Ein Crash und sechs Dinge

Ich habe aufgrund eines unwiderstehlich günstigen Angebotes für Sixpacks zu einem der beiden verfeindeten Billig-Billig-Discounter aufgemacht, nur um festzustellen, dass Becks natürlich bereits aus war. Dafür gabs Bitburger, teurer, aber immer noch günstig. “Pfandfrei” – steht drauf. Naja. Ich kauf trotzdem drei, um auf Eventualitäten vorbereitet zu sein, wanke zur Kasse und muss noch einen Fünfer drauflegen – für den Pfand, versteht sich.

Endlich zuhause angekommen, balanciere ich meine Beute rein und … schaffe es in zuverlässiger, aber deswegen noch lange nicht geliebter Manier, ein Sixpack beim Offenhalten der Tür zu verkanten und auf den Fliesen des Vorratskellers mit einem Krrrschklrrr zerschellen zu lassen. Die nächste halbe Stunde verbringe ich mit Wischen und aufräumen; dabei schneide ich mir natürlich auch noch die Flossen auf. Aus diesem Grund schreibe ich heute vielleicht etwas knapper. Ich bin mir sicher, meine wahrscheinlichste Todesursache wird “Unfall im Haushalt” sein. Aber echt.

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Mayla bat um “Sechs unwichtige Dinge, die mich glücklich machen”. Sowas ist schwer zu beantworten. Dinge machen mich selten glücklich, da muss ich schon nachdenken. Außerdem ist “glücklich” ja auch nicht so leicht zu definieren. Also bleiben nur noch Dinge, derer sechs. Aufgeschrieben zu Sufjan Stevens.

  1. Die richtige Musik im richtigen Moment wirkt schonmal ganz fantastisch, vor allem wenn ich sie nicht selbst auflege oder mache. Andere müssen das Richtige finden und (ab)spielen, dann ist das gut.
  2. So ein genau richtig großes Röllchen Sushi in den Mund zu stopfen und zu verspeisen, in der richtigen Gesellschaft, am richtigen Ort. Das ist gut.
  3. ‘Ich denk an dich’ Nachrichten.
  4. Ein Blick, der dir die Nackenhaare aufstellt.
  5. Ein ehrliches Lächeln im richtigen Moment.
  6. Wenn an einem grauen Wintertag die Sonne kommt und dir das Gesicht wärmt und dich blinzeln lässt.

Das ist ein Stöckchen, aber ich mag die Regeln dazu nicht. Nehmt, wenn ihr wollt.

4 Kommentare

  1. Eigentlich wollte ich so Stöckchen in Zukunft öfters in Kommentaren beantworten. Aber dieses überfordert mich nun. Zumindest zu der Uhrzeit. Bin auch nichts gewöhnt. Außer nicht zu schlafen.

    Deine sechs Dinge finde ich aber toll. Besonders das Sushi-Röllchen.

    • Danke. Ich habe Sex rausgelassen – das wäre auch viel zu einfach gewesen. Sushi-Maki, an die denke ich derzeit ziemlich viel.

    • Man kann ohne Sex überleben.

      Aber da kommen wir dann zur Definition von unwichtig und das ist jetzt unwichtig.