Eifersucht

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Nun, manchmal muss man auch mal einfach aufschreiben, was einem passiert. Das tu ich dann auch besser mal, bevor mich dieser erträgliche chilenische Cabernet-Carmenere vollkommen in seinen Bann, äh, zieht.

Fangen wir also mit dem ersten Punkt an.

Der erste Punkt: Mütter, die 300 Meter vor der nächsten Apotheke ihrem noch portablem Kind zwecks Bildung des Wortschatzes Apotheeeke… Apotheeeke… Apotheeeke… Apotheeeke… zuflüstern und das sehr bestimmt und wohlbetont – die sind unheimlich. Sie sind sicher aufs Beste der ihres Kindes im Sinne der sprachlichen Frühförderung besorgt, aber unheimlich sind sie doch. Wenn sie das hinter dir her murmeln und du keine Ahnung hast, dass sie gar nicht dich selbst meint. Apotheeeke.

Der zweite Punkt: Der dritte Punkt: Heißgeräucherter Striemellachs und frische Brötchen sind so eine Art Festmahl bei diesem Wetter. Ich hab das einfach alles auf einmal verdrückt. Dabei will ich doch mein Sixpack bis zur Bikinisaison zurückhaben. Weh, weh. Es war stärker als ich.

Der dritte Punkt: Ich bin manchmal fürchterlich eifersüchtig und missgünstig, zum Beispiel jetzt gerade fühle ich mich schamlos und vor allem ganz und gar ungerechtfertigt vernachlässigt1. Meine Rolle als toleranter und gelassener Gentleman ist eine perfekte Tarnung, wie es scheint. Wenn ich mich nur nicht gerade in diesem Moment enttarnt hätte. Verdammt.

Der vierte Punkt: Pistazien sind mindestens genauso schlimm – nicht nur, dass sie irgendwie schmecken, das Schälen ist unwiderstehlich. Knacken, knabbern. Knacken, knabbern. Meine Güte, bin ich satt. Knack. Knabb.

Ich hätte noch sechs andere Punkte, aber ich glaube, für die bin ich zu angetrunken.

  1. ;-) []

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