schlafen

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Ich habe vor kurzem etwas mit den SuchmaschinenSuchbegriffen angestellt, aber hier und jetzt muss ich sofort eine Antwort geben. Denn folgende, hier originalgetreu zitierte Zeile klingt dringend:

können merrschweinschen schlafen?

Ja.

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Ich weiß, das ist selbst für dieses Weblog vermutlich zu trivial – aber ich habe bis halb zwei geschlafen – das ist ja enorm! Ja, für euch vielleicht nicht, aber für mich … ich bin ja durchaus passionierter Langschläfer – aber der Tag ist ja schon halb um ! Und ich habe nichts getan! Ich muss Bäume sägen und Marmor schleifen – mit den Zähnen, beides. So viel zu tun, so wenig Zeit!

Mit der tighten Zerstörungscrew auszugehen ist immer gewaltig. Yo. Am nächsten Tag bin ich immer erleuchtet und geschafft.

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Wie mich nur eine Person nachdrücklich erinnerte, fehlt noch etwas über die andere noch fehlende Art und Weise, sehr befriedigt einzuschlafen. Ich rede natürlich von angenehmer und nützlicher Literatur, insbesonders von Büchern. Aber nicht nur. Daher will ich mit den nicht-Büchern beginnen.

  1. Geneigter Leser, geneigte Leserin: Ich darf darüber aufklären, das sie gerade ein Weblog lesen. Ich selbst mag einige Weblogs sehr und ich bin außerdem Besitzer eines übertriebenen Mobiltelefons, auf dem dank entsprechendem Tarif ganz gut ins Internet komme – da liegt es nahe, zum Einschlafen ein paar Newsfeeds meiner Lieblingsblogs im mobilen Google Reader zu lesen. Da schämt sich der Denis mal kein Stück für.
  2. Auch wenn Comics sonst die klassische Toilettenlektüre sein mögen – sie sind in Heftlänge und entspannter Lesbarkeit auch ganz hervorragend für das Bett geeignet. Leider sind sie sehr kostspielig, vor allem in Hinblick auf die kurze Zeit, die man mit Lesen verbringt. Dazu der hohe Knitterfaktor … sie sind toll, aber nichts für jede Nacht.
  3. Trost und RatÜberhaupt, der Blogeinfluss: Sammlungen von kurzen Geschichten und Kolumnen sind ja beinahe blognahe Werke, wie Flann O’Briens Trost und Rat, das ich fast ebenso gern wieder-wie vorlese. Kleine, schlaue Kapitel die einmal in der Irish Times erschienen sind und immer unterhaltsam und gern etwas schräg sind. Toll. Übersetzt von Harry Rowohlt, was auch kein Fehler ist. Wer sich nicht sicher ist… ich lese wie gesagt gern etwas daraus vor1.
  4. Kochbücher sind definitiv ungeeignet. Ich rate ausdrücklich davon ab. Wer mich kennt, kennt auch meinen winzig kleinen Kuschelbauch – der ist ganz allein durch nächtliche Durst- und Hungerattacken entstanden. Nicht an Rezepte denken. Nicht an “noch ein Bier” denken. Nicht an das Frühstück denken. Nicht an Rezepte denken. Nicht in Kochbüchern lesen.
  5. Erotische Literatur ist ein anderes Genre, das interessanten Bett-Lesestoff sein kann, vor allem weil die Werke häufig schön kurz sind. Wobei… es kann einsam und traurig oder noch schlimmer, hochmotiviert bei Soloschlafgang machen – aufkommende Stimmungsschwankungen und Spannungsgefühle sollten bedacht werden. Äh. Nächster Punkt.
  6. Es gibt ein paar Bücher, für die man lieber etwas früher die Bettstatt aufsuchen sollte, weil man Ruhe und Zeit für sie braucht; die besten Titel gehören leider oft genug in diese Kategorie. Immerhin zahlt man für den Genuss eines guten Buches mit Zeit.
  7. Nun, da fehlt noch eines: Selber schreiben und zwar im Bett. Notizbuch? Notebook? Noch bombastischeres Smartphone als meines? Super. Wenn man in der richtigen Stimmung ist, sorgt das für genug Gelegenheit zum Reflektieren und vielleicht auch zum heilsamen (verbalen) Auskotzen. Danach habe ich nur selten Alpträume. Wenn ich überhaupt einschlafe natürlich.

