Weblogs

Artikel mit dem Stichwort Weblogs.

Heute habe ich geholfen, ein neues und extrem geheimes Weblog einzurichten – das habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr getan und irgendwie tat das gut. Nicht, dass es heutzutage sonderlich schwierig wäre, ein WordPress-Blog auf eigenem Webspace einzurichten.

Ich kanns noch. Jemand freut sich drüber. Mal schauen, was daraus wird.

Ist doch was.

Ob man als Blog-Consultant irres Geld verdienen kann?

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Ich hatte eigentlich immer von mir gedacht, dass ich mir eine ganz vernünftige Einstellung zum Internet und dem ganzen Web 2.0 Trubel gezimmert hätte: Nämlich die, es in Maßen zu nutzen und nicht total die Kontrolle zu verlieren oder genervt zum Web-Emigranten zu werden.

Nichts davon ist mir passiert.

Anstatt dessen fiel mir auf, dass ich Unmengen ungelesene Artikel in meinem Feedreader hatte – über 100 allein in in meiner Favoriten-Kategorie, wo sich die feine Elite meiner Lieblingsblogs versammelt hat. Es war mir ziemlich egal.

Und dann fiel mir ein, dass ich seit Monaten am selben Buch lese und nicht weiterkomme. Das mich die ganzen Sachen überhaupt nicht interessieren, dass scheinbar kaum jemand etwas zu sagen hat – oder aber, immer dasselbe – das dafür regelmäßig.

Ich habe auch schon lange keine Geschichte mehr zuende geschrieben.

Damit will ich nicht sagen, dass ich von Twitter, Facebook und Co. frustriert bin, ich werde mich dort nicht abmelden. Aber die Flut unglaublich wichtiger Information rauscht an mir vorbei wie ein Zug, für den ich nicht einmal ein Ticket habe.

Soll er eben abfahren.

Die solln mich alle mal in Ruhe lassen, denke ich so vor mich hin und fühle mich fast gar nicht schuldig dabei.

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Schnurr. Klick mich.

Streichel mich.

Wer hätte das gedacht? 2008 war es, als der letzte Beitrag auf Antigames erschien. Nun sind wir wieder da. Nicht älter, nur besser.

Wir haben die Band wieder zusammen, glaube ich.

Antigames ist das grantige aber herzensgute Blog, in dem man auch über Computer und Videospiele schreibt, aber nicht nur das – außerdem über die große Liebe und Kopfbedeckungen sowie Saurier. Wir lieben Dinoaurier.

Das wird gut.

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Ich weiß ja ganz gut, dass mich einige meiner Freunde und einige meiner Lieblingsblogger (ein paar davon sind auch meine Freunde, hoffe ich) regelmäßig lesen, aber wie oft ich von einigen von ihnen besucht werde, ist mir oft nicht klar und dann schäme ich mich, wenn ich sie mit eher erbärmlichen Texten über grippale Infekte1 enttäusche.

Meine Güte, beinahe jeden Tag werde ich von der einen oder andere Person besucht? Jeden Tag?

Ich bin so dankbar dass ihr mir so oft ein paar Minuten eurer Zeit schenkt und wirklich nicht sicher, ob ich das wert bin2 . Aber das habe ich wohl nicht zu entscheiden :)

Aber dann schreibe ich wohl besser… besser, hmm?

Vielleicht sollte ich mal wieder nach einem Thema aus dem Publikum fragen, sozusagen ein Wunschkonzert veranstalten. Ich garantiere nicht dafür, alles aus euren Vorschlägen zu betexten, aber ich bin neugierig, was ihr so auf der Pfanne habt. Kein Skrupel, bitte.

  1. Ich weiß, Themen wie diesen hatte ich schon vor Jahren offiziell abgeschworen. Obwohl ich dachte, bei dem Verbot ging es lediglich um Pickel – ein Irrtum, wie ich eben erfahren habe. []
  2. Natürlich bin ich es für euch wert, offensichtlich: Sonst würdet ihr das hier ja gar nicht lesen. Aber ich bin schon… immer wieder beeindruckt davon und es gefällt mir. []

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Nein – ich will nicht darüber urteilen oder mich darüber auslassen, wie gemein oder dumm oder richtig oder egal es ist, dass eine vielgehypte neue Autorin wie Helene Hegemann ihren Debütroman Axolotl Roadkill1 offensichtlich zu großen Teilen aus Airens Blog oder dessen Roman Strobo abgeschrieben hat.

