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Ich sehe, wenn sich niemand Wichtigeres meldet, schon mal hin und wieder fern. Das macht den Kopf schön leer. Weil ich aber nicht sonderlich oft fernsehe, verstehe ich nicht alles. Vielleicht helft ihr mir ja bei meinen Fragen?

  1. Warum ist Two and a half Men so unbändig erfolgreich? Das ist doch eigentlich eine ziemlich müde Sitcom von der Stange, hat dabei nicht mal ansatzweise schwungvolle Scripts und ich bremse mich hier besser. Na gut, Charlie Sheen ist drin und schaut durchgängig wie ein … nun, wie Mitglied einer bestimmten Hunderasse, deren Name mir nicht einfallen will. Das ist alles. Der bekommt 24 Millionen pro Staffel? Ich kanns echt nicht fassen.
  2. Warum spielt Nicholas Cage in so schauerlichen Filmen mit? Eigentlich kann der Mann doch was und um die Knete allein kann es dem doch wohl auch nicht gehen. In jedem dieser fiesen Machwerke – ich denk da sogar auch an Next mit seiner netten Grundidee und total verhunztem Drehbuch und fürchterlicher Regie – blitzt zwischendurch mal sein Charisma durch – das konnte der mal einen ganzen Film lang. Aber das waren eben auch Filme, die es wert waren.
  3. Ich weiß gar nicht so genau, warum Doctor Who so süchtig macht, ich muss jede Folge sehen, sobald sie in der BBC ausgestrahlt wurde – auf DVDs zu warten ist qualvoll für mich. Und die fiesen Cliffhanger! Warum falle ich immer darauf hinein? Bei jeder anderen Serie nerven sie mich und irgendwann bin ich es satt. Bei Doctor Who nerven sie mich, ich schimpfe… und fiebere bis zu Erlösung mit.
  4. Ich will wieder ins Kino, aber irgendwie klappt es nicht mit der Begleitung oder mit mir. Das hat jetzt nichts mit Fernsehen zu tun, aber das hier ist mein Blog und ich darf zwischendurch mal meinem Unmut Luft machen: Zisch.
  5. Ich glaube, ich mag Monk nicht mehr. Warum?

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  • Über die letzten zwei Jahre habe ich viele Blogs kennengelernt und einige von meinen allerliebsten sind wieder weg oder werden nicht mehr aktualisiert; das gilt auch für das Werk meiner absoluten Lieblingsbloggerin. Vielleicht gibt es ja Möglichkeiten, sie wieder zurück zu bekommen? Gern würde ich ein Art gemeinsames Blog-Magazin oder etwas ähnliches mit ein paar wundervollen Webloggern machen; ein Platz für Leute, die weniger über tägliche Nachrichtenmeldungen oder über ihr neues Auto schreiben, sondern eher Geschichten. Da müsste man auch nur dann etwas veröffentlichen, wenn wieder etwas da ist und weil andere auch mitmachen, würde die Seite nicht lange brachliegen und ihre Leser verlieren. Das wäre wirklich schön.
  • David Tennant spielt nicht länger den Doctor. Urgh. Ich ahnte, dass dieser Tag kommen würde, aber ich werde ihn vermissen. So viel wie in der Vergangenheit schreibe ich nicht mehr über Doctor Who, aber es ist doch eine der TV-Serien, an denen ich hänge; in diesem Fall allerdings nur an der unsynchronisierten Originalfassung.
  • Noch mehr Fernsehen: Pushing Daisies mag ich auch; es ist hemmungslos unrealistisch bunt und märchenhaft und hinreißend romantisch, es geht um Tod, Untot, Mord, Liebe und Kuchen. Alles funktioniert am Ende perfekt.
  • Katzen können bestimmt kuschlig sehen. Aus zehn Metern Entfernung sehen sie sofort, ob man da grade einfach nur auf dem Sofa sitzt, ob man unter einer Decke auf dem Sofa sitzt, oder ob man unter der besonders flauschigen Cashmere-Decke auf dem Sofa sitzt. Zu erkennen ist diese Fähigkeit an der jeweils völlig anderen Ännäherungsgeschwindigkeit der Katze.
  • Ich habe erst jetzt das deutlich verbesserte Long Island Ice Tea Rezept gesehen. Danke, Tom! Was das andere Rezept angeht … ich warte einfach mal. Ich gebe so schnell nicht auf, da musste nun mit leben.

