Na gut, es ist fast zehn – gestern war es dafür noch später. Du merkst es kaum, dass die Arbeit mit all den Vertretungen deine Freizeit fast komplett aufgefressen hat; natürlich müssen all die Berichte auch mal geschrieben werden.
Dir tun Gelenke und Knochen weh, deren Existenz du schon viele Jahre lang vergessen hattest. Oh, das ist auch noch da? Autsch. Gilt der Kopf als Gelenk? Nein? Dann auf jeden Fall als Knochen, das Dings fühlt sich ausnahmsweise nicht hohl, sondern massiv an.
Natürlich wird es nicht immer so sein. Aber du bist einfach nur noch so entsetzlich müde. Es war im alten Jahr genauso viel, aber du hattest das fast jeden Abend jemanden gehabt, dem du so viel erzählen konntest. Oder über irgendetwas reden. Das machte es viel besser. Geht im Moment nicht.
Das einzig gute daran ist, dass du wirklich eine Erkenntnis nicht länger vor dir selbst verstecken kann:
Du brauchst Urlaub. Mehr als nur ein paar Brückentage, Sportsfreund.
Ich glaube, den bekomme ich sogar, den Urlaub. Nur was mache ich dann?
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