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Manchmal passieren Sachen, die mich aus meinem wohlgeübten Blog-takt bringen, die mich schocken und alles an Schreiberei sich so ausgesprochen fehl am Platz und sogar unmöglich anfühlen lässt:

“Hey Gorgmorg, du fühlst dich unmöglich an.” – das sagt man doch nicht seinem Weblog.

Und dann bleibt es hinten im Hühnerstall stehen und wird langsam zu etwas, das man lieber nicht mehr gern anfasst. Nicht, ohne zuvor ausgiebig mit dem Gartenschlauch abgespritz worden zu sein. Das kann schon in ein paar Tagen passieren.

Man musste mich sogar daran erinnern, dass ich eingerostet bin. Habe ja nichtmal mehr Blogs gelesen. 76 ungelesene Beiträge im Feedreader, das hätte es früher nicht gegeben. Unhaltbarer Zustand. Also, es geht weiter, ich habe es ja auch vermisst.

Ihr müsst mich nur etwas anschieben, dann macht der Anlasser den Rest. Die Bloggarie ist nämlich ziemlich leer.

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Mein Experiment, jeden Tag einen Blogpost abzusondern ist beendet, hoffentlich nicht zu spät, um nicht wahnsinnig zu werden. Akute emotionale Erschöpfung und Einsamkeit mit Beiträgen bekämpfen zu wollen, in denen es mangels Themen doch nur um den Schreiber geht, der sich langweilt und langsam irre wird – das ist der Weg in den Abgrund.

Ich hoffe, ich muss nie wieder jemandem in nächtlichen Telefonaten den Suizid ausreden. Diese Art von Erschöpfung entlädt sich bei mir schnell in Textform. Warum lasse ich mich immer wieder für sowas einspannen oder besser: Warum ziehe ich solche Menschen an?

Irgendwann wird man nämlich traurig oder wütend, vor allem über sich selbst und ich merke das meistens erst, wenn ich reumütig einen Beitrag löschen muss, über den ich nach etwas Schlaf nur eines denken kann: “Ich kann das nicht gewesen sein, oder?” Natürlich lesen das genau die Leute, die man gern bei sich hätte und natürlich bekommen sie genau den richtigen Eindruck: Der Mensch, der den Mist da soeben geschrieben hat, den will ich nicht sehen.

Ich würde den Autor dieses Blogs auch nicht immer treffen wollen; trotzdem begegnen wir uns häufig, egal welche Anstrengungen ich auch unternehmen mag, um das zu vermeiden.

Natürlich ist der 23:47 Stunden am Tag nicht dieses Wesen. Aber in diesen 13 Minuten entstehen dann eben diese Texte…

In meinen gut 9 Jahren Blogeschichte ist mir das schon zweimal passiert und damals habe ich mit einer dramatischen Geste und dickem Pathos den Laden zugemacht; das werde ich nicht tun.

Was ich tun werde: Weniger schreiben, vielleicht einmal die Woche. Wenn ich etwas zu sagen habe. Mir geht es gerade nicht gut, aus verschiedenen Gründen, die nun so gar nicht hier in das Weblog gehören – auch das ist ein Grund, weniger zu produzieren, dafür aber bessere Geschichten.

Ansonsten: Ich ziehe mich langsam aber sicher aus dem Internet zurück – vielleicht verschwinder ich nicht aus dem Netz, vielleicht werde ich keine Accounts löschen, aber weniger aktiv und offen sein. Diesen Trend habe ich lange gar nicht bemerkt – aber ich mache keine Webseiten mehr, ich bin fast komplett aus der Spieleszene raus, ich moderiere keine Foren mehr und ich übersetze schon lange keine Spieletexte mehr.

Ich denke, das Formspring Teil lasse ich noch drin, für einige Wochen,aber sicher nicht langfristig. Der Chat bleibt, damit könnt ihr mich wirklich fast immer erreichen. Probiert es einfach – wenn ich nicht kann, reagiere ich eben nicht. Oder später, wenn ihr eine Mailadresse hinterlasst, oder so.

