Katzen

Artikel mit dem Stichwort Katzen.

Wieder Neujahr.

Neujahr bedeutet bei mir Familientermin und Sauerbraten, was in den meisten Fällen auch zur Katerehandlung ausgesprochen nützlich ist, wie alle anderen sauren Speisen auch. So war es auch in diesem Jahr, obwohl ich unverkatert aufgetaucht bin. Die andere typische Neujahrssache ist die vertraute Niedergeschlagenheit, weil man eben nicht mit bestimmten Leuten angestossen hat: Der wahre Grund, warrum ich Silvester nicht mag – ich fühle mich einsam dabei, immer.

Andererseits erfuhr ich, wie meine Eltern den Silvesterabend verbracht hatten: Auf dem Sofa, zwischen sich den argwöhnischen Kater, der sich nicht ganz unbegründet schon Stunden vorher Sorgen um etwaige Knaller gemacht hatte: Einer legt eine Hand auf die Katze, der andere hält dem furchtsamen Schnurrer sanft die Ohren zu.

Scheinbar hat es funktioniert und ich mußte doch lächeln, genauso wie jetzt gerade auch.

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Das Leck

Es hatte etwas zu bedeuten, wenn die Katze nicht an einem warmen Platz liegenbleibt, sondern aufsteht und immer wiederkommt. Normal wäre, wenn sie aufsteht und geht. In diesem Fall: Ein Rohr im Katzen- und Heizungskeller war undicht und die Fliesen waren mit einer dünnen Wasserschicht bedeckt; nicht besonders viel Feuchtigkeit, aber genug um den Kater von einem Besuch des Katzenklos1 abzuhalten. Er schätzt nasse Pfoten nicht.

Nun, das Leck: Es tropfte nicht sehr, trotzdem erfordert es sofortiges Eingreifen der Technischen Hilfskräfte. Ich dachte, nach einen halbstündigen Einsatz wäre alles wieder in Butter bzw. abgedichtet. War es auch, für einen Tag.

Da wacht man morgens2 auf und will tatsächlich duschen, aber es kam nur blrrg blrrg splfff und dann endlich Wasser, in einer Temperatur nur knapp über dem Gefrierpunkt, so knapp über dem Gefrierpunkt dass es eigentlich zählflüssig sein sollte.  Die Dusche und sonstige Generalreinigung wurde also großzügig verschoben.

Es kommt gelegentlich vor, dass man vor dem Ausgehen etwas Schlaf nachzuholen gedenkt und wirklich kurz davor steht, die Pläne in die Wirklichkeit umzusetzen. So war es heute. Nun, dachte ich mir, wenigstens sollte ich sauber in die Federn steigen; nicht nur der Hygiene wegen, sondern auch um danach erfrischt und startklar in die bereitliegenden Klamotten zu steigen und mich den Herausforderungen und unirdischen Genüssen des Nachtlebens wohlgewappnet zu stellen. Gut so, dachte ich mir, ein wenig durchgefröstelt war ich eh und malte mir eine angenehmes, überlanges, überwarme Duschsession der Verschwendung aus.

Das Wasser sei nämlich endlich wieder warm. Hatten sie gesagt. Endlich.

Wasser an, tatsächlich war es angenehm, dampfend, genau so warm wie ich das in Erinnerung hatte.  Sehr gut. Unter der künstlichen Wasserwand könnte ich Stunden verbringen, das ist so eine Art Meditationsort für mich. Ohren voller Wasser, Augen zu … ein rauschender Ort der Einkehr und der Besinnung, jawohl.

Shampoo in die Haare und … ein eisiger Schwall fiesester Kälte kam über mich, so dass ich mich nur mit einem halsbrecherischen Sprung retten konnte. Mit intaktem Hals testete ich die Temperatur und bereute es gleich. 

Es wurde auch Minuten später nicht wärmer, dasselbe galt für meinen Körper. Die Zähne klapperten noch nicht, kündigten aber entsprechende Maßnahmen für die nächste Zeit an. Klap, Klap, klp, klp, klack. Ich bekam eine Gänsehaut, die eine durchschnittliche Strukturtapete vor Neid erblassen lassen würde, wären Tapeten nicht im allgemeinen schon eher bleich.

Das Shampoo, wie immer reichlich davon, lief mir in die Augen. Half alles nichts – ich wappnete mich, drehte das Wasser an und … oh ja, es war überaus kalt. Ich stelle mir solche Prüfungen in den geheimen Schulen der Ninja vor, als letzte Herausforderung, die man entweder zu einer unbesiegbaren Kampfmaschine der Nacht gestählt oder schockgefrostet und leicht entsorgbar verläßt.

Ich, liebe Leser, bin eine unbesiegbare Kampfmaschine der Nacht. Leider kann ich so erfrischt auf keinen Fall mehr vorschlafen, was den Einschüchterungsfaktor doch deutlich abschwächt. Eine müde blinzelnde, gelinde besiegbare Sofabeschwerungsoption des späten abends.

  1. Alles auf der anderen Seite der Katzenklappe []
  2. Mittags, an einem Samstag []

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Neues Jahr

Schön zu hören, dass ihr scheinbar gut in 2009 gekommen seid, wenn ich der Nachrichtenlage trauen darf. Ich selbst habe nach einer Woche der Exzesse beschlossen, doch lieber daheim zu bleiben und vor dem Kamin ein paar Gläser Wein zu trinken. Wenn ich schonmal Kamin habe, dann muss das ja wohl auch ausgenutzt werden, oder?

Einer musste ja wohl auch auf den Kater aufpassen und ihn trösten. Silvester ist kein Katzenfest; das Geballer macht ihnen Angst.

