Dezember 2009

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Ich mag eigentlich heute gar nicht auf Silvesterparties gehen, das ist fast immer schiefgegangen in den vergangenen Jahren. Die Leute scheinen immer auf der Suche nach etwas Besonderem zu sein auf diesen Endjahresveranstaltungen und die wenigsten finden es, ohne in Worte fassen zu können, nach was sie denn nun eigentlich so versessen sind.

Das kann mir nicht passieren, ich weiß was und wen ich will. So viel bleibt da eigentlich nicht übrigen außer Suff und seltsamen Gesprächen und es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass ich hier genau diese richtige Person auf einer Party finde. Zu weit weg.

Ach ja, das klingt schon etwas traurig, wenn ich mir das so durchlese.

Ich warte mal ab – vielleicht passiert ja etwas Überaus Angenehmes.

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Ich sehe, wenn sich niemand Wichtigeres meldet, schon mal hin und wieder fern. Das macht den Kopf schön leer. Weil ich aber nicht sonderlich oft fernsehe, verstehe ich nicht alles. Vielleicht helft ihr mir ja bei meinen Fragen?

  1. Warum ist Two and a half Men so unbändig erfolgreich? Das ist doch eigentlich eine ziemlich müde Sitcom von der Stange, hat dabei nicht mal ansatzweise schwungvolle Scripts und ich bremse mich hier besser. Na gut, Charlie Sheen ist drin und schaut durchgängig wie ein … nun, wie Mitglied einer bestimmten Hunderasse, deren Name mir nicht einfallen will. Das ist alles. Der bekommt 24 Millionen pro Staffel? Ich kanns echt nicht fassen.
  2. Warum spielt Nicholas Cage in so schauerlichen Filmen mit? Eigentlich kann der Mann doch was und um die Knete allein kann es dem doch wohl auch nicht gehen. In jedem dieser fiesen Machwerke – ich denk da sogar auch an Next mit seiner netten Grundidee und total verhunztem Drehbuch und fürchterlicher Regie – blitzt zwischendurch mal sein Charisma durch – das konnte der mal einen ganzen Film lang. Aber das waren eben auch Filme, die es wert waren.
  3. Ich weiß gar nicht so genau, warum Doctor Who so süchtig macht, ich muss jede Folge sehen, sobald sie in der BBC ausgestrahlt wurde – auf DVDs zu warten ist qualvoll für mich. Und die fiesen Cliffhanger! Warum falle ich immer darauf hinein? Bei jeder anderen Serie nerven sie mich und irgendwann bin ich es satt. Bei Doctor Who nerven sie mich, ich schimpfe… und fiebere bis zu Erlösung mit.
  4. Ich will wieder ins Kino, aber irgendwie klappt es nicht mit der Begleitung oder mit mir. Das hat jetzt nichts mit Fernsehen zu tun, aber das hier ist mein Blog und ich darf zwischendurch mal meinem Unmut Luft machen: Zisch.
  5. Ich glaube, ich mag Monk nicht mehr. Warum?

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Wenn ich schonmal ein feines Glas Portwein neben mir stehen habe, dann kann ich auch gleich einen besinnlichen Jahresrücklick schreiben, oder?

Wenn ich noch ein Glas davon trinke, bin ich besoffen.

Gutes Zeug.

Also schreibe ich besser jetzt. Das Problem ist nur, ich mag keinen Jahresrückblick schreiben, sondern viel lieber noch eine Weihnachtsgeschichte wie die mit meinem Opa, einem kleinen Backofen, einem nur ein wenig viel zu großen Putenbraten, einer Werkbank, einer Stahlsäge und blauen Schnittfläschen und noch einmal meinem Großvater, der nun viel zufriedener aussah. Aber Weihnachten ist ja schon vorbei. Zu schade.

Das Jahr war jedenfalls ganz in Ordnung… für mich. Ich habe einen ordentlichen Job nach einem fürchterlichen – ich kann sowieso sagen, dass die zweite Hälfte von 2009 bedeutend erfreulicher lief.

Mein Bauchgefühl, vor allem was Leute angeht, ist super. Ich sollte mehr Mut aufbringen und ihm einfach ein Stück weiter vertrauen. Um ehrlich zu sein ist es kein richtiges Bauchgefühl, es ist eher ein Herzgefühl.

Eine neue Wohnung, die ich bis auf die fehlende Wanne und das auch sonst minderwertige Bad ganz nett finde, in der ich endlich mal wieder allein wohne – das Alleinsein allerdings hat auch seine Schattenseiten, fürchterliche sogar. Andererseits ist Besuch noch viel schöner.

