Dezember 2008

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Was für ein verrücktes Jahr. Selten so viel Mist durchgemacht, selten so viele tolle Sachen erlebt, so viele Überraschungen und Abenteuer.

Aber ich hab schon gewisse Ansprüche an dich, 2009 – tu nicht so, als würd’ ich dich nicht sehen, da hinten! Einen besonderen, geheimen Wunsch im Besonderen. Den darf man aber nicht verraten.
Sonst geht er ja nicht in Erfüllung.

(Eigentlich habe ich Hunderte von Wünschen, aber dieser Eine, der muss sein.)

Und ihr, feiert gut, wenn es euch dazu neigt – ich selbst bin nicht der größte Fan von Silvester. Da werde ich immer traurig und davon hatte ich entschieden zu viel in den letzten 12 Monaten.

Baut keinen Mist und kommt gut rüber.

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Während sich meine lieben Bekannten und Freunden hinten im Auto mit meiner Stablampe amerikanischen Ursprungs Morsenachrichten schicken, fällt mein Blick auf den Rückspiegel: Der Wagen, der sich eben noch entspannt-langsam wie ein Mantarochen auf Codein an uns vorbeigeschoben hatte, hatte scheinbar gewendet und war nun sehr dicht hinter uns. Das gefiel mir nicht. Um genauer zu sein: Das gefiel mir ganz und gar nicht.

Ich beschließe überhaupt nicht hektisch, einen Seitenweg in die Nähe des nächsten Dönerstandes einzuschlagen, denn das ist das Ziel unserer Reise. Nicht dass wir nicht auch in weniger als 2 Minuten Fußmarsch angekommen waren, aber das Volk – meine Mitfahrer – waren scheinbar überzeugt davon, dass Donar (dem Dönergott) so nicht dem Brauch entsprechend gehuldigt wurde. Man musste hinfahren. Sie waren alle so lustig trotz beeindruckendender Nüchternheit, dass ich (sehr leise) zähneknirschend einwilligte. Sie sind alle so wundervoll. Ich liebe sie.

Wirklich.

Ich biege also ab. Der grüne Wagen mit der Zusatzbeleuchtung auf dem Dach tat es mir gleich. Wie unangenehm.

Ich sollte ein magisches Reich gründen, an einem geheimen Ort, verborgen vor den Augen der seltsamen Leute und gut sichtbar für jedenfalls genau die Richtigen. Ein Ort zum Schreiben und Kochen, zum laut lachen und leise kichern und für glorreiches Nichtstun voller Sinnenfreuden unirdischer sowie völlig profaner Art.

Ich nehme mit ein Herz und sage etwas, dass mir schon seit einigen endlosen Sekunden durch den Kopf geht. “Das da hinter uns, dem ihr zumorst, das ist übrigend wirklich die Polizei.”

“Oh.”

Man versteckt die Lampe und das ramponierte Steckenpferd, mit denen man bisher kreative Schattenspiele vorgeführt hat.

Ich versuche zu parken, stelle aber fest, dass hier ein Parkverbot herrscht, als ich bereits halten will. Der Wagen hinter mir wird langsamer … ich parke schnell wieder aus und suche einen todsicheren Parkplatz.

“Was machst du da eigentlich?”

Ich werde nervös, aber nicht böse. Was zur Hölle wollen die Gesetzeshüter von mir? Ich ahne es: Sie glauben fälschlicherweise, dass wir alle Drogen genommen haben, so wie wohl die anderen Besucher der bisher heimgesuchten Lokalitäten auch. Wer sollte es ihnen verdenken? Wir hatten ja auch Spaß und haben uns unter kläglichen, aber dafür theatralischen Protesten gegenseitig an die Wände einer Diskothek unerfreulicher Sorte kreppbandiert. Ob uns wer verpfiffen hat? Das war es jedenfalls beinahe wert. Ich muss grinsen, aber das sehen sie hinter mir nicht.

