
Irgendwann braucht jeder Nerd einen Editor für das Weblog, insbesondere wenn man am liebsten zwischendurch schreibt; in Mittagspausen, in Cafés oder an anderen Orten und Zeiten, die sich vielleicht durch Abwesenheit von kostengünstigen Internetzugängen auszeichnen. Wer schon lange Beiträge durch plötzliche Abstürze von System- oder Browser verloren hat – und wer hat das nicht? – wird mir wohl zustimmen: Es wäre nett, offline die Beiträge schreiben zu können.
Natürlich reicht dafür ein simpler Texteditor wie das Windows Notepad oder TextEdit beim Mac. Oder sogar ein Monstrum wie Word. Ich habe ja schon so einiges gesehen.
Aber das ist so lästig mit dem Ausschneiden und kopieren, Rechtschreibprüfung wäre auch noch sehr angenehm, die Formatierung geht verloren, Bilder und andere Anhänge muss man am Ende doch noch von Hand einsetzen – kurz, ein “richtiger” Blogeditor ist eine feine Sache: Der kann die Sachen dann auch gleich auf gorgmorg hochladen, wenn ich wieder am Netz bin. Zack! Für faule Leute wie mich natürlich verführerisch.
Unter Windows gibt es den erstaunlich guten und zudem noch kostenlosen Windows LiveWriter, der eigentlich wirklich alles ganz ansprechend erledigt – solange man kein Techie ist und hin und wieder im Webeditor einen Blicke auf den Code hinter dem bequem veröffentlichten Editor wirft. Uff! Das ist kein schöner Anblick und noch schwieriger zu verstehend als ihr euch vermutlich vorstellt.
Nun blogge ich inzwischen aber vorzugsweise mit dem MacBook und mag auch lieber ein Tool, das hier richtig gut läuft. Qumana ist kostenlos und ist ein Geschmacksrichtungen für Windows und Mac OS zu haben. Leider ist es plump und hässlich, sogar wenn man es unter den Standarts von Windowsprogrammen bewertet, Umlaute mag es auch nicht. Schade, netter Versuch.
Nun gut. Der liebe Hendrik hatte mich gleich am ersten Tag nach Kauf des Mac gefragt, ob ich eigentlich schon MarsEdit gekauft hätte. Nein, hatte ich nicht und ich dachte auch nicht daran, Geld für Software auszugeben, wenn auch kostenlose Alternativen greifbar waren.
Irgendwann war ich weich und schnappte mir die Demoversion; die gut €20 für die Registrierung habe ich wenige Stunden später abgedrückt: Es macht einfach Spass, wenn (immer noch nicht perfekte) Software genau das tut, was sie soll. In Sekunden eingerichtet, etwas schreiben, Bilder einbauen, von flickR oder von der Festplatte – kein Problem. “Tagging” – kein Problem. Sonderzeichen? Kein Problem.
Übrigens vermurkst ME nicht den Quellcode der Beiträge. Es geht also doch, liebe Blogeditor-Autoren überall auf der Welt.
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