Kochen

Artikel mit dem Stichwort Kochen.

Hähnchenschenkel (Remix)

Hähnchenschenkel gorgmorgisch

Manchmal ist das Internet der Fluch des kleinen Amateurkochs, der grade versprochen hat, in nicht allzu ferner Zukunft einen lieben Menschen zu bekochen. Mit ein wenig Pech lernt man erst danach auf diversen Kochcommunities die bisherigen Kreationen des geschätzten Gastes kennen und erstarrt in Ehrfurcht ob jeder begnadeten Schöpfungen, deren Makellosigkeit gleich auch noch in Fotos dokumentiert wurden. Meine Güte, ich sollte dringend üben.

Und zwar schnell.

Also wird ein Rezept probiert, welches hier schon eine ganze Weile herumliegt. Dieses:

Für vier Personen, also höchstens zwei Blogger:

  • 4 Hähnchenschenkel
  • 2 Äpfel
  • 2 Zwiebeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 375 ml Hühnerbrühe (sie möge kräftig sein)
  • 5 EL Weißwein oder Apfelsaft
  • Salz, Pfeffer, evtl. etwas Chili und Zucker
  • 1-3 Knoblauchzehen

Und so geht’s :

  1. Hähnchenschenkel auf beiden Seiten salzen und pfeffern und in Olivenöl1 in einer größeren Pflanne von beiden Seiten anbraten. Sie dürfen ruhig schon etwas braun werden, um so mehr Geschmack haben wir später. Inzwischen die Zwiebeln grob schneiden, die Äpfel würfeln. Knoblauch schälen und würfeln bzw. durch die Presse schicken.
  2. Zwiebel und Knoblauch zu den Hähnchenschenkeln in die Pfanne geben und glasig dünsten. Dann die Apfelwürfel dazugeben und alles mit einem ordentlichen Schuss Weißwein oder Apfelsaft ablöschen. Kleiner Hinweis: Wir brauchen ein wenig Säure und etwas Süße, entsprechend sollte man die Äpfel und den Weißwein auswählen. Ohne Süße kann man sich auch Chili sparen, das Zeug schmeckt ohne einfach nicht. Mit Süße (notfalls Zucker): Ein Quäntchen Chili nehmen. Vorsicht sei erbeten, meine geneigten Leser.
  3. Brühe angießen, Pfanne abdecken und bei schwacher Hitze ungefähr eine Dreiviertelstunde lang garen.
  4. Abschmecken und vielleicht nachwürzen.

Dazu am besten Brot, toll wäre leicht geröstetes Baguette, es geht aber auch Reis.

Eins muss ich ja mal sagen: Das Ur-Rezept hat wirklich nicht geschmeckt. Ich musste nachwürzen und es hatte eigentlich gar kein Knoblauch und auch keine Schärfe. Meine Version ist entschieden besser. Verlasst euch drauf.

Nun… muss ich wohl weiter an meiner Kunst feilen.

  1. Mir fällt siedend heiß ein: Das Olivenöl verträgt die Hitze gar nicht gut, man sollte unbedingt in einer guten beschichteten Pfanne anbraten, dann die Hitze herunterfahren und dann erst das Öl dazugeben. []

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Nachts bringen mir freundliche Wesen sowas. Stellen das einfach vor die Wohnungstür1:
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Was würdet ihr damit kochen? Natürlich ist das viel zu viel für mich allein2, aber ich könnte außerdem auch etwas Inspiration brauchen.

  1. Nun, vielleicht hat es auch mit Bekannten von Bekannten auf dem Wochenmarkt zu tun, aber gnomische Wohltäter klingen einfach interessanter. []
  2. Hilft wer? []

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Ich habe zu meinem Geburtstag einen kleinen Wok geschenkt bekommen und nachdem er die anstandsmäßige Wartezeit über im Keller verbracht hat, war es langsam Zeit ihn das erste Mal zu verwenden und das Chili nach Thai-Art zu kochen, welches Saciel freundlicherweise auf Fressmorg1 veröffentlich hat.

