Ich, der Textilmonarch

“Hey, cooles Hemd, Mann!”

Wer hätte erwartet, dass ich noch einmal modische Akzente setze und tagelange Bewunderung für meine geschmackssichere Bekleidung empfange? Geneigte Leser mögen es vermutet haben: Ich mit Sicherheit nicht.

“Ey Mann, du bist der T-Shirt-König vom Festival. Echt.”

Sagt der Typ, den sie Hoschi nannten. Wer wird das anzweifeln? Ich jedenfalls mit Sicherheit nicht, nicht dass ich mich mit Absicht besonders Festival-tauglich ausgestattet hättet. Das eine Shirt hatte eine Kuh, das andere einen erbaulichen Spruch. Wer kann ahnen, welche Wirkung solches Zeug haben könnte? Vom bewundernden Blicken und Gesprächen mit hingerissenen Bewunderern will ich gar nicht über die Maßen sprechen; man will ja bescheiden bleiben. Als König.

“Ey Mann, aber heute bist du dann echt der T-Shirt King. Weißte.”

Ja, ich weiß Bescheid. Allerdings hätte ich lieber auf einen Tag weiterer Herrschaft verzichtet, um einen kleinen Funken Gutmütigkeit rechtzeitig ersticken zu können – der Moment, in dem ich “Ach, nimm mich mit. Ich muss nie kotzen. Kennst mich doch!” glaubte.

Nie wieder Bier und Pizza aus dem Wagen putzen, das wäre schön gewesen. Dankeschön.

P.S.: Ach ja, was ich nun genau für Shirts anhatte, das verrate ich nur für besondere Gefälligkeiten.

2 Kommentare

  1. Ein T-Shirt mit einer Kuh?!?! Die besondere Gelegenheit hast du schon mitgeliefert :)

    Edit: Ach, es heißt ja Gefälligkeit und nicht Gelegenheit. Mist.

    • Das Festival-Logo ist übrigens eine Kuh, eine mit einem Ohrring. Ich möchte betonen, dass meine Kuh eine andere Kuh war.