Bücher

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Jane Charlotte has been arrested for murder.

She tells police that she is a member of a secret organization devoted to fighting evil; her division is called “The Department for the Final Disposition of Irredeemable Persons”—“Bad Monkeys” for short.

This confession earns Jane a trip to the jail’s psychiatric wing, where a doctor attempts to determine whether she is lying, crazy—or playing a different game altogether.

Das neue Buch von Matt Ruff, Autor von Fool on the Hill, G.A.S. und Set this House in Order (deutsch “ich und die anderen” – doof, oder?)… ist da – und ihr könnt darauf wetten, das auch dieses Werk früher oder später seinen Weg in meine Klauen finden wird. Die Webgrafik für die Kampagnenseite mag ich und daher gibt es hier auch den Link. Na gut: Es ist auch eine billige Ausrede, um zigtausend Amazon-Links unterzubringen. Aber wenn ihr ein paar sehr gute Bücher kaufen wollt und mich außerdem noch reich und glücklich machen könnt – das wäre doch eine feine Tat für heute, oder?

Das sind auch wirklich gute Bücher. Echt.

P.S.: Das neue Buch heißt – wie du ganz richtig vermutet hast – Bad Monkeys.

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Aus John Crowleys “Endless Things”:

Dawn winds rising as night turned pale. It was there that it started; and if it wasn’t there it was somewhere else, near there or far off, where? If it had no starting place, it could have no ending.
“I’ll do what I can,” he said.

Solche Zeilen sind zu großen Teilen dafür verantwortlich, dass ich Crowley so gern lese.

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Ein Beitrag in Matt Ruffs Weblog (nicht etwa in seinem eigenen) brachte mir die frohe Botschaft – der letzte Teil der Ægypt Tetralogie ist endlich kurz davor, von uns langsam und genüßlich gelesen zu werden. Das gletscherhafte Tempo und der gewaltige Atem der Reihe – die Handlung teilt sich in mindestens drei parallel laufende Erzählstränge über den Lauf von Jahrhunderten – machen die Bücher nicht zu potentiellen Bestsellern… aber… vielleicht bist Du ja eine Person, die für Crowleys Bücher geeignet ist. Falls ja, dann findest Du möglicherweise Zugang zu den besten Büchern, die ich jemals(!) gelesen habe. Nur wenig von ihm gibt es auch auf deutsch, und abgesehen von seinem wenigstens antiquarisch noch erhältlichen Meisterwerk Little, Big auch selten dauerhaft im Druck. Der Mann wird wohl nicht zu Unrecht mit Thomas Mann und Pynchon in eine Reihe gestellt, hierzulande ist er nicht sonderlich bekannt.

Crowley’s eloquent and captivating conclusion to his Ægypt tetralogy finds scholar Pierce Moffet still searching for the mythical Ægypt, an alternate reality of magic and marvels that have been encoded in our own world’s myths, legends and superstitions. Pierce first intuited the realm’s existence from the work of cult novelist Fellowes Kraft. Using Kraft’s unfinished final novel as his Baedeker, Pierce travels to Europe, where he spies tantalizing traces of Ægypt’s mysteries in the Gnostic teachings of the Rosicrucians, the mysticism of John Dee, the progressive thoughts of heretical priest Giordano Bruno and the “chemical wedding” of two 17th-century monarchs in Prague. Like Pierce’s travels, the final destination for this modern fantasy epic is almost incidental to its telling. With astonishing dexterity, Crowley (Lord Byron’s Novel) parallels multiple story lines spread across centuries and unobtrusively deploys recurring symbols and motifs to convey a sense of organic wholeness. Even as Pierce’s quest ends on a fulfilling personal note, this marvelous tale comes full circle to reinforce its timeless themes of transformation, re-creation and immortality (Publisher’s Weekly)

Die gebundene Originalausgabe erscheint am 1. Mai und kostet nur 20€ – natürlich habe ich vorbestellt.

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Ich versuche durchaus auch privat einigermaßen fair zu sein – sogar online, und wenn man mich nach meiner Meinung zu einer Person fragt, will ich auch fair sein, wenn ich bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht habe. Selbst wenn andere grausige Geschichten erzählen und fürchterliche Analysen machen. Immerhin gibt es über mich auch gewisse Legenden, die natürlich allesamt völlig aus der Luft gegriffen sind.

