Ich bin ja nicht immer ganz ehrlich zu euch gewesen. Obwohl – das stimmt nicht ganz. Ich war immer ehrlich zu euch, aber ich war und bin nicht immer ganz konsistent: Was ich für mich gut und akzeptabel und wundervoll und generell so sein muss, würde ich ja auf keinen Fall anderen Leuten wie zum Beispiel meinen geschätzten und hoffentlich zugeneigten Leserinnen und auch Lesern empfehlen.
Ich würde ja allen davon abraten, jemanden Wundervolles zu finden und zu kennen, der sich manchmal lange und unangemeldet verschwinden lässt und vielleicht nie wieder kommt – hoffentlich aber doch, irgendwann, bitte. Das ist schwer und ich würde wohl anderen Leuten dazu raten, sich ganz schnell aus so einer Sache zu entfernen – weil’s gesünder ist. Aber ich würde das selber nicht einfach so tun. Ich warte jedenfalls und bin dabei vielleicht mal einsam, aber lange nicht so unglücklich wie ich vielleicht von rechtens sein sollte. Damit muss die Außenwelt eben klar kommen.
Da kannste nix machen. Da gibt’s nicht zu diskutieren. Ist aber auch besser so.
Ich würde ja auch niemandem empfehlen, ein Haustier zu erwägen, welches sich kaum bewegt und wenn es sich doch bewegt, dann meistens in Richtung Boden – es buddelt gern. Außerdem beißt es und spielt nicht mit Bällen oder Wollknäueln. Allerdings schonmal in eine Maus. Wenn sie in weniger als einem Dutzend Zentimeter Entfernung sehr langsam vorbeihuscht. Ich jedenfalls würde dazu nicht raten. Trotzdem ziehe ich den Hornfrosch – er gehört zu den Breitmaulfröschen, wie man vermutlich als Nichtbiologe nachvollziehen kann – durchaus als zukünftigen Mitbewohner in Erwägung, wenn mich schon kein menschliches, warmblütiges Zweibeinwesen besuchen mag.
Da kannste nix machen und ich würde den wohl sonst niemandem empfehlen.
Nicht, das abgesehen vom Besonderssein Parallelen zwischen Frosch und erwähntem Menschen zu ziehen sind. Das sollte ich an dieser Stelle unbedingt betonen.
Da gibt’s nichts zu diskutieren.
Ist besser so.
(Ich denk doch lieber nochmal etwas länger über dieses Froschprojekt nach.)
Schlagworte: Freundschaft, Haustiere, liebe, Schmuckhornfrosch
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Nun, ja, die Geschichte mit dem Frosch würde ich auch noch mal überdenken.
Und mit Menschen ist das eben so eine Sache.
Da muss jeder selbst wissen, was gut für sich ist. Ich spreche da als ehemals Gebrandmarkte.
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