Ich habe heute im Radio gehört, das Trinken eigentlich komplett natürlich ist. Jedenfalls dann, wenn man zufällig ein Federschwanz-Spitzenhörnchen1 ist. Diese pelzigen Freunde trinken täglich und das ganze Jahr über den Gegenwert von zwölf Gläsern Wein an vergorenen Pflanzensäften. Sie werden nicht besoffen, dafür werden aber “positive psychologische Effekte”2 vermutet.
Soso.
Gewohnheitsmäßiger Suff macht die Hörnchen – “mit Primaten verwandt”, als ob wir das nicht schon längst gewusst hätten – also netter und sozial angenehmer. Das gilt nicht bei allen Menschen und erst recht nicht bei meinen durchweg angenehmen Lesern, die nur dann und wann zur Aufmunterung und aus medizinischen Gründe die eine oder andere Kiste Bier leeren. Hörnchen hingegen…
Außerdem: Vielleicht bekommen Menschen durch eine solche Lebensweise auch einen Federschwanz?
Darüber sollte man mal mit einem Glas vergorenen Nektars der Bertam-Palme nachdenken.



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