Ich bin so ungeahnt sentimental in dieser Zeit, selbst für meine Verhältnisse. Zynismus und ich haben uns in gegenseitigem Einvernehmen getrennt; ich habe auch keine Lust mehr, so ein langsam ergrauender einsamer Wolf zu werden, der nachts wehleidig den Mond anheult, weil er manche Ungerechtigkeiten nicht einfach wegknurren kann. Ich freue mich über den ganzen Mist, den ich mit meinen Leute erlebe, er gibt mir ein Gefühl, lebendig zu sein und etwas Leichtes.

Ich fasse mir ein Herz und parke ansatzlos ein, in eine Lücke an einer todsicheren Stelle zwischen vielen anderen korrekt eingeparkten PKW und Kleinlastkraftwagen.

“Endlich! Hunger!” johlt die Menge in verhaltener Lautstärke und steigt wohlgelaunt aus.

Hinter mir hält der Grünling. Ich fische im Handschuhfach nach den Papieren. Ich ahne ja, was nun kommt.

Er hat ein Bärtchen, einen Bauch und einen dicken Pickel links über dem Mund.

“Was haben sie wohl falschgemacht, hm? Guten Abend Verkehrskontrolle Fahrzeugschein Führerschein.”

“Guten Abend.” Ich habe nichts falschgemacht. Ich habe nicht die geringste Ahnung, was der reichlich unfreundliche Herr von mir will. Außer: ‘Die komischen Vögel schauen wir uns mal genauer an, ne?” Der Pickelbart mustert meine angestrengt stillstehenden Begleiter. Sie sterben fast vor Hunger, Mitteilungsdrang und Bewegungsbedarf. Aber sie sind echte Helden und stehen fast still. Es gibt nur einige leise Kommentare, die laut über den Platz hallen. Es ist immerhin weit nach fünf Uhr morgens. Ich denke angestrengt nach, mir fällt aber rein gar nichts ein. Mein Gewissen ist fast rein.

“Keine Ahnung?”

“Sie haben keine Ahnung?”

“Nein, ehrlich gesagt: Nein. Ich habe wirklich keine Ahnung.”

“Sie wissen nicht, dass hier ein Busbahnhof ist, auf dem auf gar keinen Fall geparkt wird?”

“Nein? Hier sind doch Parkplätze angezeichnet und die ganzen anderen stehen doch auch jeden Abend hi…”

“Sagen sie mal, fangen sie hier nicht mit Ausflüchten an, wollen sie mich verkackeiern? Ich stelle ihnen eine Frage und sie kommen mir mit den anderen!”

“Ich habe nur gefra…”

“Warum parken sie hier?”

“Ich parke schon seit Jahren hier. Immer wieder. Ich wusste nicht, dass es verboten ist.”

Er schüttelt mit dem Kopf und gibt seinem Kollegen einen Blick hinüber. Einen vielsagenden, dessen Bedeutung mir aber entgeht. Nur eins ist sicher: Nichts Gutes.

Ich merke, dass ich hier völlig willkürlich vorgeführt werde. Das sich hier wer gelangweilt hat. Ich werde wirklich böse; in mir brodelt es. Das ist Nichts Gutes.

Es gibt Sachen, die ich einfach nicht akzeptieren kann, die so unendlich falsch sind, dass man sich beim Gedanken an sie spontan den Magen verdirbt. Sachen, die sich ändern müssen. Aber manchmal kann man nur warten und hoffen und vertrauen, das jemand das Richtige tut. Oder das Richtige sagt.

Einer von uns sagt: “Was hat er denn nun verbrochen? Was sollen wir denn machen, damit sie zufrieden sind?”
Ich versuche zu erraten, was der Polizist von mir will. Aber ich komme einfach nicht drauf. Der Kollege nimmt meine Mitfahrer in Augenschein und mustert sie ganz genau. Einen nach dem anderen.

