PC

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Halbwegs erwartet man es ja schon: Wenn der PC1 aufgrund eines wieder einmal kniffligen, dafür aber ‘wichtigen’ Updates vollkommen unbenutzbar wird2, dann lässt die nächste technische Katastrophe sicher nicht lange auf sich warten.

Genau so kam es dann auch, als ich mit dem Rechner beschäftigt war und mein Mobiltelefon mal eine Stunde unbeaufsichtigt ließ: Die Displaybeleuchtung verweigerte den Dienst. Als ich nach der Hotline-Nummer zu suchen begann, war mir schon klar, was das bedeutete: Gerät bitte einschicken, herzlichen Dank.

Nun gut, ich habe ja noch das gute alte Samsunghandy und bin weiterhin erreichbar; natürlich fällt mit dem N95 auch gleichzeitig mein Navigationssystem aus, da aber mein Auto letzte Woche bereits in die Werkstatt musste und dort immer noch einer Kraftstoffpumpen-Transplantation entgegensieht, habe ich als Ersatz praktischerweise ein Fahrzeug zur Hand, das so etwas bereits eingebaut hat.

Ich kann von Glück reden, dass ich keinen Schrittmacher oder so implantiert habe; der würde sicher demnächst auch den Geist aufgeben.

Ich habe ja aktuell so viel Zeit für Mist dieser Art!

Wie gut, das mein MacBook weiterhin treu seinen Dienst tut.

  1. Damit meine ich meinen “großen” Desktoprechner []
  2. Er bootet nicht einmal mehr; ich kann von Glück reden, das ich Vista installiert habe, mit dem ich die letzte funktionierende Konfiguration wiederherstellen kann; aber es wird sicher dauern []

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Ich war der Junge, dessen Nummer tolle Frauen und coole Typen immer in ihren kleinen Notizbüchern hatten, lange bevor es nicht mehr uncool war, ein Mobiltelefon zu benutzen: Sie hatten die nicht ganz unbegründete Hoffnung, dass ich ihren durch irgendeinen dummen Umstand bockenden PC wieder zur motivierten Mitarbeit bewegen könnte. Das passierte nicht gerade selten und ich erwarb mit der Zeit einen gewissen Ruf.

Ich war damals überzeugt davon, das man als cooler und toller Mensch nur in solchen Momenten meine Bekanntschaft schätzen könnte. Mein Glaube an meine eigene Unerträglichkeit und die Arroganz der restlichen Menschheit war so ausgeprägt, dass ich mich in der Folge unerträglich und arrogant benahm. Ich war nämlich nicht nur jung und nerdig, sondern auch ein echter Vollidiot voller unhaltbarer Vorurteile und einem ernst zu nehmendem Mangel an Selbstbewusstsein. Die Sorte Mensch, die jede noch so weit hergeholte Möglichkeit zum Aufbau von Selbsthass dankend annahm. Ich konnte in die Leere geschossene verbale Flanken genauso gut in tief empfundene persönliche Kränkungen verwandeln wie damals Maradona harmlose Mondbälle in Traumtore.

Aber, hey, ich war echt gut im PCs reparieren. Allerdings…. um ehrlich zu sein… im nachhinein fallen mir zig Gelegenheiten ein, bei denen die eine oder andere hardwaregeplagte Frau vielleicht doch etwas ganz anderes von mir wollte als nur den Einbau eines CD-Brenners. Etwas völlig anderes. Netteres. Etwas Unaussprechliches, moralisch noch zweifelhafter als die Möglichkeit, urheberrechtlich geschützte Medien schamlos zu vervielfältigen. Etwas, das direkt das Ende meines Status als männliche Jungfrau nach sich ziehen könnte. Ganz zu schweigen von Romantik und Romanzen. Aber das alles konnte natürlich unmöglich wahr sein, nicht in meinem Weltbild unterzubringen, in dem ich mich selbst als Stammbesetzung für den ewigen Verlierer gecastet hatte.

Besonders dieser eine Fall, in dem mich die überaus attraktive Lady im Bademantel empfing, sich für ihren Aufzug entschuldigte und mich nach getaner Hilfeleistung noch auf einen Drink einladen wollte… ich bin natürlich schnell abgehauen. War doch logisch, oder?

Wie bereits gesagt, ich gehörte zu einer besonders von sich selbst überzeugten Sorte Vollidiot.

Zum Glück bin ich heute nicht mehr so.

