Sie suchte, mehr als nur leicht angetrunken, auf ihrem Computer nach Musik und war inzwischen auf YouTube ausgewichen. Noch war das richtige Stück nicht gefunden. Sie redete über ihre Arbeit und wie es ihr gefiel, einiges an Einnahmen zu haben. Nicht nur für ihr Selbstbewusstsein oder für eine gewissen beruhigende Sicherheit im Leben oder lustbetontes Einkaufen – das war alles vorhanden; ich mochte ihre fröhliche Maßlosigkeit sehr.
“Aber das ist es nicht. Ich mag Geld, verstehst du? Ich liebe Geldscheine. Das ist mein Fetisch.”
Ich schaute ihr zu wie sie versonnen lächelte, so in angenehmen Gedanken versunken wie eine Katze in der Erinnerung an das letzte riesige Stück Lachs, das unerklärlicherweise vom Buffet verschwunden war. Sie kuschelte sich in erfreuliche Gedanken.
“Ich mag, wie es aussieht, wie es raschelt, wie es riecht, wie es sich in der Hand anfühlt. Es kribbelt so schön.” Sie strahlte mich an.
“Ich liebe, es zu bekommen und es auszugeben, wenn es seine Energie verloren hat. Dann muss es wieder ausgegeben werden. Dann brauche ich wieder frisches … Geld.”
Sie schaute mich an; sie hatte das Stück Musik gefunden, welches nun für die nächste Stunde unbarmherzig ihre Wohnung beschallen würde.
“Glaubst du, ich habe einen Knall?”
“Nö.”
