In den letzten Tagen war es am Nachmittag immer noch ein paar Stunden schön; ich bin meistens draußen unterwegs gewesen und habe in die Sonne geblinzelt – schließlich hatte ich Urlaub und genau dafür ist Urlaub da, finde ich.
Heute hat sich das Wetter gar nicht erst die Mühe gemacht: Es begann grau und wurde grauer. Erst ohne, später mit Regen. Und kalt.
So ein Wetter, bei dem alles zurück kommt: All die Finanzen, all die Techniker die all die Sachen die nicht funktionieren wollen reparieren soll, all die Leute, die man eigentlich sehen wollte, ein Gespräch am Anfang der Woche, das ich gar nicht richtig führen konnte und mir ein ganz mieses Gefühl gibt – letzteres vor allem: Wetterliche Tiefdruckphase und dazu noch diese Last auf der Seele – das drückt dich ganz tief in das viel zu weiche Sofa, das dir schon seit Jahren auf die Nerven geht. So ein ganzer Kartoffelsack, den jemand auf deinem Bauch oder doch eher deiner Brust oder doch eher dem Herzen vergessen hat; dieser jemand der seinen blöden ollen Sack einfach nicht wieder abholen mag.
Irgendwie magst du nicht mehr und grübelst und grübelst. Dann magst du nicht mehr grübeln. Und grübelst weiter.
Du schaltest aus purer Verzweiflung den Fernseher ein, der nach ewigen blogwürdigen Streitereien mit verschiedenen Parteien endlich etwas empfängt und was gibt es… “Die Prominenten Jodelschule” oder so.
Oh, du meine Güte. Es ist wohl Herbst.
Scheißherbst.

Hmm… hier ist es schon seit Tagen so trüb-depressiv-nass-finster-brrrrrrr…. *seufz*
Da bleiben nur Tee (wahlweise Grog), Suppe und Kerzen… irgendwie… und der Knopf zum Hirn ausschalten…..