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Ihr kennt ja auch die permamenten Klagen, wie verroht und verferkelt unsere Jugend durch Film und Fernsehen, Manga und Videospiele geworden sind? Ich bin mir sicher, die ewigen Predigten sind dem geneigten Leser ein Begriff – wer von euch mit Eltern (oder mit Pädagogen ohne oder mit Nachwuchs, bei denen ist das egal)  zu tun hat, darf sich (schwer) geprüfter Experte nennen.

Jedenfalls war auch hier alles besser, damals, als man selber jung war. Da gab es noch kinderfreundliche Sachen im Fernsehen, vor allem eine ganze Menge Tierfilme, Dokumentationen und Spielfilme mit Tieren in tragenden Rollen, die ich als Kind geliebt habe, schließlich fand ich die meisten Tiere zumindest interessant, viele wahnsinnig toll und wirklich kein einziges eklig – jedenfalls nicht so eklig wie ich Marzipan bewertete. Mal angenommen, Marzipan wäre ein Tier. Stellt es euch einfach vor – widerwärtig, oder?

Meine allerliebsten Lieblingstiere von allen waren Otter – Fischotter, Seeotter – alle Lutrinae hatten es mir angetan und ich bin bis heute ein großer Fan; wenn jemand von euch otternah wohnt, komme ich sofort zu Besuch. Kein Problem. Mein Herz geht weit auf, wenn ich nur diesen hopsigen Gang sehe, ach, alles! Ich bekenne feierlich: Ich liebe Otter!

Nun, daher war ich auch begeistert als einmal Mein Freund, der Otter im TV-Programm angekündigt war. Damals durfte ich nicht sonderlich lange fernsehen, aber meine Eltern machten bei Tierfilmen schonmal eine Ausnahme und so konnte ich auch einen richtigen Spielfilm zu Ende schauen. Dieser hier war ganz toll und etwas süßlich – ein Mann aus London kauft auf einem Basar im Irak einen Fischotter und nimmt ihn mit nach London, wo – Surprise, Surprise! – ein gewaltiges Otterabhängiges Chaos entsteht. Der Tierfreund beschließt, einfach nach Schottland zu ziehen und sich dort ein Anwesen zu kaufen. Für den Wassermarder und für sich selbst auch – er ist die Zivilisation sowieso satt1. Er baut dem Otter ein bequemes Habitat und bezieht ein eher spartanisches für sich selbst, auf einem Hügel. Die örtliche Ärztin verliebt sich in ihm – sie hat einen freundlichen Hund, der irgendwann auch mit dem Otter Mij (ich dachte, er hieß “Mitch”)2 anfreundete und dessen viele kleine, völlig realistische Streiche stoisch ertrug3. Alle waren sehr glücklich und wurden beste Freunde.

So weit, so gut, so kindgerecht, so etwas langweilig, oder?

Nun, bis zu den letzten Minuten, in denen etwas so drastisches und absolut grauenvolles passiert, das ich diese Szene niemals wieder vergessen habe. Ehrlich, ich habe sie genau vor meinem inneren Auge; es wird eigentlich nichts gewalttätiges gezeigt und, aber selbst einem Grundschüler wie mir war klar, dass … dieses unabsichtliche, aber mächtige Ausholen mit einem Spaten … nicht gut für einen kleinen Otter ausgehen kann, der dummerweise gerade in diese Richtung unterwegs ist. Schnitt hin oder her.

Das war so … schlimm. Ich weiß nicht mehr, wie lange ich untröstlich war, aber es hat Ewigkeiten gedauert – da war mir auch komplett egal, ob die das alles nur gespielt haben, Otter inklusive. Nicht, dass ich nicht zwischen Film und Realität unterscheiden konnte, aber der Mij in der Geschichte war eben trotzdem tot. Und das machte mich sehr traurig; ich war immer schon schwer zu trösten. Mir war auch egal, dass Mij sehr fleissig gewesen war und eine Handvoll süßer Nachkommen gezeugt hatte4 – der “Ewige Kreislauf des Lebens” war mir aber sowas von kackegal. Die sollten ein Ersatz für Mij sein ?!?

So etwas Fieses würden sich die Macher von Yu-Gi-Oh! oder Pokemon oder Dragonball Z niemals trauen. Da können sich die Anime-Helden noch so lange prügeln.

