Wenn ich nachts nach Hause gehe, dann mache ich nur ganz selten Musik an. Das ist so, weil sonst Gedanken keinen Platz mehr haben. Die leisen, späten Gedanken, die sich nur im Dunkeln herauswagen. Schwere, warme Tropfen verirren sich auf meinen Kopf und einer rinnt mir über die Stirn und ich sehe die Straße vor mir nass glänzen. Ich gehe die Steigung empor und lasse die Gedanken heraus.
Solche.
Wenn ich ‘Inspektor Barnaby’ im Fernsehprogramm lese, dann fällt mir unweigerlich ‘Bartleby’ ein und ich bin weit weg vom Fernsehen, in Erinnerungen, auf anderen Kontinenten.
Mir fällt ein, wie ich in auf einem Rücksitz in einem Kombi in einem heftigen Regen nach Minden mitfuhr, um das letzte Mal in meinem Lieblingskino zum dritten Mal ‘Blade Runner’ zu sehen, am Tag nach dem Tod meines Großvaters. Wie taub sich alles anfühlte. Wie ich niemandem davon erzählen konnte.
Der gute Schmerz in meinen Oberschenkeln, weil ich wieder viel zu viel Fussball mit viel zu trainierten Jugendlichen gespielt habe.
Wie die Illusion des Films verfliegt, wie einem die Löcher in der Handlung auffallen, wie unglaubwürdig all das war. Die beruhigende Sicherheit, das nächste Mal wieder all die Logik und all das analytische komplett vergessen zu können, sobald die Trailer beginnen.
Dann bin ich zuhause.
Pingback: Guten Morgen | Too much information :: toomuchinformation.de