Meine Stimme wird langsam schwächer… “Für mich war das hier immer ein ganz normaler Parkplatz.”

Und: “Soll ich nun endlich ins Röhrchen pusten?”

Der Pickel starrt mich an. “Die einzige Chance, um ein Verwarngeld herumzukommen wäre, dass sie sofort umparken. Sofort!”

Weiter sagt er nichts; er packt seinen Kollegen ein und fährt weg.Wir parken um, 50 Meter entfernt, auf den nächsten völlig korrekten Parkplatz.

Dann gehen wir lecker Döner essen und machen eine Menge völlig unangebrachter Witze. Ich wünschte, ein paar andere Ungerechtigkeiten würden ebenso schnell verschwinden und ich denke an jemanden Besonderes. Aber für diesen einen, kleinen Moment ist alles in Ordnung.

Epilog: Noch am selben Wochenende würde ich in der Kölner Innenstadt einen Strafzettel für inkorrektes Parken bekommen. Oh, well.

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baltika9.jpgRussisches “Baltika 9” Bier ist erstaunlich trinkbar, aber mit Vorsicht zu genießen. Ich finde es amüsant, dass es z.B. auch “Baltika 3″ und “Baltika 6″ gibt; dabei steht die Zahl zufällig auch für die ungefähren Volumenprozente – Nummer 9 schafft lässige 8,5%. Die haben wenigstens keine doofen Werbesprech-Produktnamen. Guter Stoff – etwas süßlich, aber auch wirklich lecker. Das Zeug sollte aber schnell getrunken werden, weil es nämlich sehr schnell absteht. Nicht, dass Bier in meiner Nähe Zeit zum schal werden hätte: Richtig, das ist der Weg in die Verdammnis.

*

Angeblich schleiche ich und erschrecke Leute, das wurde mir jedenfalls vor nicht allzu langer Zeit vorgeworfen. Meine Mutter hingegen meinte vor Jahren schon, dass ich als Kind bereits einen “schweren Gang” gehabt hätte, ganz im Gegensatz zu meinem ungleich leichtfüßigeren Bruder. Der knallt dafür ständig die Kellertür; das gleich die Sache wieder aus.

*

Ich habe dieser einen ausgesprochen nächtlichen und exzessiven Lebenswandel, den ich im Gegensatz zu meinem geschundenen Guthaben beunruhigend gut vertrage. Gestern habe ich den “stärksten Wodka der Kneipe” mit Bravour und ohne mit der Wimper zu zucken gekippt – und ehrlich gesagt: Der war richtig lecker. Damit habe ich einen wichtigen Initiationsritus überstanden, aber trotzdem … ich trinke doch gar keinen Schnaps. Eigentlich sollte ich von solchem Zeugs lässig zu Boden gestreckt werden. Sehr seltsam. Ich sollte es wohl besser etwas ruhiger angehen lassen, für ein paar Tage wenigstens.

Ach ja, Silvester kommt ja auch noch. Ganz vergessen.

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Fuchtelkater

Ich sollte so vieles schreiben… aber das Leben hat die Angewohnheit, dazwischen zu kommen. Da will man gerade so eine tolle Geschichte niedertippen, da muss man sich plötzlich kümmern und mit einem Steckenpferd fast vollkommen nüchtern durch das Bielefelder Nachtleben reiten, sich mit den feinsten Freunden der Stadt aufs Kunstvollste lächerlich machen.

Man kann sich albern benehmen, wenn am schwarz trägt. Das ist
dann Kunst. Alter Trick der Beatnicks, der funktioniert am besten in Lokalitäten, die man eigentlich gar nicht mag.

Man lacht sich heiser und für den Moment ist einem das Herz nicht so schwer; dann geht das und man denkt nur noch wünschte du wärst hier, das wäre so wundervoll und mal nicht an die Sorgen.

Heute habe ich wieder einen derben Fuchtelkater1.

