Ich liege auf dem Fussboden – gut für den Rücken – und bis eben lag die Katze auf meinen linken, nackten Fuß und schlief. Natürlich fühlte sich das gut an und ich wagte nicht, mich zu bewegen; man will das arme Tier ja nicht erschrecken und wichtigere Dinge angehen, die man genauso gut weiter vor sich herschieben kann. Ich überlege, ob ich mal jemand in ICQ anschreibe, den online sehe, aber lange nicht mehr gesprochen habe. Tut man das? Vielleicht haben mich solche Leute längst aus ihren Listen gelöscht und komplett vergessen. Ich traue mich nicht recht. Wenigstens wärmt die Katze und ich wärme sie zurück, mit meinen bescheidenen Mitteln. Meiner ist ein mittelguter Heizkörper, aber für Menschen ganz in Ordnung.
Solche Einträge kann man natürlich nur verbloggen, wenn man ein Notebook hat.
Leider kam eben einer dieser Metallsammel-Laster vorbei. Sie haben ‘Amazing Grace’ gegen einen Charleston ausgetauscht, der zuverlässig die ansässigen Leute und Katzen weckt und sie wohl dazu bringen soll, ihr wohlverwahrtes Altmetall eilig auf die Ladefläche des alten LKW zu wuchten.
Nun bin ich also allein und bekomme kalte Füße. Hoffentlich fällt mir in den nächsten paar Minuten etwas Spannendes ein, um nicht etwa doch noch mit dringenden Erledigungen anfangen zu müssen.


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