iPhone

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Manche Leute mit teuren Telefonen sagen so etwas wie:

Du hast ein iPhone? Na klar, lauf nur der Herde nach und huldige deren Gott, Apple-Chef Steve Jobs! Ich bin erstens ein Individuum und zweitens lass ich nicht einfach meine persönlichen Daten von Apple stehlen. Darum habe ich ein Google-Handy.

In Wirklichkeit denken sie:

Hoffentlich erinnert sich keiner daran, dass ich vor einem Jahr einen mächtigen Aufstand gemacht habe, weil Googles Streetview-Auto mein Haus von der Straße aus geknipst hat. Zum Glück habe ich es löschen lassen. Nicht dass Google irgendetwas mit meinen persönlichen Daten anstellt…

Der Media Markt sagt uns aufgrund der schlechten Zahlen des letzten Quartals:

Wir werden jetzt wieder billig, so wie früher.

Was sie eigentlich sagen wollen:

Na gut, wir behaupten ja nun schon seit mindestens zehn Jahren die Billigsten sein. Aber jetzt werden wir wirklich billig – es blutet uns das Herz, das auf Kosten unserer Belegschaft zu tun. Aber bald sind wir billig! Richtig billig. Niemand schlägt die Nummer eins, verstanden? Billig.

Die Tabakindustrie wird dazu gezwungen, folgendes auf ihre Packungen zu drucken:

IMG_20110805_195610.jpgRauchen macht sehr schnell abhängig: Fangen sie gar nicht erst an!

Aber das wird wohl kaum die geplante (?) abschreckende Wirkung nach sich ziehen, denn in Wirklichkeit bedeutet diese Aufschrift:

… wenn sie allerdings bereits die eine oder andere Zigarette in ihrem Leben verlötet haben, dann greifen sie ruhig zu! Schließlich ist es für sie doch sowieso schon viel zu spät, oder?

P.S.: Qualmen sie eine für mich mit. Mit besten Grüßen, ihr freundlicher Werbetexter von nebenan.

Na gut. Vielleicht ist es auch nicht so schlimm. Aber man könnte es direkt glauben.

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Kennt ihr auch Verwandte oder noch schlimmer Eltern, die eine besorgniserregende Fracht in ihrer Geldbörse mit sich herumtragen? Normalerweise kann man wohl getrost von ihrer Harmlosigkeit ausgehen, aber da ist eben diese eine Sache, sicher geborgen in Handtaschen oder etwas zeitgeistiger der profanen, leicht ausgebeulten Gesäßtasche moderner Oberbekleidung.

Meine geneigte Leserinnen und Leser wissen es natürlich besser. Diese alltägliche Sicherheit ist auch eine trügerische.

Es muss nur die richtige alte Bekanntschaft in der Fußgängerzone auftauchen. Ein Kaffeekränzchen reicht. Oder eine Beerdigung. Zack! Schon wird offenbar, warum eine Geldbörse die dicke einer durchschnittlichen Tischplatte hat. Gleich danach sollte einem der robuste Schließmechanismus aus funkelndem, unheiligem Metall auffallen: Dieses Behältnis birgt unaussprechliches Grauen. Natürlich auch Geld für Eis, Bratwurst, Süßigkeiten oder die neueste Spielkonsole. In diesem Moment halten sich Grauen und Hoffnung gegenseitig in Schach. Aber wir reden hier nicht von Omis freigiebiger Ader.

Wir reden von diversen Haustierbildern und frühen Passbildern der Paten-, Enkel und eigenen Kinder die jederzeit – hervorgeholt mit einer fließenden Bewegung, gleich einem Gunslinger des alten Westens und ungefragt vorgezeigt. Die Person gegenüber kann im schlimmsten Fall mit eigenem Archivmaterial kontern. Dann wird es schlimm.

Meine Güte, sind die schnell groß geworden. Und: Als Kind war sie so süß, oder? Die Locken.

Das als unbeteiligter Zeug zu erleben ist hart. Zum Glück bin ich geübter Fremdschämer und kann damit umgehen, auch wenn es mich einiges kostet, um nicht mit einem ausgesuchten Machospruch wie zum Beispiel “Argh.” oder “Erbarmen.” oder “Haben sie denn gar kein Mitleid?” durch die nächste Wand zu rennen. Für auf derlei Material abgebildete Personen und Kleintiere, die selbst Zeuge dieses Rituals werden, kann ich leider nichts mehr tun. Rennt besser schnell weg, solange ihr noch könnt.

