Kochen

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Klarer Gewichtsvorteil beim Bielefelder.

Manchmal sind Schnapsideen die besten von allen, auch wenn es eine Aufforderung zum Duell ist. Ein Duell im Hackbraten-braten. Aber nicht nur irgendein Hackbraten, nein: Es ging um diese vergessene Krone der Hausmannskost, ihr ahnt es schon halb, oder? – Er  ist Gegenstand des kulinarischen Kräftemessens - der legendäre Falsche Hase.

In der Bielefelder Ecke: Der Schwergewichtschampion mit einem Kampfgewicht von 750g purem Hack. Er beeindruckt neben seiner knusprigen Schinkenspeckhülle mit mediterranen Akzepten wie einer feinen Sardellennote, Kapern und einem betören Hauch Knoblauch. Zum Ring begleitet wird er von im Bratensaft gegarten Zwiebelecken, Cocktailtomaten, gebratenen Knoblauchzehen und ein paar Artischockenherzen. Der Champ brauchte satte 90 Minuten inklusive einer Stunde im Backofen, um sich warm zu machen.

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Madame X führt einen bunten Herausforderer ins Feld. Die traut sich was.

Und hier der Herausforderer, ausgebildet von Madame X, der ungeschlagenen Meisterin am Gasherd! Nur ein halbes Pfund bringt er auf die Wage, aber dafür ist er schon in einer guten halben Stunde bereit gewesen – eine enorm kurze Vorbereitungszeit für einen falschen Hasen: Dieser Sonderfall hat sich in einer Bratpfanne auf die Fight vorbereitet und sieht mächtig konzentriert aus  - gegen seine Tomatensoße und den überraschend weichen Eierkern sieht der Schwergewichtler ganz schön blass aus. Da ist eine Raffinesse  im Spiel, die er nicht gewohnt ist…

Ja, der Champ  ist beeindruckt, er wankt, aber … nein – da nicken sich die Preisrichter einander zu und erklären das Duell zu einem Unentschieden. Es wird fortgesetzt werden müssen. An einem anderen Tag, im selben Ring! Seien sie auch beim nächsten Mal dabei.

P.S.: Bin ich satt

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Meint ihr, man kann sich einen halben Tag Sonderurlaub nehmen, weil man sich vollgefressen hat und sich nicht mehr rühren kann?

Es wäre unverantwortlich, mich jetzt einfach wieder an die Arbeit zu schicken.

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Hähnchenschenkel (Remix)

Hähnchenschenkel gorgmorgisch

Manchmal ist das Internet der Fluch des kleinen Amateurkochs, der grade versprochen hat, in nicht allzu ferner Zukunft einen lieben Menschen zu bekochen. Mit ein wenig Pech lernt man erst danach auf diversen Kochcommunities die bisherigen Kreationen des geschätzten Gastes kennen und erstarrt in Ehrfurcht ob jeder begnadeten Schöpfungen, deren Makellosigkeit gleich auch noch in Fotos dokumentiert wurden. Meine Güte, ich sollte dringend üben.

Und zwar schnell.

Also wird ein Rezept probiert, welches hier schon eine ganze Weile herumliegt. Dieses:

Für vier Personen, also höchstens zwei Blogger:

  • 4 Hähnchenschenkel
  • 2 Äpfel
  • 2 Zwiebeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 375 ml Hühnerbrühe (sie möge kräftig sein)
  • 5 EL Weißwein oder Apfelsaft
  • Salz, Pfeffer, evtl. etwas Chili und Zucker
  • 1-3 Knoblauchzehen

Und so geht’s :

  1. Hähnchenschenkel auf beiden Seiten salzen und pfeffern und in Olivenöl1 in einer größeren Pflanne von beiden Seiten anbraten. Sie dürfen ruhig schon etwas braun werden, um so mehr Geschmack haben wir später. Inzwischen die Zwiebeln grob schneiden, die Äpfel würfeln. Knoblauch schälen und würfeln bzw. durch die Presse schicken.
  2. Zwiebel und Knoblauch zu den Hähnchenschenkeln in die Pfanne geben und glasig dünsten. Dann die Apfelwürfel dazugeben und alles mit einem ordentlichen Schuss Weißwein oder Apfelsaft ablöschen. Kleiner Hinweis: Wir brauchen ein wenig Säure und etwas Süße, entsprechend sollte man die Äpfel und den Weißwein auswählen. Ohne Süße kann man sich auch Chili sparen, das Zeug schmeckt ohne einfach nicht. Mit Süße (notfalls Zucker): Ein Quäntchen Chili nehmen. Vorsicht sei erbeten, meine geneigten Leser.
  3. Brühe angießen, Pfanne abdecken und bei schwacher Hitze ungefähr eine Dreiviertelstunde lang garen.
  4. Abschmecken und vielleicht nachwürzen.

