Google

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Manchmal, wenn ich nicht einschlafen kann, dann schaue ich mir die Suchbegriffe an, mit der verschiedene Leute auf Gorgmorg gekommen sind – nach wenigen Minuten werde ich sehr, sehr müde und bekomme meinen Schlaf. Das – oder ich bin einfach hin und wieder gelangweilt genug, um sie mir anzuschauen, ungefähr zweimal im Jahr kommt das vor. Gestern fand ich allerdings eine Suchanfrage von Google, die mich vielleicht ein wenig beunruhigte:

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Nicht nur, dass man hierzulande nach so etwas sucht… noch dazu bei mir! Hinter meinem Sofa etwa? Doch nicht etwa unter dem Bett? Ich will eine offizielle Pressemeldung verkünden:

Die Freie Demokratische Republik Gorgmorgistan (Republicka Gorgmorgicka) lehnt Waffenhandel kategorisch und auch entschieden ab und erlaubt Waffeninspektoren, das Land zu betreten, solange sie Alkohol oder leckeres Essen mitbringen oder sich bekochen und betrinken lassen wollen und dem Lordkanzler von Gorgmorgistan wohlgelitten sind. Des Weiteren will man nicht wieder mit “Deutschland” gleichgesetzt werden – eine weitere Respektlosigkeit, die sicherlich von der schamlosen Auslandspresse in die Welt gesetzt wurde, um das politische Klima mit ihren haltlosen Behauptungen zu vergiften.

Ob Google hier nun weitere Kalashnikovs vermutet, nun da ich mich distanziert und jenes Mordinstrument mehrmals deutlich im Text angesprochen habe? Sicher nicht.

Friede.

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Habe ich nicht viel zu oft beschrieben, wie sehr ich Email diesen vielen neumodischen Nachrichtenzüchtungen der jüngeren Internetzeit vorziehe? Ich denke, das habe ich. Aber ich muss auch sagen, dass ich immer noch kein besonders kundiger Nutzer dieses Dienstes bin.

Nicht dass ich nicht wüsste, wohin die Emfängeradressen kommen und wohin der Text gehört und wie man das “@” einzugeben hat.

Das kann ich alles. Und zwar ganz und gar reibungslos, meine Freundinnen und Freunde, immer wieder. Man könnte mit einiger Berichtigung behaupten, ich sei ein routinierter Emailerschreiberundverschicker.

Vielmehr bin ich ein dankbarer Nutzer einer neuen Funktion, die Google Mail seit einiger Zeit anbietet – nämlich eine Chance, für ein paar Sekunden eine eigentlich bereits verschickte Nachricht noch einmal auszubremsen und einige dringens benötigte Änderungen vorzunehmen, bevor man einen erneuten Verschickungsauftrag erteilt, sich Schweiß von der Stirn wischt und sich für eine erfolgreiche Fernbetextung und gleichzeitige Abwendung einer fürchterlichen zwischenmenschlichen Katastrophe beglückwünschen kann.

Ich bin Herrn oder Frau Google recht dankbar und weiß mich durchaus gegenüber anderen Emailern im Vorteil. Ich will also nicht undankbar klingen.

Aber.

Es sollten nicht einige Sekunden sein, die an Gnadenfrist gewährt werden. Es sollte mindestens zwölf Stunden lang möglich sein, schreckliche Absätze zu ändern. Und wenn vielleicht die adressierte Person am an einem fernen Bildschirm die fürcherlichen, anmaßenden Fehlformulierungen bereits gelesen hat, dann wäre es wohl auch ganz angebracht, Teile des Adressatengedächtnisses geringfügig umzutexten. Es ist zu ihrem Besten. Freundschaften zu einer wundervollen Person könnten auf diese Weise vor Belastungen geschützt werden.

Was immer ich in den letzten Tagen an Mail geschrieben habe, es tut mir leid und ich habe es wirklich gar nicht so gemeint, wie es sich liest: Nämlich wie das Werk eines echten Arschlochs. Ich habe meinen Postausgang durchgesehen und noch einmal überblickt, was ich während der letzten Tage im Halbschlaf zusammengetippt habe – ich war nicht erfreut. Vor allem über eine, die ich euphorisiert am Mittwoch verfasst habe – vielleicht war ich unangemessen. Ich bin mir nicht sicher, aber … herrje, wenn das nicht gut aufgenommen wird, dann wird das nicht gut enden. Äh, Das wollte ich eigentlich nur sagen.

Und ihr von Google: Das mit dem Gedächtnis, nun, das ist vielleicht doch keine so gute Idee. Meistens.