Ich selbst habe natürlich auch Bilder der Lieben auf meinen Mobiltelefon, noch mehr auf meinem iPod Touch. Heimlich schaue ich sie an und hin und wieder streiche ich Fingerabdrücke vom Display, was fast mit zärtlicher Liebkosung verwechselt werden kann -natürlich nur von Leuten, die mich nicht als den knochenharten Haudegen kennen, der ich nun einmal bin.

Ich werde niemals anfangen, mit irgendjemandem Bilder zu vergleichen. Niemals1.

  1. Denn dafür ist es leider schon zu spät. []

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Eine der interessanteren Erfindungen der letzten Zeit ist für mich Evernote, eine Art digitales, illustriertesNotizbuch auf Steroiden für überall und immer. Du füllst deine Notizbücher mit Bildern, PDF und was auch immer du hereinkleben willst und der ganze Kram wird übersichtlich in deinem Account gespeichert. Soweit, so gut – aber erst ab dann wird es wirklich interessant.

Du kannst nämlich nicht nur im WWW von überall auf dein Material zugreifen, sondern auch per Client-Software für Windows und Apple Mac und – für mich der Clou – auch zum Beispiel per Windows Mobile Handy und auch dem iPhone. Dabei wird auch die eingebaute Kamera endlich mal sinnvoll genützt – so kann man durchaus auch Text einfach vom Blatt abfotografieren – und den kann Evernote tatsächlich dann auch per Suchfunktion finden, per Texterkennung. Sehr praktisch für Leute, die ungern abschreiben, so wie ich.

Schaut es euch mal im Video an:

Es gibt noch eine Reihe mehr Funktionen, zum Beispiel fürs notieren von Bildschirminhalten, aber ich will es hiermit belassen: Ich wünschte, ich hätte sowas wie Evernote während meines Studiums gehabt – sehr nett, wenn man an vielen verschiedenen Rechnern arbeitet. Du kannst eine Menge dieser virtuellen Moleskine-Notebooks haben, die man dann auch exportieren und mit anderen Leuten teilen kann, wenn man will.

Ach ja: Ich komme sehr gut mit dem kostenlosen Account zurecht, wer sehr viele Daten hochläd, z.B. hochauflösende Fotos, der kommt vielleicht nicht um ein Abo herum. So weit kann ich das Teil wirklich empfehlen.

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Das ist jetzt mal wieder einer dieser “technischen Beiträge” in eigener Sache und ich hoffe, ein paar Tipps zu bekommen – wenn ich euch damit fürchterlich langweile, dann seid euch versichert, dass die nächste Geschichte bestimmt völlig untechnisch wird.

Also: Ich habe das Gefühl, dass ich eine andere Art und Weise der Terminplanung brauche. Mein Nokia N95 hat zwar einen ganz guten Organizer (Weil ich mir Papyrus dazugekauft habe), aber die Eingabe “on the road” mit der Handytastatur ist sehr lästig.

Ich sehe einiges an günstigen Geräten auf dem Markt (sprich: Ebay), von Palms en Masse und einiges an HTCs und wenigen teuren Samsungs; sie sollten schon eine “richtige” QWERTZ Tastatur haben. Zu teuer sollte es auch sein und ich will nicht unbedingt einen neuen Mobilfunkvertrag abschließen, um mir ein z.B. iPhone zu sichern. Sync mit Mac OS/Windows Vista1 wäre sehr hilfreich, natürlich. Ein Blackberry wäre günstig zu haben, aber ohne Blackberry-Server machen die wohl wenig Sinn, hm?

Ein paar Tipps, Mädchen und Jungs?

  1. Verwenden wir auf der Arbeit []

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Versuchung

Nein, nein, hier gehts nicht um Essen oder Frauen. Es geht darum das ich mein Nokia E65 oft genug “defekt” (bedeutet: Ich war zu faul, auf ein Softwareupdate zu warten, wenn man mich ganz garstig einschätzt) eingeschickt habe, um mir ein neues Gerät aussuchen zu können. Auf jeden Fall könnte ich. Hehe. Wenn ich wollte. Das Problem ist: Ich will natürlich. Das Problem ist, genauer gesagt: Hemmungsloses Spielkindsein. Ich bin nicht geisteskrank und total unpraktisch. Nein. Ich bin allerdings nur ein Mensch mit Schwächen. Sagt mir bloss nicht, das man ein Telefon nur zum Telefonieren braucht. Das, liebe vernünftigen und rationalen Leute, die ihr immer noch ihr 5 Jahres Mobilfon benutzt (gibt es euch?) – es reicht ja aus, nicht wahr? – ist eure große Verblendung. Ihr seid ja auch nicht mit eurer Freundin zusammen, weil sie ja “ausreicht und den job zuverlässig erledigt”, oder? Ich hoffe nicht.