Dazu am besten Brot, toll wäre leicht geröstetes Baguette, es geht aber auch Reis.

Eins muss ich ja mal sagen: Das Ur-Rezept hat wirklich nicht geschmeckt. Ich musste nachwürzen und es hatte eigentlich gar kein Knoblauch und auch keine Schärfe. Meine Version ist entschieden besser. Verlasst euch drauf.

Nun… muss ich wohl weiter an meiner Kunst feilen.

  1. Mir fällt siedend heiß ein: Das Olivenöl verträgt die Hitze gar nicht gut, man sollte unbedingt in einer guten beschichteten Pfanne anbraten, dann die Hitze herunterfahren und dann erst das Öl dazugeben. []

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Nachts bringen mir freundliche Wesen sowas. Stellen das einfach vor die Wohnungstür1:
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Was würdet ihr damit kochen? Natürlich ist das viel zu viel für mich allein2, aber ich könnte außerdem auch etwas Inspiration brauchen.

  1. Nun, vielleicht hat es auch mit Bekannten von Bekannten auf dem Wochenmarkt zu tun, aber gnomische Wohltäter klingen einfach interessanter. []
  2. Hilft wer? []

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Ich habe zu meinem Geburtstag einen kleinen Wok geschenkt bekommen und nachdem er die anstandsmäßige Wartezeit über im Keller verbracht hat, war es langsam Zeit ihn das erste Mal zu verwenden und das Chili nach Thai-Art zu kochen, welches Saciel freundlicherweise auf Fressmorg1 veröffentlich hat.

Angeblich ist das für Anfänger geeignet. Ich hätte aber das Fleisch noch etwas länger anbraten sollten, es hätte noch etwas braun werden können. Nun gut; fürs erste Mal gar nicht mal so schlecht. Ich muss sagen, es war tatsächlich nicht sonderlich schwer zu kochen und noch dazu wahnsinnig schnell und ohne großartigen Aufwand – klar, Gemüse und Fleisch müssen nach wie vor geschnitten werden, aber ich werde noch lange nicht so weit gehen, mir “Wok-Gemüse” aus dem Tiefkühlfach zu kaufen. Man hat ja noch seinen Stolz.

Hat ziemlich gut geschmeckt- und für meine Begriffe gar nicht mal scharf, die Warnung im Rezept war für mich unnötig – und ich wollte euch nur daran teilhaben lassen. Ich bin ziemlich stolz auf mich und ich denke, ich werde demnächst wieder einmal ein paar Rezepte veröffentlichen – schließlich habe ich ja gerade Zeit zum richtig kochen.

  1. Natürlich unter fressmorg.wikia.com zu finden. Trag deinen Kram ein! []

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Manche essbaren Sachen heben meine Stimmung, so zum Beispiel Sushi oder in seltenen Fällen weiße Schokolade, oft auch frische Pasta (nicht die mit weißer Soße, das ist mehr was für andere Situationen)  – aber es gibt auch deprimierendes Futter. Wie der Falsche Hase, den ich vor ein paar Tagen gegessen habe. Allein schon die Farbe… dieses graubraun. Und der Geschmack – nicht dass das Zeug nicht schmeckt, es betrübt mich nur zutiefst.
Nebenbei, Grüner Tee mit künstlichem Karamell-Aroma ist fast genauso desorientierend eklig.

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Den Namen der “Ein ♥ für Blogs” Aktion finde ich immer noch ein klein wenig albern, aber ich kann nicht sagen, dass sie wirkungslos gewesen wäre: Ich habe mehr als nur eine Handvoll mehr Besucher gehabt und wenn ich so meine Statistiken anschaue, dann haben die wohl auch ganz gern meine Empfehlungen beachtet und fleißig meine Lieblingsblogs besucht. Danke dafür und – last but not least – auch denen (ich glaube, es waren drei?), die mich selbst empfohlen haben. Ich fühle mich geehrt.
Und ich habe vielleicht auch ein paar neue Perlen gefunden.

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Dieses muss das Jahr der Wasserschäden sein. Erst tropfte es mysteriös hinterm Küchenschrank und sinnvoll auf die Topfpflanze, dann kam der Leckfinder1, nun hämmert und sägt jemand unsanft gegen die Fliesen im Bad an und dann kommen neue Fliesen, neue Anstriche und um die hinterrücks angefeuchteten Küchenschränke muss sich auch jemand kümmern. Mit mehr Wasserschäden könnte man ganz bestimmt bald Vollbeschäftigung erreichen. Gegen die Krise!

  1. Tja, Leute, so etwas gibt es auch []

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