Ärger

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Es gibt manchmal so Tag, an denen ich gleich nach dem Aufwachen zur Einstimmung den Wecker durchbeissen könnte. Die Dusche hat nicht die richtige Temperatur und ich bin natürlich wieder zu lange liegengeblieben, was mich wütend macht. Ich weiß nur nicht recht, worauf.

Es macht mich wütend, dass ich niemand aufgewischt hat, der nicht ich bin. Es macht mich wütend, dass ich aufstehen muss, wenn mich nicht gerade die Tatsache wütend macht, dass ich so träge bin. Außerdem ärgert mich dass ich arbeiten muss und natürlich die wichtigen Termine mal wieder abgesagt wurden, wie ich nach dem Ankurbeln des Diensttelefons feststellen muss. Da muss ich wieder nachhaken. Schon wieder – das macht mich knurrig.

Ich bin sauer, weil ich Bauchweh habe und noch mehr, weil ich durch die Ärgerei noch mehr Bauchweh bekomme – ich bin ganz berechtig ausgesprochen entrüstet über diese Wut, die ich mir nicht erklären kann. Niemand war gemein zu mir. Aber trotzdem… ich bin fast sauer, weil niemand gemein zu mir war und ich bin böse auf mich, weil ich wütend bin, ohne das jemand gemein zu mir war.

Also warte ich mal auf den Reis, der nicht schnell genug fertig wird und – das ahne ich schon – wieder nicht die richtige Konsistenz haben wird. Aber ich werde jedes einzelne Korn gnadenlos zermalmen und dann wieder ganz sommerfrisch meine ersten Hausbesuche machen.

P.S.: Der Reis ist ziemlich gut geworden, muss ich zugeben. Eigentlich perfekt, vielleicht das erste Mal. Reis ist meine Schicksalsbeilage. Wie steh ich denn jetzt mit meinem Blogbeitrag da? Mal wieder total unglaubwürdig. Also echt, ich könnte… grrrrr!

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Im Januar habe ich mein Nokia zum Netzanbieter namens Sauerstoff eingeschickt, weil ich es nicht mehr an den Computer koppeln konnte, per USB. Ich bekam es zwei Wochen später zurück. Geprüft, kein Fehler gefunden – laut Lieferschein. Nun, der Fehler war noch da, allerdings waren wie üblich alle Daten gelöscht und die neueste Software aufgespielt1.

Ich schickte es also prompt wieder ein. Das Problem mit meinem Gerät wurde schon bei der Annahme als “Softwarefehler” eingestuft, was mir schon ein leicht ungutes Gefühl auslöste. Schließlich hatte ich mich bereits ausführlich geärgert, als das Ding nicht rund lief – weder mit der Software, mit er ich es eingeschickt hatte noch mit der “frischen” von Firma Sauerstoff. Zwei Wochen vergehen, dann noch eine und an deren Ende eine Email – es würde noch einmal zwei Wochen dauern, weil ein Ersatzteil nicht lieferbar sei. Das ungute Gefühl wurde während dieser Zeit nicht besser – die Garantiezeit war nämlich inzwischen abgelaufen, früher hatte mir Sauerstoff ohne Murren umgehend ein Austauschgerät geschickt. Immerhin haben sie N95s en Masse, sie bieten die Dinger in einer 1€-Aktion an. Das Verhalten hier war neu. Ich wartete also, was blieb mir auch übrig?

Am Montag – inzwischen befinden wir uns bekanntlich im März (!) – trifft das Gerät ein, laut Lieferschein mit einer neuen Platine. Nun gut, der Deckel des Akkufaches passt farblich nicht mehr zum Rest, aber ich will ja nicht meckern. Immerhin haben sie mehr als die Platine ausgetauscht, da ist sogar ein neues Display. Warum eigentlich? Ein Blick auf den USB-Port macht mir dann doch Sorge: Er sieht ganz schön verbogen aus. Aber ich probiere es dann doch, ganz ganz vorsichtig verbinde ich Rechner und Mobiltelefon. Der Handybildschirm wird schwarz und das Ding will nicht mehr. Ich starte neu. Wieder dasselbe Verhalten.

Nun, was tut man in solchen Fällen? Man schreibt eine höfliche Reklamation mit Bitte um Nachbesserung. Ich muss kurz erwähnen, dass ich mich sehr zurückhalten konnte, worauf ich stolz bin. Immerhin hatte ich in diesem Moment ganz erstaunlich grafische Phantasien. Es kam Gewalt darin vor und nicht wenig. Ich schrieb am Ende nur:

“Ich muss hoffentlich meinen Unmut nicht im Detail schildern.”

Immerhin bekam ich schnell Antwort: Eine maschinell erzeugte Standartantwort. Ich sollte meinen Vertrag verlängern, denn da hätte ich nach ein paar Monaten das Anrecht auf ein neues subventioniertes Gerät. Aber die Garantiezeit sei nun abgelaufen, sie könnten leider keine Reparatur mehr anbieten.

Of course this means war.

  1. Ich frage mich, wie die das machen – per USB geht es jedenfalls nicht. []

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Na. Ich weiss nicht ob es jemals eine zweite Ausgabe geben wird – möglichweise schon – aber wenn ich heute mal etwas die Außenwelt wahrnehme, dann ärgere ich mich etwas. Warum? Nun…

  1. Bahnbrechende Neuigkeit: Der Papst ist ein Arsch.. Ja, wirklich. Das war er übrigens auch schon bevor er Papst wurde. Damals noch der Strippenzieher und Finsterling vom Dienst. Heute ist er ja angeblich nicht mehr in der Lage zu realisieren, dass Zitate gern aus dem Kontext gerissen werden und man daher sehr vorsichtig sein sollte, sie zu verwenden. Insbesonders in einer Funktion, die in theologischer (katholischer) Hinsicht unfehlbar* ist. Natürlich ist das für die anderen Arschlöcher ein gefundenes Fressen. So ein Zufall. Ratzinger hat das nicht geplant? Das würde mich doch sehr an seinen Fähigkeiten zweifeln lassen. Meine Güte, ist diese öffentliche Diskussion geheuchelt.
  2. Grauenhaft: Kalk im Büro-Wasserkocher. Ehrlich. Dagegen hilft auch der stärkste, selbst mitgebrachte Tee nicht. Wenn die ansonsten quietschsaubere Küche nicht mal ein Entkalkungsprogramm einführt, werde ich einschreiten. Der letzte Schluck aus der Tasse knirscht.

Hach. Das hat Spass gemacht! Schalten sie auch nächstes Mal wieder ein.

*Wenn er wirklich will, jedenfalls. Danke Richard.

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