Angeblich ist das für Anfänger geeignet. Ich hätte aber das Fleisch noch etwas länger anbraten sollten, es hätte noch etwas braun werden können. Nun gut; fürs erste Mal gar nicht mal so schlecht. Ich muss sagen, es war tatsächlich nicht sonderlich schwer zu kochen und noch dazu wahnsinnig schnell und ohne großartigen Aufwand – klar, Gemüse und Fleisch müssen nach wie vor geschnitten werden, aber ich werde noch lange nicht so weit gehen, mir “Wok-Gemüse” aus dem Tiefkühlfach zu kaufen. Man hat ja noch seinen Stolz.

Hat ziemlich gut geschmeckt- und für meine Begriffe gar nicht mal scharf, die Warnung im Rezept war für mich unnötig – und ich wollte euch nur daran teilhaben lassen. Ich bin ziemlich stolz auf mich und ich denke, ich werde demnächst wieder einmal ein paar Rezepte veröffentlichen – schließlich habe ich ja gerade Zeit zum richtig kochen.

  1. Natürlich unter fressmorg.wikia.com zu finden. Trag deinen Kram ein! []

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Manche essbaren Sachen heben meine Stimmung, so zum Beispiel Sushi oder in seltenen Fällen weiße Schokolade, oft auch frische Pasta (nicht die mit weißer Soße, das ist mehr was für andere Situationen)  – aber es gibt auch deprimierendes Futter. Wie der Falsche Hase, den ich vor ein paar Tagen gegessen habe. Allein schon die Farbe… dieses graubraun. Und der Geschmack – nicht dass das Zeug nicht schmeckt, es betrübt mich nur zutiefst.
Nebenbei, Grüner Tee mit künstlichem Karamell-Aroma ist fast genauso desorientierend eklig.

*

Den Namen der “Ein ♥ für Blogs” Aktion finde ich immer noch ein klein wenig albern, aber ich kann nicht sagen, dass sie wirkungslos gewesen wäre: Ich habe mehr als nur eine Handvoll mehr Besucher gehabt und wenn ich so meine Statistiken anschaue, dann haben die wohl auch ganz gern meine Empfehlungen beachtet und fleißig meine Lieblingsblogs besucht. Danke dafür und – last but not least – auch denen (ich glaube, es waren drei?), die mich selbst empfohlen haben. Ich fühle mich geehrt.
Und ich habe vielleicht auch ein paar neue Perlen gefunden.

*

Dieses muss das Jahr der Wasserschäden sein. Erst tropfte es mysteriös hinterm Küchenschrank und sinnvoll auf die Topfpflanze, dann kam der Leckfinder1, nun hämmert und sägt jemand unsanft gegen die Fliesen im Bad an und dann kommen neue Fliesen, neue Anstriche und um die hinterrücks angefeuchteten Küchenschränke muss sich auch jemand kümmern. Mit mehr Wasserschäden könnte man ganz bestimmt bald Vollbeschäftigung erreichen. Gegen die Krise!

  1. Tja, Leute, so etwas gibt es auch []

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F-Stäbchen

Ehrlich, Fischstäbchen sind ja wohl neben der Bravo, Flaschendrehen und dem legendär unwirksamen Pickelmittel Clearasil eine der Sachen, die man mit Verlassen des Teenageralters plötzlich als überhaupt nicht mehr so lebenswichtig findet, oder?

Die schmecken ja nach vielerlei Dings, zum Beispiel fallen mir da Panade und Fett ein, aber auf jeden Fall nicht nach Fisch.

Nun habe ich für dieses Wochenende eine ganze Packung von den Dingern hinterlassen bekommen, die dringend aufgebraucht werden sollte. Der erste Versuch war desaströs und nur mit viel scharfer Soße – mit scharfer Soße ist fast alles erträglich1 – habe ich meine zwei, drei Nähreinheiten verdrücken können.

Ich überlege, die nächste Ladung in Griebenschmalz anzubraten. Das nennt man dann wohl Verzweiflung.