Es war trotzdem gut. Danke für die Nachrichten.

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Ich wachte eines Morgens auf und fühlte mich eklig; mein Augen fühlten sich an als hätten wären sie stundenlang glühenden Peperonis exponiert gewesen. Mein Kopf tat weh; schon das Geräusch einer verzweifelten Stubenfliege vor meinen Windows führte zu einem schmerzhaften Pochen. Irgendwann schaffte ich es mit einiger Mühe, die Augen offen zu halten und stellte fest, dass ich nicht allein war.

Sie war nackt und schlief.

Nicht mal der Gedanke an Tiefkühlsushi von Lidl oder an Ringlokschuppen Getränkepreise konnte das überwältigende Auflodern von Leidenschaft in meinem Lenden verhindern. Kann Schokolade Panikattacken auslösen?. Vielleicht nicht, aber …

(Ich könnte eigentlich meine Suchbegriffe bloggen lassen. Die haben so gute Einfälle.)

*

Der Kater hat mir eben sehr interessiert beim wischen zugeschaut, immerhin hat er kunstvoll auf die Treppe und den Teppich gekotzt, so wie es Brauch ist. Katzen tun das. All das eklige Fell, dass man weggeleckt hat. Muss ja wieder raus. Ich überlege die Vorzüge von Hunden. Oder die von Igeln.

DAS ist auch eine bahnbrechende Entwicklung in meinem Leben, die ich vor einem Jahr niemals erwartet hätte.

*

Ein Meme von Daily Life of a Psycho, welches ich gern weiterleben lasse :

Wenn du dies hier ließt, wenn deine Augen genau jetzt diese Zeilen überfliegen, selbst wenn wir nicht oft miteinander reden- poste bitte einen Kommentar mit einer Erinnerung von dir und mir. Es kann sein was du möchtest- egal ob schlecht oder schön.
Wenn du fertig bist, poste dies hier in deinem Blog und lass dich überraschen woran sich die Leute erinnern.

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  • Über die letzten zwei Jahre habe ich viele Blogs kennengelernt und einige von meinen allerliebsten sind wieder weg oder werden nicht mehr aktualisiert; das gilt auch für das Werk meiner absoluten Lieblingsbloggerin. Vielleicht gibt es ja Möglichkeiten, sie wieder zurück zu bekommen? Gern würde ich ein Art gemeinsames Blog-Magazin oder etwas ähnliches mit ein paar wundervollen Webloggern machen; ein Platz für Leute, die weniger über tägliche Nachrichtenmeldungen oder über ihr neues Auto schreiben, sondern eher Geschichten. Da müsste man auch nur dann etwas veröffentlichen, wenn wieder etwas da ist und weil andere auch mitmachen, würde die Seite nicht lange brachliegen und ihre Leser verlieren. Das wäre wirklich schön.
  • David Tennant spielt nicht länger den Doctor. Urgh. Ich ahnte, dass dieser Tag kommen würde, aber ich werde ihn vermissen. So viel wie in der Vergangenheit schreibe ich nicht mehr über Doctor Who, aber es ist doch eine der TV-Serien, an denen ich hänge; in diesem Fall allerdings nur an der unsynchronisierten Originalfassung.
  • Noch mehr Fernsehen: Pushing Daisies mag ich auch; es ist hemmungslos unrealistisch bunt und märchenhaft und hinreißend romantisch, es geht um Tod, Untot, Mord, Liebe und Kuchen. Alles funktioniert am Ende perfekt.
  • Katzen können bestimmt kuschlig sehen. Aus zehn Metern Entfernung sehen sie sofort, ob man da grade einfach nur auf dem Sofa sitzt, ob man unter einer Decke auf dem Sofa sitzt, oder ob man unter der besonders flauschigen Cashmere-Decke auf dem Sofa sitzt. Zu erkennen ist diese Fähigkeit an der jeweils völlig anderen Ännäherungsgeschwindigkeit der Katze.
  • Ich habe erst jetzt das deutlich verbesserte Long Island Ice Tea Rezept gesehen. Danke, Tom! Was das andere Rezept angeht … ich warte einfach mal. Ich gebe so schnell nicht auf, da musste nun mit leben.

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Charleston

Ich liege auf dem Fussboden – gut für den Rücken – und bis eben lag die Katze auf meinen linken, nackten Fuß und schlief. Natürlich fühlte sich das gut an und ich wagte nicht, mich zu bewegen; man will das arme Tier ja nicht erschrecken und wichtigere Dinge angehen, die man genauso gut weiter vor sich herschieben kann. Ich überlege, ob ich mal jemand in ICQ anschreibe, den online sehe, aber lange nicht mehr gesprochen habe. Tut man das? Vielleicht haben mich solche Leute längst aus ihren Listen gelöscht und komplett vergessen. Ich traue mich nicht recht. Wenigstens wärmt die Katze und ich wärme sie zurück, mit meinen bescheidenen Mitteln. Meiner ist ein mittelguter Heizkörper, aber für Menschen ganz in Ordnung.

Solche Einträge kann man natürlich nur verbloggen, wenn man ein Notebook hat.

Leider kam eben einer dieser Metallsammel-Laster vorbei. Sie haben ‘Amazing Grace’ gegen einen Charleston ausgetauscht, der zuverlässig die ansässigen Leute und Katzen weckt und sie wohl dazu bringen soll, ihr wohlverwahrtes Altmetall eilig auf die Ladefläche des alten LKW zu wuchten.

Nun bin ich also allein und bekomme kalte Füße. Hoffentlich fällt mir in den nächsten paar Minuten etwas Spannendes ein, um nicht etwa doch noch mit dringenden Erledigungen anfangen zu müssen.

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