Ich glaube, ich schreibe später noch mehr. Im Moment leide ich unter akuter geistiger Leere.

  1. Wie, du hast meine Nummer nicht? Das ist ja schrecklich. []

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Wie ihr vielleicht noch wisst, ist diese Seite auch eine Ratgeberseite. Neben der wichtigsten Aufgabe dieses Weblogs, nämlich den richtigen Umgang mit Denis1 zu lehren, will ich aber auch euch an meinen gesammelten Weisheiten teilhaben lassen, aus purer Großherzigkeit natürlich.
Ein Problem das ihr vielleicht auch haben könntet und damit mir mir teilt: Ich muss oft morgens aufstehen, aber ich bin leider auch ein Nachtmensch, der besonders nach 12 Uhr aktiv und fast schon leistungsfähig wird, was bedeutet dass ich putzmunter bin, wenn Zapfenstreich angesagt wäre. Mit der Zeit findet man sichere Mittel, um doch einzuschlafen. Hier sind sie.

  1. Wasser trinken. Viel davon. Soll beruhigen und müde machen. Nebenwirkung: Kurv vor dem erleichterten Wegnicken kündigt sich ein anderes Bedürfnis an, welches ein sofortiges, sofortiges Aufstehen einfordert. Falls man aber nichts trinkt, tritt ebenso unweigerlich Durst auf, ein anderes Bedürfnis, welches ein sofortiges, sofortiges Aufstehen einfordert.
  2. Fernsehen. Macht schwach, manchmal aber auch ärgerlich, wenn das Programm noch schlechter als erwartet ist, was zugegebenermaßen eher unwahrscheinlich ist. Macht tatsächlich müde, aber es gibt das Risiko eines listig im Sendeplan versteckten tollen Filmes, den man seit Ewigkeiten sehen wollte und auch jetzt nicht in der Lage ist, abzuschalten. Besonders verhängnisvoll: Der Film ist so gut wie erwartet. Das war es dann mit dem Nachtschlaf. Also: Vorsicht.
  3. Katze auf dem Bett2. Katze auf dem Bett entspannt und sorgt im besten Fall für angenehme Wärme und freundliches Anlehnungsbedürfnis. Im schlimmsten Fall schubst das trügerisch kleine Tier auch den stärksten Mitschläfer aus der Bettmitte, um diese selbst in Anspruch zu nehmen. Bisse und plötzliches Jagdverhalten des Spiel-interessierten kleinen Schnurrers sind einzukalkulieren. Auf keinen Fall nach dem Aufwachen Füße ausstrecken! Nebenwirkung: Haare. Viele, viele schwer zu entfernende Haare. Morgendlicher Mundgeruch, den kein anderes Lebewesen an Widerwärtigkeit erreichen kann – nicht einmal Wochen nach dem Ableben.
  4. Telefonieren. Nachteil: Erfordert andere Schlaflose, die gerade genau dieselbe Idee haben. Chance: 2%3. Funktioniert sehr gut, leider versteht man sich aber gelegentlich so gut, dass das Morgengrauen nicht nur erreicht, sondern schlicht übersehen wird und der Termin nicht nur unausgeschlafen wahrgenommen, sondern gleich ganz vergessen wird. Gefährlich.
  5. Gute Gedanken. Helfen, sorgen für gute Träume, erfordern gelegentliches Glück und/oder gute Menschen. Wirken gut gegen Alpträume.
  6. Weblog schreiben. Wirkt gut, glaube ich. Sorgt für trügerische Gedankenendspeicherung und eine gewisse Reinigung. Euch Morgenblogger werde ich nie so recht verstehen. Aber ich mag euch trotzdem, wenn ihr mich lest.

In diesem Sinne: Gute Rest-Nacht, Nachtleser und Nachtleserin und Dir, Morgenleserin und Morgenleser, einen guten Tag. Ich hoffe, Du hast genug genächtigt. Ehrlich gesagt brauche ich wohl deine Hilfe und Ratschläge, wenn ich so auf die Uhrzeit schaue – bei Selene, ich muss ins Bett.

  1. Mir. []
  2. Wir reden hier von einer echten, tierischen Katze, liebe VerbalerotikerInnen. Einer Katze aus 100% Tier. []
  3. Bei mir hingegen kann man wirklich immer anrufen, ich bin selten unerfreut, nur manchmal komatös. []

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