Es stimmt: Mir ging es schon bedeutend besser und hoffentlich bin ich bald wieder richtig fit. Aber aus irgendwelchen Gründen kann ich mich im Moment besser an meine Träume erinnern. Vor allem an den Traum von letzter Nacht.
Dieser war eine Spielshow mit Urlaubern als Kandidaten – unwahrscheinlich und traumhaft war bereits die Tatsache, dass ich einer davon war. Wir waren sehr in Eile, unser Schiff zu finden und an Bord zu gehen, aber das schafften wir dann doch noch. Dann gab es Luftaufnahmen der Bielefelder Meerenge mit ihren berühmten sonnenumspielten Steilküsten. Darauf thronen erhaben die prunkvollen Gebäude der mächtigen Doppelstadt, deren Hälften über eine kühn geschwungene Brücke verbunden sind: Dem Ostwestfalendamm.
Dazu gab es die Traumschiffmelodie, bis zum ersten Landgang an irgendeiner Insel. Vielleicht war es das legendäre Hagen, der geheimnisvolle Schicksalsfelsen. Der fröhliche Moderator eröffnete mir und meiner attraktiven Kabinengenossin, dass man unser Gepäck über Bord geworfen und wir so mit vier anderen zu Kandidaten seiner Show geworden waren. Wir konnten uns nun neues Gepäck zurück gewinnen. Durch verschiedene Spiele. Natürlich waren wir ausser uns vor Freude – so lustig sollte jeder Urlaub anfangen.
Das erste Spiel war, den echten Beckenbauer unter fünf Personen zu erkennen, die sich sehr ähnlich sahen. Ich gewann 10 Punkte, weil ich als Erster erkannte, das alle fünf echte Beckenbauer waren. Ich gewann einen Kondomspender aus Plastik, im Blumenform und ohne Inhalt.
Weil ich mich darüber beschwerte und mir doch wenigstens so etwas wie eine Badehose ausbat, wachte ich leider auf.


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