Und dann die Sache mit der Polizei. Ihr glaubt es nicht!

Das schreib ich alles noch. Abwarten.

  1. Vom in der Luft rumfuchteln, beim tanzen und anderswann. []

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Das geschätze Blonde Alien hat  ein Stöckchen aus dem Winkel geklaut und ich glaube, das nehme ich auch mal, so vor dem familiären Tee mit zuviel Kuchen. So weit das bei mir geht. Das ist immer so persönlich und so und das geht euch ja fast schon mal gar nichts an, ne? Nehmt euch doch auch was, vom Kuchen oder Stöckchen.

Vorherrschendes Gefühl für 2009?

Hoffnung, würde ich sagen. Und viel Neues steht an, darauf freue ich mich. Ein paar altgewohnte Dinge werde ich sicher hinter mir lassen, das wird wohl auch nicht so leicht. Hoffnung und mehr Träume.

2008 zum ersten Mal getan?
Fristlos gekündigt. Und es fühlte sich verdammt gut an, auch wenn es taktisch gesehen vielleicht nicht das Klügste war – in der Sache find ich es immer noch gut und richtig. Ach, verdammt: Es fühlt sich immer noch verdammt gut an.

2008 leider gar nicht getan?
Eine lang ausstehende Verabredung zum Sushi-essen  steht immer noch aus.

Spruch des Jahres?
Ich mach keine verdammten Sprüche. Bin ich ein Abrisskalender oder ein Glückskeks? Nein.

Zugenommen oder abgenommen?
Ist das so wichtig? Abgenommen. Gar kein Zweifel, obschon sich die letzten Feiertage sichtbar in Bauchnähe zeigen. Ich hab sicher mehr als 5-6 Kilo weniger als letztes Jahr. 

Stadt des Jahres?
Nicht Oberhausen.

Alkoholexzesse?
Oh ja. Diverse. 

Davon gekotzt?
Ein Gentleman “kotzt” niemals.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Aber sie wachsen immer noch. Etwas grauer auch, aber ich habe beschlossen, das cool zu finden.

Kurzssichtiger oder Weitsichtiger?
Weitsichtiger. Auch wenn das vor Jahren mal mittels Brille korrigiert wurde. Ich erlaube mir mehr irre Gedanken, wenn wir den Begriff etwas weiter fassen.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr! Hatte auch direkt damit zu tun, dass ich mehr Geld zur Verfügung hatte. Aber ich habe auch sehr viel mehr gespart als zuvor.

Höchste Handyrechnung?
Ich denke, so 50€ in der Oberhausener Zeit. Sonst weniger. Ich werde mir meinen immer noch viel zu teuren Tarif nochmal genau überdenken, wenn Anfang 2009 der Vertrag ausläuft; ich liebe es ja auch, neue Mobiltelefone auszuprobieren. Mal schauen.

Krankenhausbesuche?
Viel zu viele Besuche, aber ich selbst war glücklicherweise einigermaßen gesund.

Getränk des Jahres?
Staropramen.

Essen des Jahres?
Pasta mit Schafskäse.

Most called persons?
Mein Vater oder mein Bruder.

Song des Jahres?
“Monkey and Bear” von Joanna Newsom.

CD des Jahres?
“Third” von Portishead.

Buch des Jahres?
Weiss nicht.

Film des Jahres?
“The Dark Knight” war wohl für die Kassen der wichtigste Film, aber so beeindruckt war ich nun auch wieder nicht; von keinem Film übrigens. “Lost in Translation” im Orignalton auf Arte war toll.

Konzert des Jahres?
Zong im AJZ.

TV-Serie des Jahres?
Doctor Who, natürlich. Und Pushing Daisies.

Erkenntnis des Jahres?
Das Leben kann sich verdammt schnell ändern.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

  1. Eine fürchterlich fehlgeleitete SMS.
  2. Eine fristgerechte Kündigung und die Totalverarsche beim neuen Arbeitgeber, die zur o.g. fristlosen Kündigung führte.
  3. Eine Menge sinnlosen Streits mit den falschen Leuten.