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Ich muss sagen, ich habe mich an den Chat hier in gorgmorg gewöhnt – es ist ziemlich angenehm, im Sofa oder an anderen erfreulichen Orten mit Leuten zu sprechen, die ich sonst nur schwer getroffen hätten. Er ist also ganz schön wichtig. Leider hat sich das Google Chatback System als nicht so robust erwiesen, also biete ich als Alternative ein Alternative von Meebo an – nicht als Standart, weil ich nicht so oft in Meebo bin1 und nicht als Standart, weil Meebo Flash benötigt. Ihr findet die Alternative oben unter dem neuen Menüpunkt Chat. Oder gleich hier. Viel Spass!

  1. Allerdings kann man mir dort auch offline Nachrichten hinterlassen – ihr schreibt nicht mehr ins Leere, wenn ich rausfliegen sollte []

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Die lästigen Ausfälle meines kleinen Chats sind scheinbar Googles Schuld, deren Talk-Service in den letzten Tag etwas wacklig war.

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Eigentlich hatte ich vor, mich endlich aus Facebook zu verabschieden – ich hatte sogar gedacht, das hätte ich mit der Deaktivierung meines Accounts auch gemacht. Leider definiert Facebook “Deaktivierung” anders als ich und blieb in meiner Abwesenheit recht munter mit Blogbeiträgen und so weiter – die “Apps” werden nämlich nicht abgeschaltet – eigentlich würde ich gern wissen, was überhaupt deaktiviert wird. Ich vermute: Nichts. Bevor ich Stunden damit danach Suche, wie man seine Daten restlos löscht, bleibe ich eben lieber Mitglied und passe auf. You win this battle, facebook.

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Ich war neugierig, wie sich wohl Werbung so macht1 – und tatsächlich gibt es im Moment welche auf gorgmorg, welche von Google, die aber nur auf den älteren Beiträgen erscheint – die über besagte Suchmaschine so gern von völlig Fremden besucht werden.
Bisher ein totaler Fehlschlag.

  1. Ja – gorgmorg kostet mich durchaus eine spürbare Menge Geld im Jahr und ich wäre ganz glücklich, wenn es sich selbst tragen könnte []

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Ich habe ja schon meinen Teil über Google gemeckert, aber diese neue und meiner Ansicht nach geniale Option für die Freunde von Googles Mailservice hätte mir viel Ärger ersparen können. Ich bin nämlich ein impulsiver Mailschreiber:

MailGoggles

Mail Goggles

Official Gmail Blog: New in Labs: Stop sending mail you later regret: “Sometimes I send messages I shouldn’t send. Like the time I told that girl I had a crush on her over text message. Or the time I sent that late night email to my ex-girlfriend that we should get back together. Gmail can’t always prevent you from sending messages you might later regret, but today we’re launching a new Labs feature I wrote called Mail Goggles which may help.

When you enable Mail Goggles, it will check that you’re really sure you want to send that late night Friday email. And what better way to check than by making you solve a few simple math problems after you click send to verify you’re in the right state of mind?

Das einzige Problem dabei ist, dass zwangsweise veordnete Matheaufgaben mich zu jeder Tages- und Nachtzeit an allen Tätigkeiten hindern können, nicht nur vor dem Versenden peinlicher bis unangebrachter Mails in nächtlichen Krisen oder Suffzuständen.

Aber sonst … gute Idee, liebe Googler. Sowas würden die Kollegen von Microsoft niemals erwägen, ha! Ich brauche diese Funktionalität nun auch dringend in Facebook, StudiVZ, meinem Mobiltelefon, meinem Blog sowie in meinem Auto.

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Wie vielleicht einige meiner geneigten Leser festgestellt haben, bin ich ein großer Fan des Google Reader1, eines Onlinelesedings für Newsfeeds, der es mir erlaubt, hunderte von Websites im Auge zu behalten und in etwas acht davon zu lesen. Früher konnte man bequem auf das kleine rote RSS-Logo (ff1.0rsslogo.png) im Firefox klicken und – Zafloink! – war es im Reader.

Natürlich konnte das nicht lange gut gehen. Dunkle Schatten senkten sich über des Readers treue Fangemeinde. Man beschloss, diese Ein-Klick-Verlinkung zu iGoogle umzuleiten. Unvorstellbare Grausamkeit, das.

Aber es gibt eine Lösung, die ich von Herrn Sanitz gestohlen habe. Gar nicht so schwer. Er hat noch mehr Alternativen, aber diese Lösung gefällt mir am besten. Einfach Schritt für Schritt folgen.

  1. In die Adresszeile (da wo man sonst die www.gorgmorg.de eingibt) tippst du about:config, damit werden die erweiterten Einstellungen von Firefox aufgerufen.
  2. Sucht nach allen Einträgen mit http://fusion.google.com/add?feedurl=%s und ersetzt sie mit http://www.google.com/reader/view/feed/%s. Bei mir waren das drei Stellen.
  3. Firefox neustarten, dann sollte es gehen.

Sehet, eine neue Sonne erhob sich über das Readerland und alles ward gut.

  1. Für den Reader habe ich mal eine feine Einführung geschrieben []

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