Abnehmen

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Wenn ich mich so im Spiegel anschaue – was eher selten geschieht – dann stört mich nicht viel. Die grauen Haare sind mir weitgehend egal, ich find’ sie sogar ganz elegant. Immerhin habe ich noch Haare, was sicher nicht alle Männer in den 30ern von sich sagen können. So im Seitenprofil stört mich auch wenig: Stattliche Züge, edle Nase, eine steile Stirn, die den Hochleistungsverstand dahinter verrät. Wenn man allerdings weiter herunter schaut…

Also, um eine Sache mal klarzustellen: Ich bin nicht dick. Oder fett. Allerdings muss ich inzwischen zugeben, dass sich mein Gewichtssschwerpunkt in den letzten Monaten immer mehr in Richtung Bauchnähe bewegt hat. Ich wollte doch eigentlich die alten Hosen wieder tragen, die mir nicht mehr passen – anstatt dessen muss ich wohl bald mal wieder neue Beinkleider anschaffen. Dabei koche ich mir ja fast immer gutes Zeug – jawoll! – und ich leide auch nicht gerade unter Bewegungsmangel. Manchmal lässt sich Sport ja in meinem Beruf nicht vermeiden.

Ich mag meine Hosen und der Gedanken an eine Trennung schmerzt. Ein paar Kilo dürfen also runter. Nur, wie? ich kann mir doch nicht etwa eine Brigitte anschaffen und die todsichere Diät der aktuellen Ausgabe starten – das bisschen Rest-Stolz will ich nicht auch noch verlieren. Was auch gar nicht geht: Ähnliche Angebote der Men’s Health – ich würde ja nach zwei Wochen aussehen wie diese grinsenden Waschbretter auf dem Cover. Undenkbar. Ein Mann braucht immerhin noch sowas wie Bauchansatz, behauptet die weiseste und gleichzeitig erotischste Frau des Planeten1. Ich bin nicht so töricht ihr zu widersprechen.

Ich werde also versuchen mich etwas zu verknappen. Ich will versuchen, etwas weniger Bier zu trinken – ein schrecklicher Gedanke, ich brauchte ungefähr eine halbe Stunde um den nötigen Mut zum tippen zu sammeln – das schaffe ich schon. Für eine kleine Weile. Außerdem bin ich wohl das, was mein Bruder über einige seiner bissigen tropischen Fische sagt: “Ein gieriger Fresser.” Etwas langsamer und weniger …haltlos zu tafeln, das wäre auch so eine Maßnahme.

Außerdem: Ich hörte, dass allein zu essen extrem dick macht. Bedeutet eindeutig: Ich sollte mich mehr einladen lassen. Hehe. Das klingt immer besser.

  1. Sowas gibt es. Einmal. []

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Nun hatte ich bis vor kurzem einen satten Monat Überstunden und Urlaub zu verbraten und was soll ich euch sagen: Das sieht man mir auch an. Vor allem so um den Bauch rum.

Ich glaube, ihr versteht schon. Erhöhte Schwungmasse und all das, um es mal freundlich auszudrücken.

Das schaffe ich inzwischen ziemlich schnell; gemeinerweise werde ich die Pfunde auch flott wieder los. Wenn das bloß nicht so verdammt unangenehm wäre! Vor allem allein. Ich trinke und esse ja auch in Gesellschaft, warum wird man die tonnenschweren Folgen nicht auch ähnlich spaßig los?

Habt ihr hilfreiche Hinweise? Sonst muss ich warten, bis mich die Arbeit wieder ein wenig aufzehrt. No fun.

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Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass man am schnellsten durch Sport, eine geänderterte Diät oder Hungern an Gewicht verlieren könnte. Es geht aber viel einfacher, wenn man per SMS mitgeteilt bekommt, dass die Operation gut gegangen ist und bald jemand aus dem Krankenhaus abgeholt werden kann.

Man macht sich ja schon Sorgen, weil das ja am Herz war und man hört ja immer solche Gesichten. Leute, die bei einer einfachen – ha! – Untersuchung per Herzkatheter einen Schlafanfall bekommen haben. Ich jedenfalls bin ganz groß im Sorgen machen.

Und so kann ich dann auch spontan dreivier Kilo verlieren, die dann direkt vom Herzen (meinem) fallen.

Daher ist es wohl erlaubt, wenn ich einen Teller mehr Pasta mit Schafskäse und Salbei esse, oder?

Das geht so:

Du brauchst eine Packung Spaghetti, einen Block Schafskäse1, eine ordentliche Handvoll Salbeiblätter2, Olivenöl und Pfeffer sowie Salz. Du kannst schonmal as Wasser aufsetzen, die Nudeln können während der Zubereitung ruhig schonmal kochen. Den Salbei waschen und kleinschneiden, den Schafskäse in zirka 5mm große Würfel würfeln – das muss nicht einmal sonderlich sorgsam geschehen.

Wenn die Nudeln fertig sind, Wasser abgießen, eine gute Ladung Öl dazu, Käse und Salbei drauf, gut pfeffern und vermischen, bis der Käse geschmolzen ist und sich mit den Rest verbindet. Ich mache das gern auf der ausgeschalteten Platte, das macht es einfacher und schneller.

Reicht für 3-4 richtig hungrige Personen.

  1. 200g oder so []
  2. Idealerweise frisch []

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