Hegemann

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Wintergehen

Eine wichtige Regel für Leute, die bei diesem Wetter zwei Wochen Urlaub hatten: Am ersten Arbeitstag danach bleibt dein Wagen liegen. Das ist wohl so eine Art Gerechtigkeit gegenüber den Leuten, die sich in den 14 Tagen zuvor durch Eis, Schnee und leere Bierkisten am Abend ohne Hoffnung auf Nachschub den Komfort verleiden lassen musste. Diese Art von Gerechtigkeit lehne ich ab.

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Ich sehe grade Helene Hegemann bei Harald Schmidt und es ist grausig. Herrje, ist das grausig. Meine Güte, ist das grausig. Aber ich muss mir das unbedingt anschauen, ich weiß nur nicht… warum, eigentlich?
Ganz schön: Schmidt sagt: “Die Medien schreiben: Es ist schlimm, was die Medien mit dir machen.” Er hat mit allem recht, was er sagt und er demontiert seinen Gast nicht, obwohl er alles mal anreißt – “geistiger Diebstahl” inklusive – hätte ich gar nicht gedacht. Hegemann gibt sich große Mühe und hat sichtlich Angst. Hätte ich auch.

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Vorhin habe ich mit vom pistanzienpellen ruinierten Fingernägeln die Scheibe an der Fahrerseite meines dieselbefeuerten Kriegsponies mühevoll heruntergekurbelt und hatte nach einer Drehung die verdammte Kurbel in der Hand. Wenn das so weitergeht, muss ich den Wagen einschläfern lassen, verdammt.
Der quält sich ja nur noch.

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Auf dem Heimweg, fast halb elf, da steht auf halber Strecke schon wieder eine dicke Frau bei den Mülltonnen vor einem Mietshaus. Sie raucht nicht, sie atmet nur weiße Dampfwolken in die Winterluft und wankt langsam in die oder in die andere Richtung, wohl um sich warm zu halten. Sie trägst nur einen Jogginganzug und eine dicke, beschlagene Brille. Sie scheint zu warten.

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