  1. Ich bin nicht sicher, ob das auch für Marzipan gilt, ein anderes meiner (angeblich) essbaren Hassobjekte []

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Koch etwas fantastisch Leckeres aus sieben großartigen Zutaten und bring auch deine Freunde dazu! Denn hier kommen sie, …

Die Glorreichen Sieben Zutaten

  1. Kartoffeln
  2. Speck
  3. Eier
  4. Putenbrust
  5. Zitronen
  6. Erdbeeren
  7. Brötchen/Semmeln

Was ich damit anstellen würde

Ich würde zunächst die Putenbrust von Sehnen befreien, putzen, reinigen, abtrocknen. Die Zitronen – ich nehme an, es sind Bio-Zitronen und nur ein oder zwei – waschen und ebenfalls in Scheiben schneiden.

Kartoffeln pellen und … in Scheiben schneiden. Aus denen machen wir Bratkartoffeln mit Speckwürfeln in einer der zwei Pfannen, die wir hier netterweise zu Verfügung haben.

So ähnlich braten wir auch die Putenbrust erst mit größerer Hitze an – dazu gewürfelter Speck. Wenn die Putenbrust nicht mehr rosa ist, schalten wir die Hitze runter, geben die Zitronenscheiben dazu und braten sie etwas im Saft an (es wäre wohl noch besser, sie mit ein paar Gewürzen und Öl zu marinieren); eventuell etwas Öl hinzugießen, falls nicht genug da ist. Hier könnte man auch noch etwas gewürfelten Knoblauch dazutun; aufpassen, dass er nicht schwarz und bitter wird. Hitze bald herunterfahren, Kräuter der Provence, Salz und Pfeffer dazu.

Nach klassischer Männerküchen-Manier die Eier über die Bratkartoffeln aufschlagen und fest werden lassen.

Die Putenbrust herausholen, grausam in Scheiben schneiden, würzen, und mit dem Zitronenkrams servieren.

Brötchen in daumendicke Scheiben schneiden und ggf. mit Ölivenöl und etwas Knoblauch anrösten. Die brauchen wir als Beilage, damit wir Teller und Pfannen auch sauber bekommen, sozusagen.

Erdbeeren von allem Grün befreien und … das war’s mit denen: Die sind so wie sie sind absolut gut genug für den Nachtisch. Man könnte natürlich etwas Zucker und Zitronensaft drübertun. Geht auch.

Voilà!

Ich nenne diese Kreation Gorgmorgischer Pflonk mit Ei und sie macht bestimmt dick. Guten Appetit.

Die Glorreichen Sieben Regeln:

  1. Eine der sieben Zutaten musst du durch eine eigene ersetzen. Ausnahme: Wenn du auf vegetarisch/vegan einstellt bist, kannst du auch die anderen unpassenden Aspekte ersetzen.
  2. Bitte nimm nichts ausgesprochen Kostspieliges oder Exotisches, damit man es auch wirklich nachkochen kann. Wenn es geht, halte die Beschreibungen der Zutaten möglichst neutral, also am besten keine Markennamen, wenn es geht.
  3. Kleinigkeiten wie “Ein Esslöffel Öl”, Essig oder Gewürze zählen nicht.
  4. Du musst es nicht wirklich nachkochen, aber genau beschreiben, was du mit all dem Kram (und nicht nur einem oder zwei) machst – wenn du es kochst, was wirklich grandios wäre, dann idealerweise mit Bild!
  5. Wie immer bei Stöckchen wäre ein Link zum inspirierenden Beitrag ganz super!
  6. Wenn es schmeckt, packs doch in den fressmorg, wenn du magst.
  7. Das Gericht braucht unbedingt einen Namen!

Mit wem fangen wir an? Natürlich mit Luca und Mayla und Just4Ikarus, aber ich denke natürlich auch vor allem an die Sushi-affine Front im Rheinland/Ostwestfalen/Ruhr-Sektor. Ich bin gespannt auf euch, weiss aber nicht ganz, ob ich eure Blogs verlinken soll und ob ihr mich lest. Last but not least, the Bielefelder. Jeder, der mich je kommentierte, bis auf den kleinen Nazi vor 3 Jahren. Und ansonsten: Wer Stöckchen liest, möge sie aufheben. Viel Spaß!

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