Parken

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Genauso wie dieses alte Partyspiel kommt mir im Moment die Parksituation in meiner zunehmend zugeschneiten Straße vor, wisst ihr.

Jeden Tag wird ein Parkplatz zugeschaufelt und dann findet wieder ein Bewohner keinen Ort für die Nacht … für den Wagen… und muss in einer Nebensgasse die Nacht verbringen. Der Wagen.

Aber am Morgen kommt wieder der Schneepflug und dann wird es wieder eng. Die Schneehaufen werden mehr.

Einer weniger.

Mal sehen wer gewinnt. Ich denke nicht mal ansatzweise daran aufzugeben, meine geneigten Leser. Ich tue das auch für eure Ehre.

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Ich habe schon viel Zeit wartend vor Baumärkten verbracht.

Nicht, dass ich persönlich etwas gegen Baumärkte hätte. Sie machen mich nur wahnsinnig. Allein schon dieser Beleuchtung. Die treibt einem das Rote in die Augen und macht aggressiv, behauptet ein alter Freund und ich bin geneigt, ihm zuzustimmen.

Eben war es wieder so weit. Ich bleibe lieber draußen sitzen und schaue aus dem Autofenster – es geht ja immerhin nur um ein paar Glühbirnen, wie lang kann das schon dauern? Nur eine Viertelewigkeit.

Mir gegenüber, in einem dieser aufgeblähten Autos für Großfamilien, da sitzt eine Frau. Sie gehört zu der Sorte, die nach einem unentschuldbaren Modetrend vor knapp zehn Jahren ihre Sonnenbrille oben auf dem Kopf vergessen hat und die vergangene Zeit scheinbar mit dem Herunterwachsenlassen ihrer Mundwinkel verbracht hat. Sie langweilt sich und gähnt.

Sie schaut sich um. Nach links. Dann nach rechts.

(Nichts zu sehen.)

Sie schaut in den Rückspiegel und entdeckt zu unser aller Leidwesen ihre Nase, deren Flügel sie ordentlich kratzt, einmal links und dann rechts.

Noch einmal. Dieses Mal richtig. Sie beschaut sich ihr Werk und dann die Umgebung und ist offensichtlich unzufrieden. Offenbar der falschen Auffassung, unbeobachtet zu sein, beginnt sie mit einer tiefergehenden und nachhaltigen Reinigung ihres Riechorgans.

(Es ist so schwer für mich, dies zu schreiben wie für euch zu lesen, aber es muss einfach raus. Der Text.)

Sie beschaut sich die Ergebnisse und … ja, das Unaussprechliche geschieht, bedauernswerte Leser dieses Weblogs. Während dieser Handlung schaut sie sich immer wieder um und scheint komplett die Handvoll erschütterter Augenzeugen zu übersehen, die verzweifelt versuchen, keine Augenzeugen zu sein.

Manche Leute scheinen wirklich zu glauben, komplett privat und zuhause zu sein, sobald sie die Fahrzeugtüren hinter sich zugeknallt haben (die natürlich mit einem satten Geräusch hinter ihnen zufallen,weil sie hochwertiges deutsches Fahrzeug besitzen. Der Sound von Heimat.). Die fahren auch entsprechend, fürchte ich.

Bei nächster Gelegenheit entscheide ich mich definitiv für die Glühbirnen.

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