Was für übles Wetter, oder? Da könnte ich auch gleich wieder ein paar Geschichten mit traurigen Enden schreiben und ich kann euch versichern, davon habe ich noch eine Menge auf Lager – aber ich fand, ich könnte auch mal wieder genau das würdigen, was in dieser Zeit mit das Allerbeste ist: Etwas Leckeres zu kochen und am besten zusammen mit Freunden oder Jemand Besonderem Anderer Art das Ergebnis der Anstrengungen zu verspeisen. Kate hat gerade drei feine Rezepte veröffentlicht und ich werde sie hier vorstellen; am Ende werde ich selbst eines meiner absoluten Lieblingsgerichte präsentieren.
- Grünes Chinagemüse dieser Art klingt so gut, dass ich es lässig als Hauptgericht bringen könnte, ehrlich. Ich würde aber sagen, dass ein guter Laden für asiatische Zutaten greifbar sein sollte, sonst kommt man schon mit den Hauptzutaten in Not.
- Yakitori sind japanische Geflügelspieße, die mit einer Menge Alkohol zubereitet werden, wie es scheint – auf jeden Fall sollte allein das schon eine Empfehlung wert sein, oder? Ich habe keine Ahnung, wie die schmecken, aber sie kommen auf meine endlose Liste noch zu probierender Gerichte. Das Gemüse passt bestimmt gut dazu.
- Seetang-Hähnchen sind für mich schon ein Gewinn, weil der Name furchtsame Zeitgenossen in die Flucht schlagen kann und außerdem, weil in der Beschreibung “rumkugeln” vorkommt, ein wunderschönes Wort mit einem angebauten Füllhorn interessanter Assoziationen. Man braucht einen Wok oder eine tapfere Pfanne.
- Das feine Linsensüppchen Spezial ist eine meiner besonderen Leidenschaften – für eine Linsensuppe macht sie relativ viel Arbeit, ist aber wirklich, wirklich wundervoll. Damit kann man vielleicht sogar eine romantische Verabredung beglücken – ich würde es jedenfalls gern mal versuchen1. Sie ist nämlich nicht wie andere Linsensuppen. Sie hat ein Herz aus Fisch. Aber das muss ja kein Nachteil sein, sie wärmt sehr gut. Und wenn das Herz erstmal erwärmt ist, dann folgen auch schnell andere Körperteile. Und umgekehrt.
Eigentlich war mal der Plan, immer eine kleine Geschichte oder so zum Gericht zu schreiben, aber wenn dem Ur-Einträger dazu nicht einfiel, könnt ihr immer noch etwas nachtragen. Darf ja jeder. Einfach so.
- Ja, ich weiss – das ist eigentlich eine Vorspeise, aber vielleicht – sie ist wirklich gut – kommt man ja gar nicht mehr zum Hauptgang. Oder, äh, zu einem der auf dem Eßtisch stattfindet. Oder vielleicht doch. Nur hat das dann nicht mehr direkt mit Essen zu tun. [↩]


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