Mysterium 101

Gesammelte Kuriositäten.

Erst waren es die Tankstellen, die unbedingt noch einen kleines Einkaufszentrum an ihr Benzingeschäft hängen mussten, von dem sie nicht mehr leben konnten, nun sind scheinbar die Banken dran: In Gütersloh steigt man ins Cafégeschäft ein, weil es offenbar ums pure Überleben geht.  Ist Bankery neben einem Verbrechen an der englischen Sprache nun eher ein Geschäft nach dem Bänkerei-Vorgängen oder eine feine Vermengung von Bank und Bakery, in der aber definitiv nicht gebacken oder gar gebänkert wird? Man weiß es nicht.

Für die Leute, die  sich nach einem Besuch in der Bank immer noch nicht den Appetit verdorben haben. Für Leute, die notleidende Banken am Leben erhalten wollen. Merke: Nach dem Kredit erstmal einen Kaffee für die gute Sache. Jeder Muffin hilft!

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Bahnbrechendes aus der TV-Beilage.

Erst durch dieses Fundstück in der Küche alter Bekannter ist mir ein wichtiges Detail offenbart worden: Wir Stiere scheinen uns gelegentlich zu häuten. Vor allem, wenn die alten Muster feststecken.
Kein Wunder, wenn man sich die stierische Haut als eine Art lederne Tapete vorstellt. Wenn die runter muss, kann das in Arbeit ausarten.

Einige Fragen stellen sich mir: Hat der Stier eine berufliche und eine private Haut? Ist der Stier – und das würde alles ändern! – ein Reptil mit regelmäßigen Häutungen oder doch eher das Larvenstadium eines prachtvollen, vielleicht insektoiden Lebewesens? Wenn aus der Raupe nach der Häutung ein wundervoller Schmetterling wird – was schlüpft dann nach der Verpuppung aus dem Kokon eines Stieres?

Will ich das wirklich wissen? Interessante Bilder entstehen in meiner Hochleistungsphantasie…

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Teil des Problems

Teil des Problems

Etwas stimmt nicht mit der Welt und der Existenz und dem Planeten, ja mit dem Multiversum selbst scheint einiges im Argen zu liegen, wenn man sich die Gesamtsituation einmal vor Augen führt. Mir seit längerem geneigte Leser sind sicherlich bereits zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen wie ich, auch wenn das für sie – mit dem Gesamtbild des Multiversums vor Augen ein durchaus erinnernswerter Akt gewesen sein muss wie es für mich einer wahr.

Ich vermutete lange, dass wir allesamt zuwenig Zeit hätten. Das kann aber nicht sein, denn Zeit ist einfach da, man bewegt sich nur in ihr – darum sind auch Messinstrumente wie Uhren so lächerliche kleine Nervensäge. Nein. Der Planet und sein mittelbares Umfeld ist einfach zu schnell unterwegs. Ich bin sicher, dass man außerhalb dieses Sonnensystems weniger Klagen über hektische Tage zu hören bekommt – ich kann jedenfalls keinerlei Zitate darüber vorlegen und das nicht weil ich vielleicht nicht richtig gesucht hätte. Jeder weiß, wie gewissenhaft ich arbeite. Ich bringe regelmäßig den Müll vor die Tür. Ich habe einen Wecker und benutze ihn regelmäßig. Ich bin ein Teil des Problems. Denn:

Der Planet “Erde” hat es zu eilig. Er dreht sich viel zu schnell und wir sind schuld.

Wenn sich unsere geschätzte Kugel zu schnell bewegt, dann ja wohl deswegen weil wir so eifrig auf ihr rennen, fahren und schippern. Ihr kennt das von Artisten, die auf großen Bällen laufen und diese so fortbewegen; sogar manche wohltrainierte Tiere können das (und machen sich auf diese Weise mitschuldig). Dieser Planet namens Erde ist der große artistische Ball, den wir alle durch immer weiter beschleunigen und so dafür sorgen, dass wir nicht nur ständig müde, geschafft und abgespannt sind. Es bewirkt auch dass es immer so schnell dunkel wird und so früh morgen. Darum kriegen wir nie erledigt was wir schon immer gern tun wollten! Meistens jedenfalls nicht!

Zum Glück kann man etwas gegen diese besorgniserregende Entwicklung tun. Was? Lest weiter, denn ich habe die Lösung hier: Wir, die Verständigen und Hellsichtigen unter den Menschen (und unter den balancierenden Tieren) müssen uns widersetzen! Wir dürfen nicht einfach weiter in dieselbe Richtung eilen, die von uns erwartet wird! Nicht einfach weiterfahren, laufen, schippern, fliegen, kriechen, rollen! Tut das nicht. Haut den Rückwärtsgang rein und dann… gebt so richtig Gas in die Gegenrichtung.

Tut das genau jetzt und zwar alle gleichzeitig. Glaubt mir, danach fühlt ihr euch bestimmt schon eine Winzigkeit entspannter.

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Soeben ging wieder einmal einer diese hübschen Euroscheine aus meinem Besitz in den einer glücklichen anderen Person über und da kam mir ein Gedanke:
Warum eigentlich verschwenden wir so viel wertvollen Platz auf den Banknoten mit eigentlich nutzlosen Bildchen und Mustern?
Kann sich unser verschuldeter Staat solche Extravaganz überhaupt leisten? Warum ist der Bund der Steuerzahler still bei so einer unverantwortlichen Prasserei?
Die Antworten darauf kenne ich nicht, aber da die Kerninformation der kleinen bunten Zettel ja doch eher knapp ist, könnte man doch ein sparsameres Layout entwickeln und den Rest als Werbefläche vermitteln.
Ah, die Möglichkeiten… ich sehe sie bereits jetzt ganz deutlich vor meinem inneren Auge:

Euro -powered by Vodafone.

