Letztes Jahr war es schlimm für mich, dieses Jahr wird es auf jeden Fall besser, fast sicher bin ich mir da. Weihnachten ist für mich eher eine traurige Sache gewesen in letzer Zeit: Man sieht nicht, wen man sehen wollte oder man fühlt sich noch viel einsamer und verlorener als während des restlichen Jahres. Nicht, dass es dieses Mal so grundlegend einen anderen Verlauf nehmen wird als in schlechteren oder glücklicheren Tagen, aber ich habe doch Hoffnung darauf, dass die Zukunft gute Änderungen bringt.
Ich kann ja gar nicht so viele Grüße und Wünsche schreiben, wie ich gern wollte, in diesen Internetzeiten mit hunderten von Kontakten. Mit etwas Glück sehe ich ein paar von meinen Freunden und das ist schon einmal eine gute Sache; die ganzen Feiertage mit der Familie zu verbringen ist ein Graus. Andererseits … kenne ich auch Leute, die diesen Graus ganz gern hätten und die an Heiligabend ganz allein zuhause herumsitzen. Nichts gegen ein wenig Spießigkeit, ein wenig Sich-Mühe-Geben oder Nettsein-wollen – damit habe ich überhaupt kein Problem. Ich erlaube mir großherzig, mich darauf zu freuen. Geschenke zu machen, das tue ich gern, allerdings lieber an Tagen, an denen es nicht von mir erwartet wird.
Ein paar von euch da draußen geht es nicht so gut, wie ich es mir wünsche, aus welchen Gründen auch immer und daher kann es für mich auch nicht ganz ohne Wehmut gehen. Ich wünschte, ich könnte euch sehen und fürchterlich viel ungesundes Zeug mit euch zusammen vertilgen, dazu völlig angemessen unbezahlbare Tropfen bester Sorte, nicht zu knapp! Nur das mit dem Singen, das bekomme ich sicher nicht stilecht hin. Ah, wäret ihr nur hier. Aber vielleicht lest ihr mich ja. Vielleicht liest du mich ja.
Ein paar gute Tage und ein wenig Ruhe wünsche ich euch.

Dir und denen die dir wichtig sind, das was sie sich das restliche Jahr über wünschen. Und dass alles gut wird.
Melde mich in den nächsten Tagen noch. Schließlich gibt es auch einen Geburtstag zum anstoßen. Und damit meine ich nicht den kleinen Jesus.