Besuche

Ich weiß ja ganz gut, dass mich einige meiner Freunde und einige meiner Lieblingsblogger (ein paar davon sind auch meine Freunde, hoffe ich) regelmäßig lesen, aber wie oft ich von einigen von ihnen besucht werde, ist mir oft nicht klar und dann schäme ich mich, wenn ich sie mit eher erbärmlichen Texten über grippale Infekte1 enttäusche.

Meine Güte, beinahe jeden Tag werde ich von der einen oder andere Person besucht? Jeden Tag?

Ich bin so dankbar dass ihr mir so oft ein paar Minuten eurer Zeit schenkt und wirklich nicht sicher, ob ich das wert bin2 . Aber das habe ich wohl nicht zu entscheiden :)

Aber dann schreibe ich wohl besser… besser, hmm?

Vielleicht sollte ich mal wieder nach einem Thema aus dem Publikum fragen, sozusagen ein Wunschkonzert veranstalten. Ich garantiere nicht dafür, alles aus euren Vorschlägen zu betexten, aber ich bin neugierig, was ihr so auf der Pfanne habt. Kein Skrupel, bitte.

  1. Ich weiß, Themen wie diesen hatte ich schon vor Jahren offiziell abgeschworen. Obwohl ich dachte, bei dem Verbot ging es lediglich um Pickel – ein Irrtum, wie ich eben erfahren habe. []
  2. Natürlich bin ich es für euch wert, offensichtlich: Sonst würdet ihr das hier ja gar nicht lesen. Aber ich bin schon… immer wieder beeindruckt davon und es gefällt mir. []

14 Kommentare

  1. Erinnert mich an die Zeit, als ich Feedreader noch nicht kannte und Blogs stündlich durchgeklickt habe. Dagegen bin ich heute faul.

    Ein Wunschkonzert. Ich freue mich in letzter Zeit immer wieder über Geschichten aus der Kindheit. Andere Welten kennen lernen. Schulzeit ist auch in Ordnung. Erste große Liebe. Freundschaft. Wie man sich selbst über die Zeit verändert hat. Was man damals gemacht hat und heute doof findet. Oder immer wieder so machen würde. Vielleicht auch eine Wunschliste an die Zukunft. Andere Leute nennen es auch Pläne. Was einen glücklich macht, Freude bereitet. Und natürlich Erzählungen aus dem Alltag. Die kleinen.

    (Habe ich jetzt gorgmorg beschrieben oder mir etwas gewünscht?)

    • Ich benutze ja selber schon lange verschiedene Feedreader und ich sehe sie schon auch mit einem weinenden Auge – für mich sind Kommentare ein wichtiger Teil der Bloggerei und sie werden so meistens einfach übergangen.

      Deine Anregungen finde ich interessant – ich weiß ja, dass du wahrscheinlich einer der jüngeren Leser bist und du bist scheinbar durchaus (auch) an meiner eher unspektakulären Vergangenheit interessiert, über die ich schon viel geschrieben habe, das aber oft langweilig fand – für den Leser übrigens, nicht für mich. Offenbar lag ich falsch.

      Ich habe da schon einen Text im Kopf; mal sehen, ob noch andere etwas kommentieren.

      • Immer diese Technik, die mitschwingt. Ich hoffe darauf, dass langsam eine sinnvolle Möglichkeit gefunden wird im Feedreader zu kommentieren. Dank Echtzeitdingens ist es möglich, dass der Feed am aktuellen Stand ist. Technisch wird es mit jedem neuen Dienst komplexer, aber Twitter und FB lassen sich jetzt schon recht gut in den Blog integrieren. Wenn das http://www.salmon-protocol.org/ auf die Sprünge kommt, bin ich zuversichtlich, dass ich im Reader einfach Kommentare anzeigen klicken kann und selbst eines schreiben.

        • Ich habe speziell mit der Integration von Facebook Connect so meine Probleme, weil ich eigentlich mein Gesicht hier nicht zeigen möchte, in Facebook aber durchaus und ich mir sicher bin, dass es anderen Leuten genauso geht. Und so weiter.

          TweetBacks sind hier drin, aber ich bekomme extrem wenige.

          Tatsächlich wäre es schön, wenn in der BloggerSzene weniger Technik und Nabelschau im Spiel wären und mehr eigentliche der Inhalt – das wäre eine Entwicklung, die in anderen Bereichen bereits erfolgte – wenn ich einmal daran denke, dass man früher auch mal Programmcode sehen MUSSTE, um einen Computer zu bedienen – ich habe selber noch Code-Listings abgetippt – dann habe ich auch noch Hoffnung, dass man mal ein wirklich individuelles Blog betreiben kann, ohne auf einen Service wie WordPress.com zurückzugreifen oder technische Skills zu haben.

