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Ich hörte heute morgen den besten ersten Satz der Woche, den man nach dem Wochenende von Klienten hören kann. Achtung, hier kommt er: Wie, ist schon Montag? Ist es schon zehn? Ich bin noch gar nicht angezogen! Leider hatte er mit jeder allem Recht, wie ich leider deutlicher erfahren und erblicken durfte als eigentlich zumutbar ist. Selbst für einen Profi, das möge mir meine geneigte Leserschaft zugestehen.

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Ich habe einige Kommentarschreiber teils nach Verwarnung dem Spamfilter übergeben – ich rede von Personen, die ich im Verdacht habe, mit inhaltsarmen Kommentaren ihre eigenen inhaltsarmen aber an aufdringlicher Werbung umso reicheren Webseiten populär zu machen. Ich mag euch nicht. Kommt nicht wieder.

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Von Zeit zu Zeit muss ich eine kleine oder größere Unanständigkeit bloggen. Es kostet etwas Überwindung1 , aber die folgende Post-Posting Inspiration ist es mehr als wert. In mir brodelt die neu erwachte Energie tausend explodierender Sonnen. Fürchtet mich.

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Ich muss nur die richtigen Leute im Chat oder noch besser neben oder vor oder in anderen Positionen in Relation zu mir wissen und ich kann schreiben wie ich atme; ich denke und denke und es passt zusammen und ich kann gar nicht so schnell schreiben wie Geschichten auf das Paper wollen.

Vielleicht ist das nicht viel für einige von euch. Aber ich finde, das ist schon etwas Glück. Und wenn es vorbei ist, dann weiß ich, was mir fehlt. Oder besser: Wer.

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Lange nichts aus Solingen gehört.

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Ich bemerke ein Ziehen in einer bestimmten Ecke meines Gehirns und das bedeutet mit großer Sicherheit, dass ich lange keine großartigen Comics mehr angeschafft habe, seitdem mein Lieblingsdealer in der Nähe einfach spurlos verschwunden ist – dabei schulde ich ihm sicher noch ein wenig Geld für Sachen, die er mir besorgen sollte und vielleicht noch in seinem Besitz verstauben.

Ich brauche frischen Stoff. Gedruckten.

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Da fällt mir etwas ein: Vielleicht lesen mich ja noch Leute, die mal ein mir bekanntes Blog hatten und welches aus irgendwelchen Gründen verschwunden oder eingefroren ist – gebt doch mal ein Lebenszeichen.

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Ich sollte man etwas über Vermieter schreiben und dieses Ding ist schon viel zu lang. So!

  1. Oder – noch besser – eine kurze Bitte aus der richtigen Richtung. Natürlich. []

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Habe ich nicht schon ein paarmal erwähnt, dass ich mich sehr über Kommentare freue und eigentlich ohne sie gar nicht mehr bloggen würde? Trotzdem moderiere ich euren allerersten Kommentar – bedeutet, einmal muss ich euch freischalten , danach könnt erscheint euer neues Zeug sofort und ungebremst auf gorgmorg. Das finde ich nicht besonders kompliziert und es hat sich bewährt. Als ich heute morgen den Hinweis auf einen neuen Kommentator in meiner Mail fand, habe ich gleich seinen ersten Beitrag lesen dürfen:

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Bedauerlicherweise konnte ich das nicht gleich freischalten; ich habe schließlich gepennt. Er blieb also zumindest die nächste Dreiviertelstunde fleißig und schrieb – offenbar enttäuscht darüber, dass ich nicht wach und freischaltwillig zu Diensten war – eine Menge weiterer Kommentare, wie diesen:

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Damit wurde es ihm dann wohl doch langweilig…
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… und das war das letzte, was ich von ihm zu lesen bekam. Da ich vermute, dass ich unter “asdf@xygfe.de” niemanden erreichen werde, hier zwei kurze Nachrichten, nur für dich:

  1. Lieber “Der Türke”: Ich glaube, Du bist gar kein Türke. So dämliche Türken kenne ich nämlich (bisher) gar nicht. Ich glaube sogar, Du bist kartoffeliger als der Durchschnittsdeutsche.Vielleicht bist du sogar selbst ein aufstrebender Nachwuschsfaschist? Du hast ausschließlich Beiträge zu kommentieren versucht, in denen ich mich über die erstaunliche Dummheit deutscher Neonazis lustig gemacht habe. Leider schaltet sich die Kommentarfunktion für ältere Beiträge automatisch aus. Sorry. Hast du nicht den Hinweis gelesen?
  2. Ich kann dich leider nicht freischalten und so deinen Unterhaltungswert herabsetzen. Das wäre unverantwortlich; ich hoffe, du kannst mir so weit folgen und sogar zustimmen. Dich freizuschalten wäre ein Verbrechen. Ich bitte dich, kommentiere nur fleißig weiter und ich werde ebenso fleißig daran arbeiten, meine geschätzte Leserschaft daran teilhaben zu lassen.

