Spätpost

Nach guten 11 Stunden Arbeit ist es einfach nicht richtig, vor nachts um eins schlafen zu gehen. Ich bin todmüde, mag aber nicht einschlafen. Schon aus Prinzip. Immerhin habe ich morgen… heute… frei, da muss der vorherige Abend noch genutzt werden, um das zugegeben schreckliche Fernsehprogramm zu schauen.

Dabei kann ich etwas besser schreiben, weil ich mir so fast vorstellen kann, ich würde hier nicht allein herumsitzen und jemand wäre da, jemand dem ich meinen Kram vorlesen kann und ehrliche (aber liebevolle, bitte!) Kritik zurück bekomme.

So lange arbeite ich eigentlich nur, wenn ich in irgend einer Weile mit Schulen zu tun habe – der Sozialarbeiter im Jugendbereich ist in aller Regel eher nach der Schulzeit bis in den frühen Abend aktiv, Lehrer erwischt man allerdings nur außerhalb des Unterrichts und das heißt defintiv nicht zum Unterrichtsende, sondern mit etwas Glück während seltener Freistunden oder mit etwas Pech vor dem Unterrichtsbeginn. Vor acht Uhr. Ich habe heute nicht mehr viel gegen Lehrer auszusetzen – nicht im Ganzen, nur gegen einen Teil meiner Lehrer habe ich wohlbegründete Vorbehalte – ich habe nur etwas gegen ihre unerfreulich inkompatiblen Arbeitszeiten, die für unsereins “sehr früh anfangen, spät aufhören” bedeuten.

Nur diese eine Person im Sekretariat einer ungenannten Lehranstalt… gegen die könnte ich glatt ein paar negative Gefühle entwickeln.

Wenigstens schwindet langsam der Stapel Arbeit, der sich während meiner Krankheit angesammelt hat. Ich hasse es, ein schlechtes Gewissen zu bekommen, nur weil ich wirklich krank gewesen bin und Sachen in meiner Verantwortung aus diesem Grund nicht erledigt wurden. Ich habe genug geschafft für diese Woche, nur noch dieser eine Termin steht aus, dann habe ich es geschafft.

Warum passiert nun nichts Wundervolles, wie ich es verdient habe? Das beste an diesem Tag , zwei tolle Einträge in den besten Blogs der Welt: Wundervoll genug.

1 Kommentar

  1. Hallo,
    wollte nur mal loswerden, dass ich Diese Seite sehr gerne besuche und der Inhalt Deiner Einträge sehr vieles von meiner eigenen Lebens- und Gefühlswelt ausdrückt.

    Viele Güße
    Marcel