Heute finde ich mich immerhin einigermaßen akzeptabel. Aber mein Ruf als Unfehlbarer Reparierer von Computerkram ist nicht mehr das was er mal war. Mein Sockel als Hilfreicher Kontakt™ bröckelt. Nicht nur, dass ich meistens per Mail oder ICQ gefragt werde und nicht einmal mehr nach Hause eingeladen werde – snif! – ich scheitere kläglich bei den simpelsten Aufgaben und das auf unerklärliche Weise. Früher musste ich meistens gar nichts tun, der Vorführeffekt wirkte bei meiner puren Anwesenheit Wunder: “Vorhin ging er nicht an! Wie machst Du das nur?”. Ich widerstand dem Drang, die Augen langsam zu schließen, sanft zu lächeln, meine Handfläche auf das Gehäuse zu legen und folgende Worte zu verkünden: “Nun musst du nicht mehr leiden, kleiner Freund. Denn ich habe dich geheilt.” Nun gut, manchmal widerstand ich diesem Drang auch nicht. Ich war auch nur ein Mensch.
Ein etwas verlegenes Lächeln in Richtung Besitzerin1 folgte, dann ein “Ich gehe dann mal. Du hast ja meine Nummer.” [Denis verlässt unter den bewundernden Blicken der geretteten Demoiselle das Gebäude2.]

Wenn ich hingegen in den letzten zwei Jahren in solchen Situationen etwas kund zu tun habe, dann ist es eher: “Tut mir leid, die Festplatte liegt in den letzten Zügen. Sie wird leider bald ihre letzten Umdrehungen machen. Das kostet dich allein an Material zirka…[Zu Viel Geld] ” Das ist schon ein angenehmerer Fall. Da hat man wenigstens einen Besuch herausgeschlagen und vielleicht ein Bier. Trotzdem: die Karriere als Computer-Wunderheiler ist eindeutig beendet, ich bin nur noch so ein normaler Typ “der sich die Sache mal anschauen kann”.

Richtig peinlich wird es, wenn man in diesem Blog kleinere Hilfen anbietet, die aber auf unerklärliche Weise nicht funktionieren. Ich muss nur an eine Anleitung für den Google Reader denken, die ich eigentlich für todsicher hielt. Natürlich funktioniert sie bei meinen engsten und meistgeliebten Freunden überhaupt nicht, schon gar nicht bei tollen Frauen. Na super. Wie überaus unangenehm. Klar, dieses Nichtfunktionieren kann ich mir vielleicht inzwischen erklären, aber warum passierte mir so etwas als Teenager niemals?

Vielleicht hängt es direkt mit dem Verlust meiner Unschuld zusammen. So ähnlich wie nur weibliche Jungfrauen Einhörner reiten können, sind vielleicht nur unbefleckte männliche Teenies in der Lage, einen PC nur durch ihre Anwesenheit wieder zum Laufen zu bringen. Das könnte ich akzeptieren, dafür habe ich ja inzwischen Freunde und kann mit der Gegenwart Frauen umgehen. Die Leute brauchen auch keine billigen Ausreden mehr, um mich einzuladen.

Hey, falls ihr ein Problem mit eurem PC habt, ich kann es mir mal anschauen. Allerdings will ich heutzutage abgesehen vom gemocht werden mindestens ein Bier haben oder lecker essen gehen. Bademäntel sind optional, werden aber gern gesehen3. Wunderheilungen werden nicht garantiert.

  1. Es gab auch Besitzer, aber die machen sich im Kontext dieser Story nicht so gut. []
  2. Ich sagte ja schon, das Kerle hier nicht so gut in den Kontext passen. []
  3. Auch in diesem Kontext… ihr kennt das ja schon, Jungs. Das mit dem Bier geht aber völlig in Ordnung. []

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Seit einer beunruhigend langen Zeit interessiere mich mich ernsthafter für ein Macbook und lese aus diesem Grund Newsfeeds von Apple-Newsseiten, die mich zusehens verwundern, wenn nicht sogar verstören.

Wenn man einem Windowsbenutzer eine positive Eigenschaft unterstellen kann, dann ist es eine gewisse schicksalsergebene Gelassenheit: Wenn der Rechner nicht will, schalte ich ihn aus und starte ihn wieder neu. Wenn er dann immer noch nicht will, habe ich ein größeres Problem. Kaum jemand ist wahnsinnig genug, ständig neue Nachrichten aus der Soft- und Hardwarewelt von Windows-PCs zu lesen. Das interessierte mich noch nie besonders, mit Ausnahme der fiebrigen Phase vor dem Kauf eines neuen Systems. Sobald man einen tollen Rechner hat, werden diese Seiten nicht mehr gelesen. Ich will nicht zwei Wochen nach dem Kauf eines teuren Gerätes das Gefühl haben, das es schon wieder etwas viel Tolleres gibt und ich wohl damit anfangen sollte, für die nächsten neuen Teile zu sparen. Nicht das ich das je getan hätte, ich war immer – gelassen – hinter der Zeit. Lass sie doch machen, die Langweiler, die immer das Neueste und Teuerste haben müssen. Ich fahre einen Golf Diesel. Das andere schneller und schöner sind, tangiert mich nicht. Wenn der Rechner auseinanderfällt und Software nicht mehr läuft, dann und nur dann sollte ich vielleicht etwas Neues ins Auge fassen.

