Hier im Haus wird gearbeitet, die Handwerker dröhnen und krachen und bringen den Fussboden zum beben. Ich schaue besser nicht nach; sie sind im Bad zugange und ich bin dazu gezwungen, im Bademantel zu warten, bis sie fertig sind. Scheinbar sägen sie an einem Dachbalken; wenn dieses also mein letzter Eintrag sein soll, grüße ich an dieser Stelle schon einmal vorsorglich meine geneigten leser. Da ich noch lebe, fülle ich ein Stöckchen über Bücher aus, welches ich bei Anke Gröner gefunden habe. Vielleicht beende ich das, bevor mir Holz und Dachpfannen aufs Haupt stürzen.
1. Auf welche Art und Weise hast du deine/n Lieblingsautoren/in gefunden oder er/sie dich?
John Crowley und Jack Vance habe ich in der Leihbücherei gefunden. Das war tief in meiner Fantasy-Phase und damals habe ich das entsprechende Regal in kürzester Zeit durchgearbeitet; damals war ich noch ein sehr schneller Leser. Beide Autoren kamen ganz am Ende dran; Vances “Herrscher von Lyonesse”1 lag in einer lieblos mit Schutzfolie verklebten und von Rauchern hemmungslos verstunkenen Taschenbuchausgabe vor, die mich anekelte, “Little, Big” vom ersteren war ehrfurchterregend dick und schwer, außerdem fand ich den Untertitel “Das Parlament der Elfen” der heute mal wieder vergriffenen deutschen Ausgabe ganz schön kitschig.
Meistens brauchen Bücher ein paar Kapitel, damit sich bei mir eine Meinung bildet, bei diesen beiden aber war es gleich ab dem ersten Satz passiert. Douglas Adams lernte so ähnlich kennen, Coupland durch Lästerei über “Generation X” und Robert Rankins “Die größte Show jenseits der Welt” an der Theke meines alten Stammladens, wo er mir von einem Typen im Tropenhelm nahegelegt wurde, der keine Hefe im Hefeweizen mochte. Ehrlich.
Lord Dunsany fand ich in einer Kurzgeschichtensammlung in die er überhaupt nicht passte. Fritz Leiber genauso.
“Fool on the Hill” von Matt Ruff wurde mir geschenkt, von einer Freundin, die inzwischen vollkommen aus meinem Sichtfeld verschwunden ist, still und heimlich. Vorne steht “Meinem herzliebsten Ritter” drin; ich bin mir sicher, dass ich ihr mal bei Wichtigem geholfen habe. Ich habe es ganz vergessen; seltsam wie so etwas geht.
- Übrigens einer der wenigen “klassischen” Fantasyzkylen mit großem Interesse an Essen und Trinken sowie den Schönen Künsten [↩]




Letzte Kommentare