(Und ich meine wirklich nur MSN-Benutzer. Benutzer von Live.com Accounts und so weiter. Hotmail und Konsorten. Alle mit Microsofts Messenger und deren Mailkonten. Der Rest darf lesen, sich aber nicht angesprochen fühlen.)
Du bist nicht allein gemeint. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Kartoffelköppe, die sich ihren Account quasi selbst gehackt haben und es nicht bemerken wollen. Aber denk doch mal einen Moment nach.
Wunderst du dich nicht auch, dass Leute sich beschweren, weil du manchmal nicht auf Ansprache reagiert hast, obwohl du deines Wissens am besagten Tag gar nicht online warst? Oder das du Werbung verschickst? Dabei kannst du dich daran ebenfalls gar nicht erinnern.
Ich kann dich beruhigen: Es ist vermutlich nicht Alzheimer.
Vielleicht kannst du dich aber entsinnen, dass du mal auf einer friedlich aussehenden Webseite deine Zugangsdaten eingegeben hast? Vielleicht gabst du in einem Moment menschlicher Schwäche der Neugierde nach und hast versucht herauszufinden, wer von deinen stilleren Kontakten dich schändlicherweise blockiert hat. Oder etwas ähnliches.
Ganz, ganz dunkel ist vielleicht noch eine andere Erinnerung präsent – die an den Rat, dass man sein Passwort niemals – niemals – an anderen Stellen als auf live.com, msn.com, Hotmail und anderen offiziellen Stellen im Besitz von Microsoft1 angeben sollte. Wenn nicht, darauf wurdest du, lieber anonymer MSN Benutzer, mit Sicherheit beim erstellen deiner Mailaddy darauf hingewiesen.
Aber du hast wohl nicht daran gedacht, dass jemand von einer fremden Seite zweifelhafter Herkunft nun mit deinem Account tun und lassen kann, was er oder sie will, oder? Mail schicken. Im Messenger online sein und Nachrichten, Trojaner und allen Möglichen anderen Mist2 verschicken kann. Ganz zu schweigen von schimpflicher3 Pornographie.
Denk mal an Denis, der hier gerade an einem Text arbeitet und auf deinen Spam verzichten kann. Zu schreiben macht ihm Spass und er würde gern a) online bleiben und b) trotzdem gern weiter arbeiten, ohne dauernd gestört zu werden. Denis hat dir und anderen zuliebe sehr widerwillig noch einen Instant Messenger in Form von MSN installiert. Er hat dort inzwischen richtig viele Kontakte. Er bekommt von dir in deiner Abwesenheit so eine Masse ekelhaftesten Zeugs … er erspart dir und sich an dieser Stelle, ins Detail zu gehen. Hey. Sei doch mal nett zu Denis und all den anderen lieben Leuten auf deiner Kontaktliste, die weiterhin gern lieb zu dir sein wollen und nicht irgendwann zu geifernden Bestien mutieren möchten – am Ende würden sie, richtig, dich von ihrer Kontaktliste löschen und gar blockieren. So weit muss es doch nicht kommen.
Änder doch einfach mal dein Passwort und mach die Welt damit vielleicht ein wenig sicherer, auf jeden Fall aber spürbar weniger nervig für mich und andere.
Dankeschön.
- Klar, Microsoft ist ganz ganz böse, wie alle Konzerne. Aber manche anderen Leute sind böser. [↩]
- Ich habe einen Mac und meistens ist es bei mir halb so schlimm als bei den Windows Benutzern. Es nervt aber immer noch [↩]
- Das Wort wollte ich schon seit Jahren mal verwenden. Ich bin so … erleichtert, es getan zu haben [↩]

Als ich bei der Stelle “[..]vermutlich kein Alzheimer” war hat es Pling gemacht und rechts unten ist so ein Fensterchen aufgepoppt. Was da drinnen stand könnt ihr euch sicher denken. Bäh.
Das ist beinahe so schlimm, wie Kettenmails. Bei beiden sind sich die Menschen dem Ausmaß ihres Handelns nicht bewusst. Allerdings wissen sie bei Kettenmails auch noch, dass sie damit Freunde(?) belästigen.
Ich muss zugeben, dass ich selbst einmal meinen Account in den Dienst eines Spammers gestellt habe. Unbewusst. Irgendein Social Network, wo mich Freunde eingeladen haben. Als ich dann von einem dieser Freunde Spam bekam, habe ich mein Passwort geändert. Vermutlich habe ich aber schon zuvor jemanden zugespammt. Beschwerden sind bis heute noch nicht gekommen.
Passwort gebe ich noch immer weiter. Schließlich bin ich zu faul die Adressen aus dem Adressbuch zu kopieren und selbst einzugeben…