Müdigkeit

Artikel mit dem Stichwort Müdigkeit.

… du hast eigentlich Urlaub und Zeit, so vieles zu tun und Stunde um Stunde rinnt dir zwischen den Fingern hindurch. Morgens liegst du endlos im Bett, nein eher stehst du mittags auf, weil du irgendwann Hunger hast und so etwas wie ein schlechtes Gewissen, obwohl du frei hast und das ja mal irgendwann in Freiheit kam. Du bist Müde und dann noch einmal Müde und dann ist wenig passiert und der Tag vorbei. Eigentlich wolltest du viel mehr schreiben, etwas mit Substanz, aber es klappt nicht recht. Zu Müde. Am Ende des Tages liest du endlich online, wen du lesen willst, aber dir fällt gar nicht ein, was du sagen wolltest, die ganze Zeit spürst du dein Herz schlagen, du freust und freust dich und … dann möchtest du doch einfach nur diese Stimme hören und den warmen Körper fühlen, das Herz schlagen hören und schauen, was passiert, keine Wörter… einfach nur zusammen etwas machen. Egal, was. Ohne Druck.

… aber das ist dann vorbei und du pennst einfach ein. Sie ist schon lange vorher eingeschlafen; du lächelst bei dem Gedanken.

Noch etwas mehr als eine Woche. Immerhin ruhe ich mich aus und vielleicht habe ich irgendwann genug geschlafen, so das ich eines feinen Tages wieder “müde” schreiben kann und die Großschreibung wieder da landet, wo sie eigentlich hingehört.

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Freitags hatte ich manchmal das besondere Glück, früher nach Hause zu können, sozusagen einen vorgezogenen Feierabend. Dummerweise war ich immer verlässlich müde, grauenhaft müde: Viel, viel müder als eigentlich anständig wäre, viel müder als nach einem vollen Tag mehr oder weniger rechtschaffenen Schaffens. Ich hatte auch schon regelmäßig Freitage durchgeackert, man ist dann müder als sonst.

Also, ich bin dann müder als nach einem anderen Arbeitstag.

Aber es liegt nicht daran, dass man eine ganze Woche herausfordernder Aufgaben hinter sich hat. Ich musste bisher jeden Satz dieses wirklich bescheidenen Textes mehr als einmal korrigieren und das ist selbst für mich viel – und ich schreibe diese Zeilen an einem Donnerstag. Wäre es noch Mittwoch und ich wüsste, dass das Wochenende nun bevorstünde – vermutlich wäre es genauso. Was bedeutet das?

Der Wochenenddampfer schiebt eine gewaltige Bugwelle bleierner, schwermetallschwerer Ermattung vor sich her, die es zu überwinden gilt um sich des Wochenendes würdig zu erweisen.

Meine geneigte Leserschaft beweise mir das Gegenteil.

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Seit Wochen fühle ich mich schlecht – und ich meine körperlich, liebe mitleidige Seelen. Ich bin müde, schlapp, schlafe mäßig gut und kann mich nur mit Bier einigermaßen auf den Beinen halten. Mir wird ja schon beim schnellen Treppensteigen schummrig. Nicht immer, hin und wieder.

Gestern Abend war ich mit meinem Bruder laufen. Acht Kilometer, die schön locker gingen. Teilweise konnte ich ihm sogar davonlaufen1.

Heute morgen habe ich nichtmal einen Muskelkater.

Mein Körper ist seltsam.

  1. Nicht an Steigungen, dafür ist er zu leicht []

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