Neujahr bedeutet bei mir Familientermin und Sauerbraten, was in den meisten Fällen auch zur Katerehandlung ausgesprochen nützlich ist, wie alle anderen sauren Speisen auch. So war es auch in diesem Jahr, obwohl ich unverkatert aufgetaucht bin. Die andere typische Neujahrssache ist die vertraute Niedergeschlagenheit, weil man eben nicht mit bestimmten Leuten angestossen hat: Der wahre Grund, warrum ich Silvester nicht mag – ich fühle mich einsam dabei, immer.
Andererseits erfuhr ich, wie meine Eltern den Silvesterabend verbracht hatten: Auf dem Sofa, zwischen sich den argwöhnischen Kater, der sich nicht ganz unbegründet schon Stunden vorher Sorgen um etwaige Knaller gemacht hatte: Einer legt eine Hand auf die Katze, der andere hält dem furchtsamen Schnurrer sanft die Ohren zu.
Scheinbar hat es funktioniert und ich mußte doch lächeln, genauso wie jetzt gerade auch.


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