Wie ich hörte, soll man Wasser in Flaschen nach dem Öffnen nicht mehr tagelang herumstehen lassen, weil sich eine hübsche Zivilisation von Keimen darin bildet – eine Art böses Imperium im Rekordtempo. Also, demnach sollte man entweder sein Wasser besonders schnell trinken oder sich lieber – ganz nach mittelalterlicher Methode – nur noch vertrauensvoll Bier und Wein zuwenden. Dabei habe ich in letzter Zeit immer so ätzende Kopfschmerzen nach ausgedehnten Durstattacken… Keime oder Kater heißt es wohl.
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… ist jedenfalls nicht der Kater, meine geneigten Leser. Mit dem komme ich klar, wenn er bei mir nach einer Nacht feuchtfröhlicher Vergnügung überhaupt zu Besuch kommt. Der darf sich gern auf meine Decke legen und -solange er die Krallen bei sich behält- sein Nickerchen halten. Solange die Krallen nicht zum Einsatz kommen, bin ich auch viel zu unmotiviert, etwas zu seiner Vertreibung zu unternehmen. Nein – kleine, pelzige Haustiere sind kein Problem.
Schlimmer als dieser Kater ist sein Kollege, dieser vermaledeite Muskelkater, der sich bei mir gern nach einer Nacht unmoralischer Vergnügungen1 einstellt. Ich tanze nicht oft, aber dann entschlossen -Alkohol motiviert mich nur noch weiter in meinem unheiligen, unansehnlichen Tun auf der Tanzfläche.
Am nächsten Morgen geht es mir eigentlich ganz gut. Falls ich wirklich aufstehen sollte – es wundert mich, das ich überhaupt jemals wieder aus dem Bett gekommen bin -dann merke ich noch nichts. Aber dann. Das fürchterliche, ungeahnte Hindernis: Die satanische Treppe. Unterschenkel, Oberschenkel und vor allem mein zartes Gesäß: Au! Das ist Ungemach finsterster Sorte, wie meine verständnisvollen Leser zweifelsfrei bestätigen können.
Vielleicht bleibe ich heute einfach liegen. Ich kann mich eh nicht rühren.
- Bisher meine ich damit “Tanzen und Saufen und Singen”, aber bei genauer Betrachtung passt genau dieses folgende Symptom auch auf andere tolle Nachtaktivitäten [↩]
Tags: Kater, Muskelkater, party, Suff


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