Im Januar habe ich mein Nokia zum Netzanbieter namens Sauerstoff eingeschickt, weil ich es nicht mehr an den Computer koppeln konnte, per USB. Ich bekam es zwei Wochen später zurück. Geprüft, kein Fehler gefunden – laut Lieferschein. Nun, der Fehler war noch da, allerdings waren wie üblich alle Daten gelöscht und die neueste Software aufgespielt1.
Ich schickte es also prompt wieder ein. Das Problem mit meinem Gerät wurde schon bei der Annahme als “Softwarefehler” eingestuft, was mir schon ein leicht ungutes Gefühl auslöste. Schließlich hatte ich mich bereits ausführlich geärgert, als das Ding nicht rund lief – weder mit der Software, mit er ich es eingeschickt hatte noch mit der “frischen” von Firma Sauerstoff. Zwei Wochen vergehen, dann noch eine und an deren Ende eine Email – es würde noch einmal zwei Wochen dauern, weil ein Ersatzteil nicht lieferbar sei. Das ungute Gefühl wurde während dieser Zeit nicht besser – die Garantiezeit war nämlich inzwischen abgelaufen, früher hatte mir Sauerstoff ohne Murren umgehend ein Austauschgerät geschickt. Immerhin haben sie N95s en Masse, sie bieten die Dinger in einer 1€-Aktion an. Das Verhalten hier war neu. Ich wartete also, was blieb mir auch übrig?
Am Montag – inzwischen befinden wir uns bekanntlich im März (!) – trifft das Gerät ein, laut Lieferschein mit einer neuen Platine. Nun gut, der Deckel des Akkufaches passt farblich nicht mehr zum Rest, aber ich will ja nicht meckern. Immerhin haben sie mehr als die Platine ausgetauscht, da ist sogar ein neues Display. Warum eigentlich? Ein Blick auf den USB-Port macht mir dann doch Sorge: Er sieht ganz schön verbogen aus. Aber ich probiere es dann doch, ganz ganz vorsichtig verbinde ich Rechner und Mobiltelefon. Der Handybildschirm wird schwarz und das Ding will nicht mehr. Ich starte neu. Wieder dasselbe Verhalten.
Nun, was tut man in solchen Fällen? Man schreibt eine höfliche Reklamation mit Bitte um Nachbesserung. Ich muss kurz erwähnen, dass ich mich sehr zurückhalten konnte, worauf ich stolz bin. Immerhin hatte ich in diesem Moment ganz erstaunlich grafische Phantasien. Es kam Gewalt darin vor und nicht wenig. Ich schrieb am Ende nur:
“Ich muss hoffentlich meinen Unmut nicht im Detail schildern.”
Immerhin bekam ich schnell Antwort: Eine maschinell erzeugte Standartantwort. Ich sollte meinen Vertrag verlängern, denn da hätte ich nach ein paar Monaten das Anrecht auf ein neues subventioniertes Gerät. Aber die Garantiezeit sei nun abgelaufen, sie könnten leider keine Reparatur mehr anbieten.
Of course this means war.
- Ich frage mich, wie die das machen – per USB geht es jedenfalls nicht. [↩]

Eine nette Erfindung, die Nokia da zum Test bereitgestellt hat: Die 
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