 

Noch 1000 mehr von diesen und ein neues Mercedes Benz Einstiegsmodell gehört ihnen.

Oder:

Vielleicht brauchen Sie jetzt doch unsere Hilfe.

Für einen wirklich unverschämt niedrigen Betrag und ein paar obligatorische Gorgmorg Werbeflächen würde ich mich von der Idee trennen. Bitte kontaktiert mich direkt. Bitte nur ernsthafte Anfragen.

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Es stimmt: Mir ging es schon bedeutend besser und hoffentlich bin ich bald wieder richtig fit. Aber aus irgendwelchen Gründen kann ich mich im Moment besser an meine Träume erinnern. Vor allem an den Traum von letzter Nacht.

Dieser war eine Spielshow mit Urlaubern als Kandidaten – unwahrscheinlich und traumhaft war bereits die Tatsache, dass ich einer davon war. Wir waren sehr in Eile, unser Schiff zu finden und an Bord zu gehen, aber das schafften wir dann doch noch. Dann gab es Luftaufnahmen der Bielefelder Meerenge mit ihren berühmten sonnenumspielten Steilküsten. Darauf thronen erhaben die prunkvollen Gebäude der mächtigen Doppelstadt, deren Hälften über eine kühn geschwungene Brücke verbunden sind: Dem Ostwestfalendamm.

Dazu gab es die Traumschiffmelodie, bis zum ersten Landgang an irgendeiner Insel. Vielleicht war es das legendäre Hagen, der geheimnisvolle Schicksalsfelsen. Der fröhliche Moderator eröffnete mir und meiner attraktiven Kabinengenossin, dass man unser Gepäck über Bord geworfen und wir so mit vier anderen zu Kandidaten seiner Show geworden waren.  Wir konnten uns nun neues Gepäck zurück gewinnen. Durch verschiedene Spiele. Natürlich waren wir ausser uns vor Freude – so lustig sollte jeder Urlaub anfangen.

Das erste Spiel war, den echten Beckenbauer unter fünf  Personen zu erkennen, die sich sehr ähnlich sahen. Ich gewann 10 Punkte, weil ich als Erster erkannte, das alle fünf echte Beckenbauer waren. Ich gewann einen Kondomspender aus Plastik, im Blumenform und ohne Inhalt.

Weil ich mich darüber beschwerte und mir doch wenigstens so etwas wie eine Badehose ausbat, wachte ich leider auf.

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Wenn mir irgendwelche kommerziellen Angebote auf Twitter “folgen”, dann gehen sie auch das Risiko ein, dass ich sie mir mal genauer anschaue. Das galt auch für dieses Exemplar, ein Internetshop für erotische Lifestyleprodukte, der sich “be inflamed” nennt. Moment, da war doch was? Ich erinnere mich noch an eine Menge Spass mit diese Wort in meinen Übersetzerzeiten.. aber nein:

Entdecke allein oder zu zweit, wie sanfte und fordernde Vibrationen, federleichte Berührungen, zarte Fesseln, erotische Fotos, stimmungsvolle Musik und warme Öle deine Sinne entzünden. Lass dich entflammen – be inflamed.

Sinne entzünden. Hm. Nun, das passt ja noch, auch wenn ich recht weiß, was sie damit meinen. Aber “lass dich entflammen”? “be inflamed”? Nein. Nun ist es ja leider so, dass “to inflame” so gar nicht bedeutet, was die Betreiber des Kölner Dildohandels sich scheinbar darunter vorstellen. Das mit dem entzünden stimmt ja, aber damit sind eher eiternde Wunden und schmerzende Mandeln oder brennende Bindehäute oder noch viel fürchterlichere Entzündungen viel weiter unten gemeint.

Tut mir leid, Jungs und Mädels: Ich habe ganz ehrlich ein wenig nachgeschlagen, aber auch renommierte Wörterbücher kommen zum selben Ergebnis wie Leo.

Natürlich will ich keineswegs andeuten, man könnte sich da etwas unerfreuliches holen, das Angebot sieht ja durchaus unterhaltsam aus. Ich habe mich da natürlich erstmal schlau gemacht. Aber so ein ganz klein wenig besorgt bin ich schon. Dieser Wunsch im Namen des Unternehmens… ob die wirklich mein Wohl im Sinn haben? Noch wichtiger: Hat denn niemand auch nur eine Sekunde daran gedacht, den Begriff man nachzuschlagen, der ja nun so überhaupt rein gar nichts mit Feuer zu tun hat? Da hat doch sicher auch mal eine Werbeagentur oder ein Webdesigner die Finger im Spiel gehabt.

Geschenkt: Einiges wird sicher brennen, aber dazu braucht es keinerlei Funken – das schafft auch eine ganz einfache bakterielle Infektion. Warum den Shop nicht alternativ “lass jucken” nennen? Das ist dann sogar in deutsch und absolut volksnah.

Wie schreibt man da noch im Twitter?

Wir sind nicht gruselig, aber geil.

Nun…

… da bin ich mir noch nicht so sicher.

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