Ich mag die Academy Awards…

Photo Credit: Dave_B_

Ihr werdet es vielleicht nicht verstehen: Ich schaue mir fürchterlich gern die endlose, langatmige Oscarverleihung an. Nicht die Zusammenfassungen, die uns die nächste Woche verfolgen werden, sondern die Übertragung. Am liebsten hätte ich sogar die Originalwerbung. Genau kann ich euch diese Faszination wohl nicht erklären. Aber Sushi kann man auch nicht erklären, man teilt entweder die Vorliebe oder kann sie nicht nachvollziehen, oder?

Leider habe ich aber auch einen Job und muss um sechs Uhr aufstehen, darum fällt die Übertragung für mich wohl weitgehend flach. Aber der Traum, mit guten Leuten gemeinsam und mit ordentlichen Drinks gemeinsam mitzufiebern, die teils entsetzlichen Längen der Show durchzustehen, am Ende der Triumph, nicht eingeschlafen zu sein – der lebt weiter. Nicht alle würden es schaffen, aber Dabeisein wäre ja fast alles, finde ich.

Eines Tages, Leute. Eines Tages.

 

 

Ihr sagt Sachen und ich verstehe… irgendwas. (1)

Ihr sagt was von Bubble Tea…
Blasentang

Blasentang. Delikat.

…und ich denke an Blasentee. Oder Blasentang? Egal: Was ich jedenfalls nicht denke ist “Mmh… lecker!”. Keine Ahnung, wie Bubble Tea schmeckt, aber komischerweise bin ich nicht so neugierig. Wieder so eine Trendgeschichte, die ich leider verpasse.

Na gut, nun habt ihr mich – ich kann es zugeben: Ganz sicher werde ich aus exakt diesem Grund die nächsten Nächte hellwach verbringen und mich trotzdem immer noch kein Stück für eure neue Plörre interessieren. Bionade war nämlich auch gar nicht mal so lecker. Nichtmal als sie noch mit Bioland-zertifiziertem gutem Gewissen aromatisiert war. Ich habe Bionade nicht vergessen, Leute. Litschi? Wirklich?

Ihr könntet ja mal zugeben, dass Bionade (ohne Gewissen) nun auch nicht mehr so besonders lecker ist. Abgesehen von der “Litschi”-Geschmacksrichtung, die war immer böse – das Zeug konnte auch kein Gewissen retten.  Eine Entschuldigung wäre übrigens auch mal angebracht. Egal: Euer Blubbertee ist sicher nur eine weitere flüssige Foltermethode, die entwickelt wurde um speziell mich zu peinigen.

Die Masche zieht bei mir nur einmal.

Einkaufsbeute.


Manchmal sind meine Einkäufe für Außenstehende nur schwer zu identifizieren – ich denke da gerade an die hier abgebildete Errungenschaft. Shopping macht meiner Meinung nach viel mehr Spaß, wenn man nicht nur länger seine Ziele recherchieren muss, dann nach gefahrvoller Suche fündig wird und danach seine geneigten Leserinnnen und Leser verunsichern kann. Was für eine Freude!

Also, was ist das?

Namen, die auf Geschichten warten.

Vermutlich wusstet ihr noch nicht dass ich ein ebenso portables wie bisher geheimes Archiv mit mir herumtrage. Egal wohin ich auch gehe, es geht mit mir. Es besteht aus Zetteln, die sich manchmal in Notizbüchern befinden, manchmal auch nicht. Gelegentlich tippe ich deren Inhalt in mein Smartphone, damit die kostbaren Wörter darauf niemals verliere. Diese Wörter sind Namen.

Viele meiner Freunde schreiben auch auf die eine oder die andere Weise und oft beklagen sie sich darüber, dass ihnen keine Namen einfallen wollen. Deren Problem habe ich überhaupt nicht.

Mir fallen ständig alberne oder tolle Namen ein, manchmal sogar tolle alberne Namen. Ich muss sie unbedingt notieren, damit ich sie nicht wieder vergesse. Einmal vergessen kommen sie fast niemals zurück. Sie sind also kostbar und müssen unbedingt festgehalten werden.

Vielleicht notieren meine schreibenden, Namens-armen Freunde einfach nicht so viel wie ich.

Ein wenig kniffliger ist es allerdings, zu den Namen passende Geschichten zu finden. Einige illustre Gestalten warten in meinen Notizen, um irgendwann eine Person zu finden, auf die sie gewartet haben. Sie gelten als schwer vermittelbar. Aber sagt ihnen das nicht ins Gesicht.

Manche haben schon eine Gestalt, wie Krallburga – zweifellos eine Katzendame mit der ihr zustehenden Würde. Sie schämte sich bestimmt sehr, wenn man ihren Namen als “vielleicht etwas albern” beschriebe.

Wieder andere haben schon den richtigen Klang für eine bestimmte Rolle wie Costeau Schmidt – der hat einen gewissen Schwung, oder? Wohl einer der Guten, aber sicher nicht ohne eine Neigung zur Arroganz… nein, nicht wirklich. Leute, die so etwas sagen, die verstehen ihn einfach nicht richtig.

Vielleicht habe ich eines Tages sogar Zeit und Muße, um den glorreichen Düsengrafen in der richtigen Geschichte unterzubringen.

Wo ich jetzt darüber nachdenke: Nicht vielleicht. Mit Sicherheit sogar. Ich sehe sie schon vor meinem inneren Auge entstehen:  Erst, wie er aussieht, nämlich bärtig – schnauzbärtig – und dann die Geschichte, die nicht etwa über den Wolken spielt, sondern…

Oh, ich sollte nicht immer so müde sein.

Winteransicht


Gütersloh ist kein besonders fröhlicher Ort, schon gar nicht in dieser Jahreszeit. Man schaue sich nur diese mangelhaft ausgeleuchteten und zutiefst deprimierten Bäume an. Sie spüren vermutlich, dass meine Mittagspause gleich vorbei ist…

Es ist ganz einfach, mit dem “Kleinkram” am Blog einen ganzen Vormittag zu verplempern. Für mich ist das eine Kleinigkeit. Ich muss mir nicht die geringste Mühe geben um kostbare Zeit zu verbrauchen, die ich anderweitig durchaus schon verplant hatte.  So hat nun dieses Blog die meisten der alten Funktionen zurück – ich würde sagen alle, aber einige habe ich vielleicht vergessen. Um die ist es dann wohl auch nicht so schade. Viel wichtiger: Gorgmorg ist nun frisch und vitaminhaltig.

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