Da kommen die nie dran. Ich finde es aber immer noch sehr erstrebenswert, einsam in Schottland zu leben, auf einem Hügel, mit einer tollen Frau nebst Hund und einem Otter, natürlich. Außerdem: Ein guter Vorrat des besten lokalen Whisky, natürlich, sowie etwas Shortbread (Ich habe ein gutes Rezept.).

  1. Der Film ist von 1969, die meisten damaligen Spielfilme mit Tieren handelten von Aussteigern. []
  2. Übrigens war Mij Mitglied einer bisher völlig unbekannten Otterart, die inzwischen ausgestorben ist. Dieser Film schafft es auch heute noch, mich zu deprimieren – zig Jahre später. []
  3. Tatsächlich basierte der Film auf einem Buch von Gavin Maxwell, der das alles so ähnlich erlebt hatte und wohl auch neben seinem Otter begraben wurde. []
  4. Auch in Familienfilmen von 1969 musste noch etwas Sex vorkommen, erst recht in welche mit Tieren. Mmmh. Nein, nicht so. []

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Ich habe zwar bekanntermaßen eine Schwäche für Comics, aber ich mag die allermeisten Superhelden-TV-Serien nicht besonders. Dieser hier wird wohl sehr britisch und somit vermutlich nie bei uns laufen – aber es ist eine, die ich gern sehen will. Jedenfalls nach diesem Trailer.

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Vorhin habe ich gelesen, dass die Olympischen Spiele in Peking schon wieder vorbei sind. Ich habe nicht eine Minute davon verfolgt, nicht einmal die wie ich annehme reichlich pompösen Feiern davor und danach. Das war auch keine politische Geste meinerseits, es hat mich schlichtweg nicht interessiert; auch meine Freunde hatten offenbar Wichtigeres zu tun – man redete einfach gar nicht darüber.

Nur im Radio entkam man ja den permament atemlosen Sportreportern nicht, die einem scheinbar knapp vor dem Herzinfarkt darlegten wie jemand in China beinahe vom Reck zu fallen droht und sich so seine Chance auf ein kleines rundes Stück Metall vermurkst hat.

Als ich noch klein war, habe ich bei so etwas immer fest vor der Glotze geklebt und habe mir alles angeschaut. Auch Schießwettbewerbe und sogar – man glaubt es nicht – das Synchronschwimmen.

Vielleicht habe ich nun etwas Wichtiges verpasst. Ich glaube aber eher nicht daran.

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Ich weiss, ich weiss – so eine tolle Geschichten wie die Badezusatzoperette bekomme ich in dieser überaus nervigen Woche nicht mehr hin. Aber ein paar Sachen müssen einfach raus. Diese sind es:

  • Warum kann ich mein O2-Supervertragshandy als Onlinekunde (!) nicht im O2-Laden zur Reparatur einschicken lassen, ohne vorher meine Rechnung vorzulegen? Sie haben ja vorher sowieso meinen Namen und meine Nummer und meine Daten abgefragt – da steht auch drin, welches Handy – inklusive Seriennummer übrigens – ich habe? Oh doch, steht da drin. Die – für Onlinekunden so gar nicht kostenlose- Hotline hat mir das nämlich verraten. Die wollten dann auch keine Rechnung. Aber sie liefern natürlich auch kein Ersatzgerät für die Dauer der Reparatur. Grrrr… ich habe viele Geschichten über die Zweiklassengesellschaft der Ladenkunden und Onlinebesteller gehört, sie aber nicht glauben wollen. Selber schuld, Denis.
  • Warum hat denn die eine ordnungsfimmelige blonde Mami bei “Frauentausch”1 laut Script eine Voodoopuppe im Bett ihrer Leihkinder verstecken müssen? Und vor allem, wer soll das glauben? Vielleicht sehe ich zu wenig fern und muss mich anpassen. Vielleicht aber auch nicht.
  • Ich esse und koche bekanntlich sehr gern, aber es macht alleine einfach keinen Spass. Genauso wie Kino. Der Film ist derselbe, aber Kino muss ein Tempelbesuch sein. Essen gehen oder gemeinsam kochen muss ein heiliger Ritus sein. Ein ordentliches Besäufnis muss ein Kreuzzug gegen jedwedes Unrecht sein. Sonst wirkt das alles einfach nicht so richtig, oder?
  1. ich habs nicht absichtlich reingeschaut! Ich schwörs! Die 20 Sekunden haben gereicht! []

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