Ich bin wieder da. Bevor ich mich aber in ein richtig spannendes Posting vertiefe, erstmal eine kleine Fingerübung. Knack-Knick (das waren die Fingerknöchel).
Apples kleine Computerreihe hat also ein Vierteljahrhundert überdauert, was an und für sich ja schon eine beachtliche Leistung in dieser Branche ist.
Mein erste Mac war ein LC, den ich auf spontan auf dem Parkplatz vor meiner damaligen Stammabsteige geschenkt bekam. Das Ding hatte einen Schwarzweißmonitor und eine Maus, die nicht mehr recht klicken wollte. Es muss kurz nach dem Start von Windows 98 gewesen sein; der LC war schon lange nicht mehr konkurrenzfähig und landete bald in einer Kiste auf dem Dachboden meiner Eltern, wo ich ihn beizeiten besuche. Ich achte aber mit Argusaugen darauf, dass er nicht entsorgt wird: Der alte Mac ist so nett! Er begrüßt freundlich seinen Benutzer und ist konsequent zuende gedacht.
Die nächsten 10 Jahre blieb es dann auch bei diesem kurzen Kontakt, danach habe bin ich dem Lockruf des MacBook erlegen, auf dem auch diese Zeilen entstehen.
25 Jahre – ich kann also mit einer gewissen Rechtfertigung erwarten, dass die bekannten Grabenkämpfe zwischen Apple-Besitzern und Nicht-Fans wieder aufflammen. Bestimmt kommt auch wieder mein Lieblingsspruch ins Spiel, den ich vor einer guten Stunden tatsächlich auch im Radio hörte: “Computerfirmen haben Kunden, Apple hat Jünger“. Man kennt es ja schon zu genüge, die “Apple ist unfehlbar!”-Maxime, die “Macs sind völlig überteuert!”-Legende und andere scheinbar unauslöschliche Streitherde.
Tatsächlich ist es so, dass die allermeisten Mac-User ihre Rechner mögen; eine schlichte Tatsache, der nichtsdestotrotz viele PC-Besitzer scheinbar mit völligen Unverständnis begegnen.
Es ist schon so: Auf dem Papier, Feature für Feature aufgerechnet, kann man für jeden Mac einen auf dem Papier etwas leistungsfähigeren und trotzdem etwas billigeren Windows-PC konzipieren.
Für eiskalte Rechner ist die Kalkulation damit klar. Ich bin nicht eiskalt, aber ich würde nicht behaupten, unpragmatisch zu sein:
Ich gehe davon aus, dass ich viele Stunden mit dem neuen Computer zu tun habe – dabei werde ich ihn länger ununterbrochen anstarren als die allermeisten Menschen in meinem Leben und vermutlich auch länger mit ihm zusammenarbeiten.
Wenn ich die Wahl habe, dann wähle ich meine Gesellschaft nicht nach IQ, Körpermaßen, funkelndem Gebiss, Ruhepuls, Kontostand und Biographie aus. Da schau ich mal drauf und dann vergesse ich es wieder.
Ich arbeite gern mit Leuten zusammen, mit denen es angenehm ist; mit denen ich mich wohl fühle, die mich inspirieren und auf die ich mich (fast)jeden Morgen freue. Arbeit geht dann auch viel flüssiger.
Das ist mehr als die Summe der einzelnen Teile und nicht so einfach in einer Tabelle auszurechnen. Mir ist z.B. völlig egal, ob da nun eine Druckvorschau 5 Sekunden schneller zu sehen ist – solange mir bis dahin möglichst wenige Frusterlebnisse untergekommen sind.
Und darum arbeite ich lieber mit einem Mac.
Ist doch ganz einfach.



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