Applekunden sind da ganz anders. Applenachrichtenleser sind so detailversessen, dass eine Nachricht wie “der Onlineshop auf der Appleseite ist offline!!!!!” offenbar die halbe Szene in Ausnahmezustand versetzen kann. So sehr, dass die Gemeinde nach einer kurzen Weile wieder eine Entwarnung bekommt, wohl um einem kollektiven Schlaganfall vorzubeugen: Keine neuen Produkte. Es war nur eine ganz normale Wartung. Puuuuuuh.

Das hat etwas Religiöses an sich. Die allermeisten PC-Besitzer bemerken solche Kleinigkeiten gar nicht. Für Macianer gibt es keine Kleinigkeiten, wenn es um die Firma in Cupertino geht. Daran werde ich mich noch gewöhnen müssen. Wie ist das wohl, wenn man wirklich mit ernsten Kaufabsichten in einen Apple Shop geht?

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Meine kleine Geschichte über das PC-kaufen habe ich dann doch bei Antigames veröffentlicht. Das ist ca. 80% autobiographisch. Also lesen :)

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Eigentlich wollte ich mir schon Ende letzten Jahres einen neuen PC gönnen – dieses Wort passt ideal, denn mein lauter, hässlicher AMD 64 €400-Notkauf tut eigentlich seinen Job ganz gut. Auch wenn das fantastische Elitegroup Motherboard die Stromsparfunktionen der CPU nicht unterstützt, und… naja. Er macht seine Arbeit, okay? Angeblich kommen im zweiten Quartal erheblichen Preissenkungen für Intels Core 2 Architektur, ausserdem sollte bis denn ATIs R600 DirectX10 Grafiklösung auf dem Markt sein und zumindest einen kleinen Preiskampf mit dem DX10-Platzhirsch Nvidia auslösen. Na gut, ich werde warten.

Etwas drängender ist es mit meinem Telefon – ich suche schon seit Monaten nach einem neuen Smartphone, aber da mein prestigeloser Debitel-Vertrag im März ausläuft, werde ich mich irgendwann entscheiden. Aber das ist nicht so einfach, wenn solche leckeren Produkte wie das Nokia E65 und erst recht das mächtige N95 erst angekündigt sind, neben anderen verführerischen und potentiell unverschämt teuren Geräten? Ich werde warten.

Oh, wie ich warten hasse.

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Vor ein paar Monaten spielte ich noch mit dem Gedanken, mir einen Mac zu kaufen. So einen kleinen, possierlichen fürs Arbeiten, den ich auch stolz auf dem Schreibtisch präsentieren kann anstelle ihn zu verstecken. Diese Gedanken verfolgten mich wochenlang und ich begann schon Ausstattungsmerkmale und finanzielle Möglichkeiten miteinander zu versöhnen. Bis mir der Gedanke kam, das man für den Preis eines einigermaßen flotten Mac einen dermassen wunderschönen grenzgängig überlichtschnellen PC bauen kann, der nicht nur total leise und toll zum arbeiten wäre, sondern auch phänomenal zum Spielen. OS X ist auch keineswegs viel stabiler als Windows oder Linux.

Warum also ein Mac?

Ehrlich? Keine Ahnung. Erstaunlich ist aber, dass Apple es fertigbringt, Rechner die sich wie ein Ei dem anderen Gleichen als Maschinen für die geistige Elite und die Individualisten unter uns zu vermarkten – think different, aber doch bitte in genau der gleichen Optik wie die anderen Individualisten.

Nicht so wie diese schlipstragenden Spiesser, die sich ihre Kisten so bauen/bauen lassen, wie sie gerade Lust haben.
Ich will auch einen sehr schönen, leisen, angenehmen neuen Rechner, aber das kriegt man auch in der PC-Welt – es kostet nur vielleicht ein wenig (oder ein wenig viel) mehr. Es gibt sogar schöne Gehäuse.

Morno hat nicht unrecht: Apples Marketing ist gottgleich. Und das meine ich wirklich voller Bewunderung. Immerhin will ich ihr neues Telefon ganz, ganz dringend sofort haben.

Kommentare sollten nun wieder funktionieren.

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