Ich bleibe dabei: Der Charme der Kommentare auf meinem Blog ist unerreicht. Allerdings holt der Charme der Kommentare in meinem Spamfilter langsam auf.

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Kürzlich habe ich Post bekommen. Darin: Ein kleines Tütchen und drei Blatt Papier.

An “GORGMORG”. Darunter mein Name und meine Adresse. Scheinbar was offizielles. Was so erstaunlich wie putzig ist, schließlich ich doch schließlich gar kein Geschäft. Ich habe auch gar nichts bestellt. Ich soll aber.

“Vollendeter Teegenuß beginnt mit der passenden Wasserzubereitung” – wer weiß das nicht? Ich persönlich verbringe täglich Stunden, ich fühle mich gleich verstanden. Teefilm (!) und Ablagerungen hingegen sind unangenehme Begleiterscheinungen der Teeherstellung, die mir den bitter nötigen Nachtschlaf kosten. Vor Sorge.

Die mitgelieferten Papierfächer1 helfen jedenfalls sicher, teilt man mir im Anschreiben fröhlich mit.

Genau dasselbe schildert man in epischer Breite auf zwei schief und blässlich fotokopierten Seiten, deren Zeilen dafür aber ordentlich durchnummeriert sind2. Ob die wirklich für mich bestimmt sind, den zukünftigen Papierfächervertrieb? Sieht so hingeschlampt aus. Egal: Man informiert mich, dass ich mir nun keine Sorgen mehr wegen Verkeimungsgefahr machen muss – wäre ich ein Besitzer eines “Kannenfilters”, der auch “Ionentauscher” enthält und eine Menge fürchterlicher Gefahren birgt. Desinfektionsmittel zum Beispiel. Wasserverschwendung. Moment mal – es gibt allerdings ein paar sehr gute Kannenfilter, die sich von der Konkurrenz unterscheiden: Erstens lassen sie alle eben genannten Schwächen vermissen, zweitens stammen sie zufällig vom Hersteller der mir gerade so großzügig zugekommenen Musterpapierfächer. Dies könne man sogar – unglaublich! – mitnehmen – “z.B. auf Reisen.” Wir sind wieder beim Thema, ich bin immer noch so fasziniert wie in der ersten Zeile.

Dann werde ich mal “den Tee wir gewohnt” zubereiten und – bei Gefallen – ein Kistchen bestellen.

Liebe Werber, wenn ich bei diesem Kollegen kaufe – bekomme ich dann von euch ein iPhone, ein paar Kisten Bier oder vielleicht ein neues Auto? Einfach schicken.

  1. Aus kochfestem Filterpapier. Aus natürlichen Rohstoffen. []
  2. Es sind 56. Der Briefkopf des Texterbüros ist auch noch drauf. []

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Normalerweise habe ich wenig Probleme mit Email-Spam – meine Filter wirken so halbwegs und die paar durchgehenden Werbedinger sind so wenig, das sie in der Regel für ein Schmunzeln ob ihrer interessanten Überschriften wert sind.

Seit ungefähr zwei Wochen ist das anders. Nicht nur gibt es eine bestimmte Sorte, die meine Schutzschirme durchbrechen kann, es ist auch eine wenig lustige Variante: Ich bekomme Spam-Email, in denen mir in sehr wackligem englisch Sex mit 12-14jährigen angeboten wird. Genau das Richtige zum Frühstück, um den Tag angewidert zu beginnen.

Wie komme ich denn in die Zielgruppe? Oder besser: wie kommt jemand auf die Idee, dass ich so etwas Widerliches konsumieren wollte? Korrektur: Ich bin gar nicht sicher, ob ich das überhaupt wissen will.

Würg.

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Nach meinen Problemchen mit dem bei WordPress mitgelieferten Akismet Anti-Spam Plugin, das bei mir nach langen treuen Diensten plötzlich und unerklärlich sämliche Nicht-Admin Kommentare gnadenlos löschte (so ähnlich wie in China), habe ich Spam Karma 2 eine Chance gegeben. Dabei handelt es sich um ein alternatives Plugin, das auch die Akismet Datenbanken benutzt, aber ansonsten andere Wege geht. Soweit, so gut – es scheint zu funktionieren und liefert gleich noch einen ganzen Berg neuer Einstellmöglichkeiten mit.

Für den Moment kann ich es also empfehlen – warten wir ab, wie es sich auf lange Sicht entwickelt.

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