefallen.” – Heh. Doch, das mag ich.
  2. Für Männer mit Kopfbedeckungen scheint die erste Regel ebenfalls zu gelten.
  3. Die bizarrsten WGs haben die besten Parties. Hätte ich so erwartet, trifft auch zu. Da war es sogar egal, ob man nun etwas trinken durfte oder nicht.
  4. Ich sollte niemals ein echtes Casino betreten. Hier wurde zwar nur um Kronkorken gespielt1, aber meine 28 Punkte Startguthaben hatten sich am Ende auf derer 6 verringert. Roulette macht übrigens süchtig, ich glaube jedem Zocker aufs Wort. Der Sieger hatte am Pokertisch satte 1104 Punkte gerkämpft, aber ich war nicht neidisch, denn:
  5. Als um zwei Uhr die Spieltische geschlossen wurden und die Preise verliehen wurden, waren “wir” Verlierer zwar nicht unter den Prämierten, dafür haben wir aber die ganze Zeit aufgrund akuter Punktepleite tanzen und quatschen können. Wir waren die Sieger des Abends, vor allem wenn man die überaus bösartigen Preise bedenkt. War da eine Xavier Naidoo CD dabei? Ich habs verdrängt.

Doch, das war gut.

  1. Hätte es da Herforder-Kronkorken gegeben, wären die sicher das Äquivalent zu 1 Cent Münzen gewesen. DAB und Warsteiner wären dann 2 Cent und die Fünfer. Haha! []

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Ich dachte, dieses mal gibt es einfach einmal ein besonders lässiges und ruhiges, farblich nicht allzu verstörendes Werk aus meinem vielseitigen Repertoire. Gestern war ein wilder Tag, an dem ich einer ganzen Handvoll Kalamitäten mit nichts als einer Tastatur und dem Mut der Verzweiflung entgegentreten musste und Katastrophen gerade noch verhindern konnte – vielleicht – ich kann nur hoffen, das ich auch mal etwas Glück habe. Das Wochenende wird besser ganz großartig, das wäre nur gerecht als Ausgleich für diese zu großen Teilen fürchterliche Woche.

Andererseits gibt einem so etwas manchmal ungeahnte Energie für weniger wichtige Aufgaben; ich kann dann beispielsweise sehr gut schreiben. Sogar an anderen Dingen als diesem Weblog. Ich habe also fast die ganze Zeit am PC und Telefon verbracht und war irgendwann nur noch erschöpft.

Katze sollte man sein. Sich einfach hinlegen, die Pfoten putzen und dann einfach beschließen zu pennen, wenn es einem zuviel wird. Da bin ich wirklich neidisch.

P.S.: Da meine Nachttischlampe wohl grade einen Wackelkontakt entwickelt, kann ich wohl sehr bald nicht mehr im Bett lesen. Kalamität #6. Nur für die Akten.

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Ich habe inzwischen etwas Erfahrung mit Computer- und Videospielen und bin mir ziemlich sicher, das sie für bestimmte Leute nicht nur positive Auswirkungen haben können. Ich bin mir aber auch sicher, das sie nicht für Amokläufe, gewalttätige und drogensüchtige Jugendlicher oder das fürchterliche deutsche Abschneiden in den PISA-Studien verantwortlich zu machen sind.

Computer- und Videospiele werden hierzulande (und damit meine ich Deutschland) so streng kontrolliert wie kein einziges anderes Medienprodukt oder Spielzeug und ja, meine geneigten Leser: Das schließt die beliebten Erzeugnisse der Hardcorepornographie ausdrücklich ein.

Worüber ich mir übrigens außerdem sicher bin: Noch nie hat jemand mit Doom 3 in der Hand eine Tankstelle überfallen. Noch nie ist jemand versehentlich von Polizisten erlegt worden, weil sie die Call of Duty 2 Packung in der Hand eines irgendwie zwiespältig wirkenden Jugendlichen für eine scharfe Faustfeuerwaffe oder vielleicht eine Pershing II Mittelstreckenrakete gehalten haben.

