Januar 2008

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60 Wörter
Ich tippe einfach lange nicht so schnell wie andere behaupten. Ich bin sogar nachweislich selbst in Bestform nicht so schnell wie bestimmte Freundinnen leicht besoffen. Ich habe probiert und probiert; schneller als 60 Wörter schaffe ich heute einfach nicht mehr. Meine Chefin ist trotzdem begeistert von meiner Tippgeschwindigkeit und lässt mich papierne Akten in den Computer hacken. Vermutlich ein listiger Plan, um sich dieser lästigen Aufgabe zu entledigen. Ich habe beschlossen, es einfach als Training zu sehen.

Wie schnell seid ihr?

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Und schon sind sie da, die Gebrechen und die Erstaunlichkeiten. Zum einen hat das Kriegspony wohl eine defekte Dieselpumpe. Wird nicht billig, aber wenigstens habe ich dank schraubwütiger Familie einen Ersatzwagen zur Hand. Unerfreulich, aber es könnte schlimmer kommen. Immerhin habe ich einen Job, für den ich das Auto brauche.

Immerhin gehts mir besser als meinem Chef, der von einem blinden aber dafür großen Raubtier angefallen wurde und so für meinen freien Dienstag gesorgt hat, weil das Biest im Büro eingesperrt war. Ich wünschte, das wäre nicht wahr. Ist es aber.

Die trockene Luft brennt mir in den Augen und die Übergangswohnung … nun, falls ihr etwas anzubieten habt, ich bin ganz Ohr. The less said, the better. Und aus unerfindlichen Gründen tut meine linke Ferse weh. Rätselhaft. Ich humpele eben einfach etwas rum.

Wenigstens muss ich Freitag abends nicht wie befürchtet tanzen und herumspringen, das fällt aus. Glück gehabt, das wäre eh kein schöner Anblick geworden. Nur … was mache ich denn anstelle dessen? Ausruhen? Pah.1

Komischerweise bin ich trotzdem gut gelaunt; ich hätte nie gedacht wie motivierend ein halbwegs erträglicher Job sein kann. Das ist tatsächlich neu für mich.

  1. Mir fällt schon noch etwas Unterhaltsameres ein. []

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Als ich klein war, habe ich natürlich keinen Alkohol bekommen. Meine Eltern und meine Großeltern waren sehr verantwortungsbewusst. Allerdings war man sich damals in einem Punkt uneins: Mein Opa war sich im Gegensatz zu meinen Eltern sicher, dass die Schaumkrone auf dem guten Herforder/Barre Pilsener völlig alkoholfrei war und bot es mir zum “‘runtertrinken” an. Ich persönlich fand das eklig, aber ein paar Male war ich doch neugierig. Schmeckte ziemlich bitter, aber den Schaum fand ich lustig. Einmal habe ich kurz Kontakt mit Bier bekommen, das reichte dann aus, um mich bis ungefähr in die fünfte oder sechste Klasse hinein zum Abstinenzler zu machen. War das widerlich! Ich bin gleich ins Bad gestürmt. Den Mund ausspülen.

Ich war damals schon ein fürchterliches Weichei, nur hatte ich zu dem Zeitpunkt noch engelshaft hellblonde Locken, derer ich mich bald aus gutem Grund entledigen würde. Aber das ist eine andere Geschichte.

Dann kam ich auf das Gymnasium und wenn man auch ohne engelsgleiche Locken uncool ist, dann wird man auch nicht beeindruckender, wenn man nicht raucht oder trinkt, dafür aber eine beunruhigende Vorliebe für Fantasy hat. Raucher fand ich bescheuert. Dieses Posieren mit ihren ach-so-verbotenen Glimmstengeln! Das waren übrigens genau dieselben Leute, die später ihre bereits erstaunliche Lächerlichkeit mit ihren ach-so-verbotenen Joints perfektionierten.

Ich wohnte auf dem Dorf und das bedeutet, dass ab einem bestimmten Alter 99% aller Freizeitaktivitäten mit dem Suff zu tun hatten. Ich wollte irgendwann auch Freizeitaktivitäten haben.

