Faulheit

Artikel mit dem Stichwort Faulheit.

Charleston

Ich liege auf dem Fussboden – gut für den Rücken – und bis eben lag die Katze auf meinen linken, nackten Fuß und schlief. Natürlich fühlte sich das gut an und ich wagte nicht, mich zu bewegen; man will das arme Tier ja nicht erschrecken und wichtigere Dinge angehen, die man genauso gut weiter vor sich herschieben kann. Ich überlege, ob ich mal jemand in ICQ anschreibe, den online sehe, aber lange nicht mehr gesprochen habe. Tut man das? Vielleicht haben mich solche Leute längst aus ihren Listen gelöscht und komplett vergessen. Ich traue mich nicht recht. Wenigstens wärmt die Katze und ich wärme sie zurück, mit meinen bescheidenen Mitteln. Meiner ist ein mittelguter Heizkörper, aber für Menschen ganz in Ordnung.

Solche Einträge kann man natürlich nur verbloggen, wenn man ein Notebook hat.

Leider kam eben einer dieser Metallsammel-Laster vorbei. Sie haben ‘Amazing Grace’ gegen einen Charleston ausgetauscht, der zuverlässig die ansässigen Leute und Katzen weckt und sie wohl dazu bringen soll, ihr wohlverwahrtes Altmetall eilig auf die Ladefläche des alten LKW zu wuchten.

Nun bin ich also allein und bekomme kalte Füße. Hoffentlich fällt mir in den nächsten paar Minuten etwas Spannendes ein, um nicht etwa doch noch mit dringenden Erledigungen anfangen zu müssen.

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GorgSport

Ich weiß ja nicht so genau, welchen Eindruck ihr von mir habt, aber ich will mal eine Sache unmissverständlich klarstellen: Ich bin nicht unsportlich. Eigentlich trifft sogar das Gegenteil davon zu: Wenn ich mal Sport mache, bin ich meistens auch ganz gut darinund gewöhne mich schnell daran; meine körperliche Leistungsfähigkeit überrascht mich an guten Tagen regelmäßig selbst. Abgesehen natürlich von Sportarten, die Bälle enthalten – das ist nicht für mich, ich weiß nicht was das soll und die tiefgehende Lächerlichkeit dieser Beschäftigungen – offensichtlich nicht zu vergleichen mit der Erhabenheit würdigen Alleine-Im-Kreis-Rennens! – lässt meinen Körper in einen Energiesparmodus umschalten, der nicht so leicht wieder zu verlassen ist. Auch die normalerweise perfekten motorischen Fähigkeiten lassen nach. Ich bin nicht schusselig oder gar ein Trampel1 – ich bin zu intellektuell für Basketball oder ähnliche Absonderlichkeiten.

Das eben Behauptete setze allerdings einen guten Tag voraus und solche Tage Für Sport sind bei mir selten. Ich bin nämlich nicht nur eigentlich sportlich, ich bin auch eigentlich faul und schnell gelangweilt. Und wenn man nicht für Mannschaftssportarten geeignet ist, kommt die fürchterlich passende Erkenntnis schnell: Sport ist, gerade wenn er einem recht leicht fällt, unglaublich langweilig. Liegestützen sind öde. Jogging ist schlimmer. Es geht, wenn ich eine angenehme Umgebung habe, in der ich Sport betreibe, oder Radio oder MP3 im Ohr. Auch dann. Langweilt mich Sport. Selbst wenn ich ihn selber mache – allein der Gedanke an die unglaubliche Dramatik eines Marathonlaufes im Fernsehen lässt mich träge blinzeln; ich spüre plötzlich die Müdigkeit in meinen Knochen… nein, das geht nicht. Vielleicht brauche ich Gesellschaft.

Und darum habe ich diese kleine, sexy Rundung am Bauch.

  1. Egal, was ich vorher dazu geschrieben habe. Das hier ist eine andere Geschichte! []

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