Ich will etwas machen, auf das ich stolz sein kann. Nicht nur Leute kennen, auf die ich stolz bin – ob ich sie nun regelmäßig sehen kann oder nicht. Und wenn ihr mich immer noch lest… schreibt mir doch mal einen Kommentar. Um ganz ehrlich zu sein und ganz ohne Seelenstriptease: Ich habe – ganz privat – eine Menge Gespräche hinter mir, die mich enorm ausgelaugt haben und ich kann menschlichen Zuspruch gebrauchen. Oder ‘nen Schnaps. Aber alleine mag ich nicht.

So, jetzt ist es raus. Wir lesen uns, hoffe ich.

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Eine mysteriöse Dame und zwei mir bekannte Herrn haben den Motor für ein neues Weblog angeworfen, welches Acker und Vieh heißt, sich aber interessanterweise trotzdem mit Computer- und Videospielen beschäftigt. Da ist noch nicht nicht viel zu sehen. Das was da ist, finde ich aber gut. Es wird aber bald noch viel toller. Wirklich wahr!

Ich les das jetzt immer.

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Vielen Dank für die vielen Besserungswünsche; so schlimm war es aber wirklich nicht, war und bin noch etwas erkältet und wenn ich Kopfschmerzen habe, ist meine Motivation zum gorgmorg schreiben nicht so großartig ausgebildet.

Um ehrlich zu sein, bin ich aktuell mit dem Konzept dieses Weblogs gar nicht so zufrieden. Ich schreibe hier ja nicht unter Pseudonym, alles was ich hier veröffentliche ist irgendwie Teil meines Lebens und zu 70% nicht erfunden. Ich habe Zweifel, ob ich wirklich alles in Gorgmorg unterbringen kann und will, was mich interessiert, was früher nie ein Problem war; heute ist es eines. Viele Leute lesen mich und nur einige kennen mich gut, was ein deutlicher Unterschied zu den Zeiten war, in denen ich jeden Leser hier persönlich kannte. Und mit persönlich meine ich: “Wir sehen uns regelmäßig.” Hm-Hm, eine gute Lösung will mir auch nicht einfallen. Ich werde wohl mit den Weisen aus dem Abendland einen Diskurs führen müssen.

Die andere Seite des schreibenden Lebens ist, dass ich wieder zunehmend anderes Material verfasse, in Form von Geschichten und weit weniger interessanten Schreibereien; das kostet nicht nur viel Zeit, ich ertappe mich auch zusehens öfter dabei, dass ich Ideen lieber in “richtigen” Texten unterbringe, als sie in Blogbeiträgen zu verheizen. Auf die Dauer bringt mir das mehr.

Natürlich werde ich nicht aufhören zu bloggen, das ist ja wohl klar. Aber die Form in der das stattfinden soll, die bereitet mir etwas Kopfzerbrechen. Denkanstöße und Ideen sind sehr willkommen!

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Nach meinen Problemchen mit dem bei WordPress mitgelieferten Akismet Anti-Spam Plugin, das bei mir nach langen treuen Diensten plötzlich und unerklärlich sämliche Nicht-Admin Kommentare gnadenlos löschte (so ähnlich wie in China), habe ich Spam Karma 2 eine Chance gegeben. Dabei handelt es sich um ein alternatives Plugin, das auch die Akismet Datenbanken benutzt, aber ansonsten andere Wege geht. Soweit, so gut – es scheint zu funktionieren und liefert gleich noch einen ganzen Berg neuer Einstellmöglichkeiten mit.

Für den Moment kann ich es also empfehlen – warten wir ab, wie es sich auf lange Sicht entwickelt.

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Da springt aber jemand spät auf den rollenden Zug auf: Comicschmiede Marvel hat eine eigene Blogplattform eröffnet – Marvel Blogs – derzeit scheinbar nur für eigene Angestellte. Nachdem sie vor kurzem ein eigenes Wiki aufgemacht haben, das eifrig von Heerscharen nerdigster Comicnerds gefüllt wird, Podcasts veröffentlichen… kann eigentlich die logische Folge ein komplettes Redesign der Website im Web 2.0 Stil auf Grundlage von Rails folgen :)

Mir gefällt sowas.

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