Meine Arbeit läuft gut, die Sonne scheint ganz wundervoll und ab nächster Woche habe ich Urlaub – wenn man dieses großen Fakten zusammenzählt, sollte ich eigentlich blendende Laune haben. Habe ich aber nicht; ich habe nach allen objektiven Kriterien eine besonders miese Stimmung und will eigentlich nur meine Ruhe. Naja: Es gibt vielleicht einen Menschen, mit dem ich gern mal reden würde. Ist aber nicht hier.
Ich bin hier, meine Kopfschmerzen sind hier und nebenan ist der Hund und bellt und jault. Nicht das erste Mal. Endlos und verzweifelt bellt er, was an meinen Nerven sägt und mein Mitleid für den kleinen Hund nicht unbedingt verschwinden lässt, sonder in ungeahntem Ausmaß für dessen unkontrollierte Wucherung sorgt. Ein Mitleidsgeschwulst.
Es ist so dass ich Eltern (von Menschenkindern) gar nicht selten sagen muss, dass ihre Sprößlinge sich ganz und gar nicht akzeptabel verhielten würden und dass ihre Erziehungsmethoden sich als so effektiv zeigten wie … nun ja, wie alles was gerade bei Arminia passiert. Das schlägt in der Regel auch ein und man hat eine Diskussionsbasis, da ein Trainerwechsel vielleicht doch nicht unbedingt das erste Mittel sein sollte. Darauf kann man sich schnell einigen und einen neuen Weg überlegen.
Bei Hundebesitzern hingegen muss ich zugeben: Da weiß ich mal gar nicht wie ich das anfangen soll. Die wohnen da so nah bei mir und sind eigentlich richtig nett.
“Ihr Hund zeigt im Sozialverhalten häufig Ängste und kann nicht gut allein sein.”
Vielleicht sollte ich ihnen den Einsatz der Familienhilfe empfehlen. Eine sonderpädagogische Einrichtung?
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