Ich habe jemanden verloren, den ich schon lange hätte verlieren sollen und mir ging es danach bedeutend besser; eine ehrliche Sache, die ich mal wieder zu lange vor mir her geschoben habe. Da mal hart gewesen zu sein, bereue ich ganz und gar nicht.

Ich habe jemand wiedergetroffen. Ich hatte mich fast damit abgefunden, sie nicht mehr zu sehen und es war… wirklich das allerbeste. Das hatte ich mir für dieses Jahr an Neujahr gewünscht und es ging in Erfüllung. Das und mehr.

Ich habe trotzdem unmäßige bis epische Wünsche für 2010 und daher blicke ich lieber nach vorn als zurück. Diejenigen, die euch was angehen, werden an Neujahr beschrieben. Wenn ich Lust habe, natürlich.

Und nun schenke ich mir nach. Salut!

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Ich habe ein Gespräch hinter mir, das abrupt unterbrochen wurde und mich in einem Taumel von unendlichem Hunger auf Sushi und nur Sushi hinterlassen hat. Weil meine geschätzte Gesprächspartnerin mich so schnöde verlassen hat, muss ich an dieser Stelle einmal entschieden Hunger machen und mich ein ganz klein wenig revanchieren.

Genau so:

(Hey…du hast es nicht anders gewollt. Aber wenn schon Rache… dann eine, die mir auch echt gut gefallen würde. Ach was, Rache. Geh mit mir essen, bitte.)


sushi galore Hochgeladen von lotusutol.

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Weihnachten!

Nun aber wirklich mal: Nachdem der letzte Abend mit dem wundervollsten Lachanfall des Jahres ausklang und ich den ganzen Morgen kleine freche Kinder bespaßt habe… ist auch für mich die Zeit gekommen, verdammt familiär zu werden. Für eine Weile.

Dazu: Immer noch das allerschönste und allerkaputteste Lied und mit Sicherheit das tollste Duett zum Fest, in einer noch kaputteren Liveversion. Egal, wie oft das in letzter Zeit schon gezeigt wurde: Ich mags. Vor allem die letzte Strophe, nach einer inspirierten Reihe gegenseitiger Beleidigungen:

I could have been someone
So could anyone
You took my dreams
From me when I first found you
I kept them with me babe
I put them with my own
Can’t make it all alone
I’ve built my dreams around you.

Ja.

Frohe Weihnachten, ihr alle.

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Vor Weihnachten ist meine Arbeit am schwersten; die Stunden werden mehr und die Krisen häufen sich. Ich komme nach Hause, es ist dunkel, nass und kalt und eigentlich kannst du nur noch einschlafen und vielleicht etwas essen. Schreiben, ach ja – die Berichte – dazu komme ich kaum. Nicht nur wegen der Müdigkeit, ich bin einfach in jeder Hinsicht zu erschöpft, um mehr als anspruchlosestes Fernsehprogramm zu schauen. Wenigstens leert das mein Hirn und am nächsten Morgen geht es dann wieder. Dann wache ich zu früh auf und schreibe in Gorgmorg oder eine Mail.

Ich fühle mich gar nicht weihnachtlich, meine Wohnung ist nicht geschmückt und wenn “Last Christmas” im Radio läuft, schalte ich aus. Aber ich freue mich auf Weihnachten. Das geht.

Ich habe dann nämlich frei. Nicht mehr als die Feiertage, aber immerhin. Es wird nie wieder wie früher sein – meine Familie hat sich gründlich zerstritten und wir werden wieder nur zu viert sein, mein Bruder und meine Eltern, dazu meine Wenigkeit. Dafür hatte ich auch kein Problem beim rechtzeitigen und lückenlosen Geschenkefinden! Es wird auch keinen Streit geben, wir sehen uns sowieso ziemlich oft und hatten dafür reichlich Gelegenheit. Trotzdem, ich werde auf andere Gedanken kommen und fürchterlich gut essen. Danach sitzen wir sicher am Kamin; das wird schön.

Ich werde meine Freunde sehen und dabei vielleicht einmal ausgeschlafen sein, um nicht nach zwei Stunden einzunicken.

Ich werde die Feiertage lang überhaupt gar keinen festen Plan haben und darauf freue ich mich am meisten.

Ich wünsche mir, dass sie Grund zum lächeln hat. Ich lächle schon, wenn ich nur an sie denke und das tue ich oft. Dafür bin ich sehr dankbar und wenn sie hier wäre… ach, das hat schon mit Liebe zu tun. Viel sogar.

Passt also, irgendwie.

Irgendwie also freue ich mich auf Weihnachten.

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