          Blogs werden überleben, aber ich gehe davon aus, das Thema wird sich ent-technisieren und solche Aspekte wie Suchmaschinenoptimierung verschwinden irgendwann im Nichts. Das wäre schön.

          • Ich war mit Disqus sehr zufrieden. Bis auf das Aussehen und das anzupassen war ich zu faul. Auch ist es immer so eine Frage einem externen Dienst Zugriff auf alle Daten der Kommentatoren zu geben. Zumindest haben sie alle Kommentare auch brav in die WP-DB geschrieben und so war es leicht wieder davon auszusteigen. Zumindest das.

            Ich finde die Technik an sich nicht schlecht, beschäftige mich auch gerne damit. Nur vermischt sie sich so schnell mit dem Inhalt. Du schreibst über Besuche und Themen und trotzdem schreiben wir über Code, Kommentarmöglichkeiten, Plugins. Ich sollte mir ein Beispiel an Miss Sushi nehmen.

            Ob die Technik je weggehen wird, weiß ich nicht. Ein gewisses Grundverständnis finde ich wichtig. Daneben wird alles einfacher zu bedienen, sodass man es auch schafft ohne sich monatelang einzuarbeiten.

            Das mit den Bildern. Ich sehe die gesamte Entwicklung zum Geburtsurkundennamensweb (real ist Looka auch) gespalten. Es bringt die Welten näher, aber löst das Troll-Problem nicht. Viel eher verdrängt es die Ehrlichkeit aus den Blogs. Ich kann und will nicht dass jeder meiner Gedanken mit meinem Klarnamen in Verbindung gebracht wird. Es ist nun einmal so, dass ich für bestimmte Personengruppen eine Position eingenommen habe, die damit nicht vereinbar wäre. Auch wenn ich dazu stehe, dass ich etwas geschrieben, gedacht habe. Es muss aber noch nicht meine Meinung sein. Und Kreativität und so. Vielleicht schätze ich es auch falsch ein und die Gesellschaft wird dadurch offener.

            #hijacked

  2. Wie wärs, wenn du dich mal mit Eifer auf die Frauenwelt stürzt und ein paar neue Erfahrungen sammelst, von denen du uns dann brühwarm berichtest?

    Nur bitte nicht im MC-Winkel-Style, sondern durchaus mit Respekt gegenüber der Frauenwelt, wenn ich das bemerken darf.

    • Meine Güte, Miss Sushi? Von Dir habe ich ja nun ganz lange keinen Kommentar mehr gelesen – das letzte Mal war übers Sushi essen, passenderweise.

      Dankeschön.

      Nun, aktuell ist die Stürzerei rein terminlich nicht so ganz einfach und das ist nur eine Seite davon, warum es schwierig ist.

      Aber ein paar mittelaktuelle Sachen fallen mir schon ein. “My trouble with Women”? Viel passiert ist da im letzten Jahr nicht. Ich schaue aber mal… und halte die Augen offen.

  3. Die Stürzerei trägt ja gerade in sich, dass sie mit Terminen überhaupt gar nichts zu tun hat.

    Die Damenwelt würde es einem Gentleman wie dir sicher danken, und deine Leser auch, wenn du mit weniger Selbstmitleid schreibst. Zumindest wäre das meine bescheidene Empfindung.

    Also schieb keine Terminschwierigkeiten vor, sondern verbring durchtelefonierte Nächte lieber live mit neuen, unbekannten und aufregenden Frauen.

  4. Es ging mir mehr um die neuen Erfahrungen in der Frauenwelt, von denen ich so oder so gerne lesen würde.

    • Noch ein kleiner Nachtrag: Genau solche Kommentare – von dir wie von anderen Leuten – die wünsche ich mir mehr.

      Übrigens: Danke für den “Gentleman”. Den nehme ich einfach mal ganz unironisch an.

      Übrigens 2: Ganz interessant, was du weiter oben schreibst – ich habe MC Winkel nie wieder gelesen, nach dem ich ein paar seiner Stories aus genau diesem Grund ziemlich unerträglich fand. Ich glaube, da brauchst du dir bei mir trotz meiner diversen und angeblichen Geschmacksunsicherheiten bei manchen Themen keine Sorgen machen. Du darfst das selbstverständlich anmerken.

  5. Na, da bin ich ja froh, dass du mir doch nicht böse bist.

    Und das mit Sonntag überlegen wir uns nochmal. Sei es nur für die Inspiration zu neuen Beiträgen im Blog. Dafür gebe ich mich sogar her :-P