Eines Tages hatte ich so richtig Durst. Und ich wagte es. Ich ging zu meinen Eltern und sagte die legendären Worte, Worte, die meine Zukunft für immer in schicksalhafte, dunkle Wege leiteten: “Ich hätte lieber ein Bier, bitte.”

Und es war gut.

Dummerweise machen Menschen Fehler. Der Fehler einiger Leute aus meiner Klasse war, mich kurz darauf tatsächlich auf eine Party einzuladen. Mich, den ambitionierten Amateur. Sie hatten Alkohol. Und waren bereit, ich abzufüllen. Rechneten nicht mit meinem wenig trainierten Magen. Ich war vielleicht ein wenig ungelenk und musste etwas … spucken. Todesstrahlen1. In etwa dürfen geneigte Leser sich das so vorstellen:

Meine ersten Opfer waren zwei Überlebende aus den 70ern. Ein grün-geringelter Teppich und eine unglücklich in der Gefahrenzone platzierte Mix-Kassette mit Songs von Jimi Hendrix. Das Geburstagskind hatte diese Kassette geliebt und begann – ganz allmählich – grundlegend neue und andere Empfindungen für meine Wenigkeit zu entwickeln.

Aber es kam schlimmer. Viel schlimmer. Ich trink nun erstmal ein kleines Detmolder Landbier und mag nicht mehr schreiben. Schaltet morgen wieder ein, wenn ich mehr berichte. Wenn ihr euch traut.

  1. Ich habe ja mal versprochen, nichts zu ekliges zu berichten []

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Gerade habe ich einiges gelernt. Ich teile diese Informationen mit euch, um euch ein ähnliches Schicksal wie mein heutiges zu ersparen. Tapfer lesen! Am Ende erfahrt ihr, warum ich gerade online bin und nicht arbeite. Ah, ich kann eure aufgeregten Herzschläge bis hier hin spüren …

  1. Bereite einen Notfallplan vor: Es kommt des öfteren vor, dass das tapfere Kriegspony beschließt, seine Pflichten nicht wahrzunehmen. Nach meinen Erfahrungen nach einer Karriere von zwei Wochen Extrempendelns passiert das ungefähr einmal pro Woche. Ein Argument, doch lieber nicht so weit von leidgeprüften Eltern/leidgeprüften Partnern/leidgegprüften Partnern zu wohnen, die ihre Fahrzeuge liebend gern zur Verfügung stellen.
  2. Wenn du unbedingt unterwegs etwas essen willst, dann nimmt auf keinen Fall die Dienste der Raststätten in Anspruch. Nicht die fett-triefenden Koteletts oder Pommes und auch keine Burger King oder Mc Donalds Produkte. Die schlagen dir nicht nur auf den Magen, sie machen dich auch müde. Und hungrig. Nimm ne Banane oder sowas mit. Obst herrscht auf dem Highway.
  3. Hab keine Angst vor Rasern/Dränglern/BMW-Fahrern/Benzpiloten. Sie werden dich sowieso irgendwann umbringen, mit ihrem Fahrstil. Da es kein Entkommen vor ihrer Idiotie gibt, kann man auch entspannt und höflich akzeptieren, dass sie sich selbst und jedes andere lebende Wesen vernichten wollen.
  4. Und bevor du -eventuell mit einem Leihwagen1 – losfährst, dann vergewissere dich vorher, dass du dein Diensthandy einschaltest und auf SMS überprüfst. Könnte ja sein, dass du heute frei hast. Wie ich heute vor der verschlossenen Tür zum Büro feststellte2.
  1. Siehe 1. []
  2. nach mehr als zwei Stunden Hinfahrt ist der Gedanke an sofortige Rückkehr nicht sonderlich angenehm, das kann ich euch versichern []

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Der Herr Konradowitsch hat da dieses leckere Muschelrezept, welches ich zu gern ausprobieren würde. Auch ohne aphrodisierende blaue Pillen. Noch bin ich nämlich kein Opa, aber dafür um so verfressener. Ich bin sicher, da darf ich auch Venusmuscheln essen. Oder?