Gestern hatte ich wieder so einen Fall… besonderer Art. Ich hatte mich auf Nachfrage für einen Menschen ausgesprochen, der mir dann aber in einem Chat mittels Privatnachrichten plötzlich sehr anschaulich den Grund erklärte, warum ihn so viele Leute für einen aufgeblasenen, egozentrischen Popanz halten: Er ist nämlich ein aufgeblasener, egozentrischer Popanz. Vermutlich hielt er mich für einen Verbündeten, vielleicht aufgrund von … Legenden? Wer weiss. Jedenfalls konnte ich nun so einige Vorurteile nachvollziehen.

Es tut mir nur leid um die arme Person, die sich in diesen rücksichtslosen Schleimer verknallt hat und mich um Rat gefragt hatte. Selber schuld? klar. Ich wünschte nur, sie hätte mich einen Tag später gefragt.

Ansonsten: Ich sollte keine halbfertigen Kurzgeschichten mehr an meine ehrlichen (aber liebevollen) Kritiker schicken, sondern meine Werke mindestens eine Woche ablagern lassen. Das wird dann sehr viel weniger peinlich, auch was den Konjunktiv II angeht.

Ansonsten 2: Die Sonne scheint ja noch. Sommer ist nach seinem Gastspiel wieder zurück in die Zukunft verschwunden und hat die Bühne dem eigentlichen Star dieser Saison überlassen, Frühling himself. Also, alles in allem ist meine Laune recht gut.

P.S.: Ich bin plötzlich sicher, dass Frühling nur herself sein kann. Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

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Eine weitere Bestätigung der Regel “Jeder hat ein Weblog” – sogar mein persönlicher literatischer Halbgott John Crowley hat eines.

I learned by chance the origin of the word “snapshot” — it means a quick shot with a gun taken suddenly and without aiming. Transferred then to cameras. When did we begin to “shoot” film? Does it derive from snapshots, or was taking pictures called “shooting” before the conflation of snapshot (gun) with snapshot (camera)?

LiveJournal ist eine interessante Sache, weil es einem ein paar Kleinigkeiten über das online-Umfeld des Bloggers verrät – in diesem Fall unter anderem, welche anderen Autoren Crowley verfolgt – nicht ganz überraschend ist Matt Ruff auf seiner Freundesliste, bei dem ich scheinbar ganz zutreffend ein paar Einflüsse von Crowley vermutet hatte. Nun fühle ich mich bestätigt und gleichzeitig etwas wie jemand, der einen etwas ungehörigen Einblick ins soziale Gefüge eines Fremden getan hat. So geht es mir bei LJ immer wieder, wenn ich auf das Profil klicke.

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Es ist schon eine Weile her, seitdem ich John Crowleys Dæmonomania begonnen habe. Immer wieder habe ich kleine Pausen eingelegt, um dann unbedingt weiterlesen zu müssen. Es ist selbst für den wenig hastigen Autor ein sehr, sehr langsames Buch, das auch gern mal langwierig vom Thema abschweift, einige Jahrhunderte in die Vergangenheit springt und manche als dramatisch erwarteten Abschnitte einfach… überspringt und es bei einigen beiläufigen Andeutungen beläßt. Hauptfiguren tun scheinbar exotisches und wunderbares, reden aber nicht davon.

Aber.

Irgendetwas war da.

Crowley verzichtet auf zwingende Spannungsbögen und Offensichtliches und gewinnt dabei an Eigentümlichkeit und einem unwiderstehlichen Geheimnis, dem der Leser … vielleicht … auf die Spur kommen könnte. Seine Helden sind seltsam zurückhaltend und passiv. Dennoch: Es gab nie einen Zweifel daran, dass ich das Buch beenden würde, auch wenn Crowleys gelegentliche Langatmigkeiten und seine Neigung zu Geduldspielen hier noch deutlicher zu Tage treten als in der Vergangenheit. Es ist nicht sein bestes Buch, aber sein schier unglaublicher Stil und seine Gelehrsamkeit (ja, hier lernt man noch etwas beim Lesen!) bringen ihn auf die Gewinnerseite. Kein Buch, das man schnell wieder vergißt und wieder eines der schönsten über Magie.

Empfehlenswert, aber als ersten Crowley sollte man wohl doch Little,Big vorziehen, welches auch in einer guten deutschen Paperbackausgabe zu haben ist.

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