“Für mich war das eine tödliche Bedrohung mit einem Killerspiel. Ich musste abdrücken.”

Etwas bizarr, nicht wahr? Wäre ja auch schlimm, wenn unsere Polizei so blöd wäre – ist sie aber nicht, glücklicherweise. Wenn diese völlig an den Haaren herbeigezogene Bedrohungslage wirklich so real wäre, dann würde man solche Produkte ja auch wirklich für extrem gefährlich halten und vermutlich sofort verbieten.

Sollte man glauben. Ist aber nicht so.

Es ist dagegen völlig legal und absolut problemlos möglich, täuschend echt wirkende Nachbildungen von tödlichen Waffen zu kaufen – ich rede hier nicht einmal von Soft Air Waffen, sondern von Kinderspielzeug. Die Glock für den Nachwuchs, die Beretta für den Kindergarten, der Peacemaker zur Einschulung. Aus schlagfestem Plastik, klar. Aber genauso schwarz wie das Original und auch genauso groß. Man erkennt an der Naht der Plastikgußform, das man von dem Ding da vor sich keine Angst haben muss. Nur ganz genau hinschauen und Bescheid wissen, nun, das sollte man. Wie, ihr hättet trotzdem Angst davor? Ihr würdet als Polizist wohl auch zur Sicherheit mit der eigenen garantiert echten Knarre Klarheit schaffen, wenn ihr sowas im Einsatz seht? Oder eventuell vielleicht auch ein etwas mulmiges Gefühl bekommen, wenn die lieben kleinen mit so etwas auf der Straße herumflitzen und den jugendlichen Guerillakrieg proben? Sowas sollte verboten werden. Oder?

Nö, wird nicht verboten.

Weil das die Wirtschaft gar nicht gern sehen würde. Das (relativ) billige Plastikzeug aus Fernost verkauft sich nämlich echt gut, müsst ihr wissen. Kriegswaffen darf man übrigens nicht nachbilden, ist ja alles schon streng eingeschränkt, die meisten Überfälle werden ja bekanntlich nicht mit Pistolen, sondern mit Sturmgewehren, MGs und Panzerfäusten gemacht, da kann es keine Verwechslungen mehr geben. Herr Beckstein und seine Freunde können sich damit eh nicht recht profilieren. Haben wir doch alle mal gemacht, Räuber und Gendarm spielen. Kennt ihr doch, liebe Wähler. Ein Verbot? Noch mehr Einschränkungen, damit die Dinger vielleicht nicht genauso aussehen wie diese ungesunden, schweren Teile aus Metall? Sollten die vielleicht nur in, nun ja – vielleicht in bunt auf dem Markt kommen dürfen? Och ne, damit kann man bestimmt auf keinen Fall genauso gut spielen.

Verbieten wir doch lieber andere Sachen. Solche die in bestimmten Kreisen beliebt sind, mit denen wir keine Wahlen gewinnen und mit denen wir eh kaum etwas anzufangen wissen. Was machen die den ganzen Tag? Killerspiele spielen, Gangstermusik hören, nutzlos sein, weite Hosen tragen, gewalttätig werden, dem Staat auf der Tasche liegen. Wenn von denen mal einer Amok läuft, wissen wir ja, woran es liegt, klar? Klar. Verbote müssen her. Wie, durch den Plastikkram werden zigtausend Verbrechen verübt, vom bloßen Überfall über üble Misshandlungen unter vorgehaltener “Waffe” bis zu tragischen Irrtümern mit Todesfolge, wenn das Imitat wieder mal zu echt war? Traurige Einzelfälle, die nicht zu verhindern waren.

Die Gesellschaft muss eben geschützt werden, hab ich gehört. Wenn ich mal groß bin, verbiet’ ich Dummheit.

Dieser Beitrag ist auch auf Antigames erschienen.

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