Beste Idee/Entscheidung des Jahres
Vertrauen.

Schlimmstes Ereignis?
Eine fast verlorene Freundschaft.

Schönstes Ereignis?
Ein Blogposting und die Mails davor und danach. Und alles drumherum, trotz schlimmer Wahrheiten. Sowieso, Wahrheit kann auch mal etwas Gutes sein. Das war neu, nach all dem ehrlich-und-zerstörerisch-sein in der letzten Zeit davor.

2008 war mit einem Wort?
Wildromantisch.

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Mal ehrlich: Da entkomme ich aus dem einen überfüllt, außerdem gerade ungut beschallten Laden, nur um die lang gesuchten (wenngleich durch Erkältung dezimierten) Wichtigen Leute™ gerade beim Eintreten zu beobachten – sie haben buchstäblich Stunden gewarten und wollen unbedingt rein. Okay, wir wollen raus, ich und der einzige Weise unter den Geschmacklosen Trinkern dort drinnen. Als ob ich an diesem Abend überhaupt irgendwo richtig anwesend gewesen wäre.

Und so lange ich halbwegs durch Zufall oder Vorsehung in genau dem öden Laden, den ich nun wirklich nicht mehr sehen wollte: Die Stätte meiner überaus deprimierenden Weihnachtserinnerung vom letzten Jahr.Die einzige Person, die nicht völlig besoffen war und mit mir reden wollte war diejenige, die mich im letzten Jahr noch nervös machte (in a good way). Ich wurde nach 10 Minuten voller Belanglosigkeiten und viel Gekicher minus Charme richtig müde und schämte mich dafür. Nichts mehr mit Nervösität und zielgerichteten Bemühungen, sondern eher etwas Sorge um sie und im Kopf die verzweifelte Suche nach einer elegant dahingequatschen Ausrede, die mir die Flucht ermöglichen würde.

Ein paar Hände geschüttelt und dann war da wieder die typische Leere, die mich seit Jahren beim Ausgehen an Heiligabend überkommt. Ich sollte es ganz lassen, zuhause bleiben und zur Abwechslung mal leicht angefuselt bequeme Geschichten verbloggen.

Draußen sitzt eine mittelalte Lady im Mantel, die sich kaum grade auf der Bank halten kann. Sie starrt mich an und grinst. Ich setz mich also. Was ich denn so dumm rumstehe, hmm? Keine Ahnung, sag ich. Warum sie denn so dumm rumsitze? Sie habe wenigstens ein klares Ziel – mit dem Typen von vor sieben Jahren zu reden, das wär ihr Ziel. Der käme gleich. Sie wär’ ja nicht so wegen Abschleppen hier. Ich auch nicht, um ehrlich zu sein. Aber warum dann? Keine Ahnung, sag ich. Frohe Weihnachten auch; der Siebenjährige taucht auf und ich ab.

Also wieder zurück in Laden #1. Keiner mehr da. Abgesehen von Tpen, die einen auf dem Klo dumm von der Seite anmachen, weil sie sich prügeln wollen. Da hat man doch grade Wichtigeres zu tun, Jungs!

Nur hinter der Theke, da ist ein ein bekanntes, fröhliches Gesicht – ein guter Bekannter, den wir hier vor nicht allzu langer Zeit versetzt haben, weil wir mal wieder anderswo versackten. Er hatte sich so gelangweilt, dass er sich mit der Bedienung unterhalten hat und nun doch noch den Job bekommen hat, den er grade noch brauchte. Der freut sich und ich mich dann auch ein wenig – karrierenfördernd zu spät kommen, das kann wirklich nur ich.

Auf der ganzen Rückfahrt stelle ich mir die wundervolle Traum-WG vor und lächle entgegenkommende Polizeifahrzeuge lieblich an.

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