Nachhilfe für Opa Werner:

(…)
Zu Cialis passen am besten Spaghetti alle Vongole, lautet mein Geheimtip, weil ich selbst kürzlich die allerbesten Erfahrungen mit diesem sinnesanregenden Gericht gemacht habe.
(…)

(Via Liebe – Schnaps – Tod.)

Und wenn man auf den Titel klickt, bekommt man nebst einigen peinlichen Situationen masikuliner Verzweiflung die genaue Anleitung geliefert. Ich habe das vor dem Schlafen gehen gelesen und nun habe ich Hunger. Hilfe! Ob man das ungefährlich1 zu zweit kochen kann?

  1. Oder ist gefährlich zu zweit immer noch besser als harmlos allein? []

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Mars Edit
Irgendwann braucht jeder Nerd einen Editor für das Weblog, insbesondere wenn man am liebsten zwischendurch schreibt; in Mittagspausen, in Cafés oder an anderen Orten und Zeiten, die sich vielleicht durch Abwesenheit von kostengünstigen Internetzugängen auszeichnen. Wer schon lange Beiträge durch plötzliche Abstürze von System- oder Browser verloren hat – und wer hat das nicht? – wird mir wohl zustimmen: Es wäre nett, offline die Beiträge schreiben zu können.

Natürlich reicht dafür ein simpler Texteditor wie das Windows Notepad oder TextEdit beim Mac. Oder sogar ein Monstrum wie Word. Ich habe ja schon so einiges gesehen.

Aber das ist so lästig mit dem Ausschneiden und kopieren, Rechtschreibprüfung wäre auch noch sehr angenehm, die Formatierung geht verloren, Bilder und andere Anhänge muss man am Ende doch noch von Hand einsetzen – kurz, ein “richtiger” Blogeditor ist eine feine Sache: Der kann die Sachen dann auch gleich auf gorgmorg hochladen, wenn ich wieder am Netz bin. Zack! Für faule Leute wie mich natürlich verführerisch.

Unter Windows gibt es den erstaunlich guten und zudem noch kostenlosen Windows LiveWriter, der eigentlich wirklich alles ganz ansprechend erledigt – solange man kein Techie ist und hin und wieder im Webeditor einen Blicke auf den Code hinter dem bequem veröffentlichten Editor wirft. Uff! Das ist kein schöner Anblick und noch schwieriger zu verstehend als ihr euch vermutlich vorstellt.

Nun blogge ich inzwischen aber vorzugsweise mit dem MacBook1 und mag auch lieber ein Tool, das hier richtig gut läuft. Qumana ist kostenlos und ist ein Geschmacksrichtungen für Windows und Mac OS zu haben. Leider ist es plump und hässlich, sogar wenn man es unter den Standarts von Windowsprogrammen bewertet, Umlaute mag es auch nicht. Schade, netter Versuch.

Nun gut. Der liebe Hendrik hatte mich gleich am ersten Tag nach Kauf des Mac gefragt, ob ich eigentlich schon MarsEdit gekauft hätte. Nein, hatte ich nicht und ich dachte auch nicht daran, Geld für Software auszugeben, wenn auch kostenlose Alternativen greifbar waren.

Irgendwann war ich weich und schnappte mir die Demoversion; die gut €20 für die Registrierung habe ich wenige Stunden später abgedrückt: Es macht einfach Spass, wenn (immer noch nicht perfekte) Software genau das tut, was sie soll. In Sekunden eingerichtet, etwas schreiben, Bilder einbauen, von flickR oder von der Festplatte – kein Problem. “Tagging” – kein Problem. Sonderzeichen? Kein Problem.

Übrigens vermurkst ME nicht den Quellcode der Beiträge. Es geht also doch, liebe Blogeditor-Autoren überall auf der Welt.

  1. Das liegt auch daran, dass ich es oft dabeihabe []

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