Ihr seid mit ihr zusammen, weil ihr sie liebt, weil sie gut aussieht, sich toll anhört, enorm schlau ist, unfassbar geil und handschmeichelnd ist, Spass macht und perfekt in eure Hosentasche passt. Genauso, neben gutem Empfang, sollte ein Telefon sein, das euer Leben besser macht. Nicht viel. Aber ein klein wenig schon.

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Damit wir gleich zu Anfang in einer Sache ganz auf einer Linie sind, wiederhole ich noch zur Sicherheit einmal, das ich Apples gar nicht mal so kleines Telefon genauso will wie eine ganze Armee verzückter Geeks und Grafikdesigner – nicht dass da Zweifel aufkommen. Dennoch, ich werde mir ziemlich sicher – zumindest innerhalb der nächsten zwei Jahre- keines zulegen. Warum? Nun…

  1. Mein derzeitiger Vertrag läuft im März aus – ich kann nicht bis zum nächsten Winter warten, um dann einen neuen Vertrag abzuschließen, den ich -wenn man die US-Firmenpolitik mal auf EU-Verhältnisse überträgt- zwangsweise beim Kauf eines iPhone mit dem Anbieter von Apples Gnaden abschließen muss. Das ist zugegebenermaßen ein rein persönlicher Grund, aber für mich eben entscheidend.
  2. Das iPhone kann im Moment (!) noch kein UMTS, geschweige denn HSDPA – das ist für ein so teures Produkt, das erst 2008 wirklich in den EU Markt eintritt, wirklich nicht tragbar, insbesondere im Hinblick auf die wirklich feinen Multimediafunktionen des iPhone und den iTunes Shop… ups, sorry: Per WLAN kann das iPhone gar nicht auf den zugreifen. Dann… heisst es wohl warten und GRPS/EDGE Gebühren sammeln.
  3. Bei Licht betrachtet und mal den Apple-Bonus wegweisender Bedienbarkeit und wirklich spitzenmäßigem Design beiseite läßt, sieht das iPhone z.B. im Vergleich mit dem bisherigen heiligen Gral der Telefon-Nerds – Nokia Featuremonster N95- ziemlich blass aus.
    • Kein erweiterbarer Speicher
    • Ein wenig (gar nicht!) mobil-erprobtes Betriebssystem
    • Keine auswechselbaren Akkus
    • Es schluckt keine Office-Dokumente, erlaubt auch kein ActiveSync über WLAN
    • Navigationsfunktion mittels des an sich wirklich coolen Google Maps ist ziemlich sicher offline nicht möglich, was die Nützlichkeit der Funktion für ein Landei wie mich empfindlich einschränkt – ich lebe im Land der Funklöcher. Heutige Smartphones können da mehr Sicherheit bieten. Manche sogar ein GPS Modul, das hier fehlt.
    • Eine vergleichsweise schwächliche Kamera (die aber natürlich in der Praxis ausreichen sollte)
    • Sogar im Vergleich zum N95 eher blasse Betriebszeiten (man sollte bedenken, dass eine Nutzung als MP3-Player oder gar Video-iPod noch deutlich herber an die Substanz gehen sollte als die angegebenen Telefon-Daten vermuten), die natürlich im Hinblick auf das monströse Display nachvollziehbar sind
    • Es sieht alles danach aus, als ob alle Software von Apple kommen wird – im Vergleich dazu gibt es bei Symbian, WiMo usw. zigtausende Programme von Drittanbietern – und auch einiges an Freeware.
  4. Einhandbedienung scheint eher auszufallen – ich bin auch ziemlich sicher, das ich “richtige Tasten” vermissen würde. Ich tippe mich oft “blind” durchs Handy… das wäre eine echte Umstellung.
  5. Verständliche, aber immer noch astronomische Preisgestaltung: Klar, wir haben es mit “teuer aus Prinzip”-Apple und einem absolut revolutionären Konzept zu tun – aber wenn man für das billigste iPhone (4GB Speicher sollten eigentlich auch reichen) $499 mit Vertrag verlangt – dann ist das mindestens 4mal soviel wie man für ein ganz ordentliches Symbian oder Windows Mobile Smartphone mit Vertrag hinlegen muss. Do your math.

Nebenbei, ich finde es ziemlich klasse, dass das feine Display fast vor meiner Haustür bei Balda gebaut wird – die durch die BenqSiemens-Krise gebeutelte Belegschaft wird es freuen. So, Apple- ich denke, ich werde ein Nokia N-Series oder etwas Vergleichbares kaufen und dann sprechen wir uns beim nächsten Telefon wieder.

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