Das hat der Herr Deef, Herrscher der Gefühlskonserve, schon ganz gut aufgedeckt und ich finde, auch auf eine relativ behutsame Weise. Die Reaktion der anderen Seite fand ich unglücklich. Damit will ich sagen: “Ist mir zu blöd, das auch nur zu zitieren”. Meine Güte – Frau Hegemann ist 17, den Roman schrieb sie mit 16 und das merkt man auch. Die sollen das untereinander klären, am besten diskret; die Kulturseiten der großen Nachrichtenportale haben solange ihren Spaß damit – erstens beim Abschreiben von der Gefühlskonserve und zweitens damit, wie Hegemann sich um Kopf und Kragen redet.

It’s Showtime.

Ich glaube nicht, dass ich je Axolotl Roadkill lesen werde. Ich glaube auch nicht, dass ich Strobo lesen will. Weil ich diese “Was-hab-ich-doch-für-ein-wildes-Leben” Stories einfach nicht mehr ertragen kann. Diese Pose, die ich jedenfalls nicht ernst nehmen kann. Die ist mir zu cool. Und zu blöd. Vermutlich tue ich beiden Unrecht.

Warum also dieser schon jetzt viel zu lange Text?

  1. Ich muss mich schon wundern, warum sich Ullstein nicht mehr vor die minderjährige Autorin stellt, die sich gerade ziemlich blauäugig durch die Fleischwölfe des Popkulturbetriebs drehen lässt. Warum gibt die Interviews? Das tut doch weh.
  2. Ich denke, man kann es den Ullsteinern nicht unbedingt vorwerfen, den Text komplett auf mögliche Plagiate untersucht zu haben, bevor er in Druck kam. Das nicht- es ist ja keine Doktorarbeit oder so. Aber:

    Ich lese nicht besonders viele Blogs, aber doch eine ganze Handvoll und die bekannten und vielleicht sogar guten Weblogs, die hat man irgendwann schon auf dem Schirm. Ich weiß, wie MC Winkel schreibt, ich kenne den Klang der 500beine und natürlich auch den Taubenvergrämer, die Frau Von Welt oder Meriche, die lokale Bielefelder Blogmafia erst recht und so viele mehr. Ich bilde mir ein, dass ich all diese Stimmen unterscheiden kann, wenn sie mir schöne Sätze in den Kopf wispern – erst recht, wenn ganze Seiten von ihnen in andere Werke übernommen worden sind. Ganz sicher aber kommen sie mir wenigstens bekannt vor. Airen ist einer dieser Leute – er hat nie eines meiner Lieblingsblogs geschrieben, aber er hat einen unverkennbaren Stil und natürlich kann er was. Darum hat man schließlich auch sein Buch veröffentlicht, nehme ich mal an.

    Das sind alles mehr oder weniger bekannte Leute, teils mit Hunderten oder sogar Tausenden von Lesern. Ganz offensichtlich allerdings ist kein einziger von diesen Lesern bei großen deutschen Verlagen angestellt. Man stelle sich vor: Da macht man Bücher über die deutsche Gegenwart und die Redaktion für die hippen frischen Bücher von teils sehr jungen Autoren für junge hippe Leser kennt nicht einmal die Top 10 der Bloggerszene2.

Das muss man sich erstmal langsam auf der Zunge zergehen lassen, liebe Gemeinde.

Und das wollte ich eigentlich nur sagen.

  1. Ein Titel übrigens, den man als ehemaliger Aquarianer und Amphibienfreund sofort zu schätzen weiß. []
  2. Korrektur: Die haben vermutlich doch den Werbespot mit Herrn Lobo gesehen. Für den mache ich also eine Ausnahme. []

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Ich bin sehr vorsichtig in diesen Weblog, wenn es um die Identität meiner Lieblingsmenschen geht. Immerhin schreibe ich oft über sie; über manche mehr als sie vielleicht ahnen. Ich halte das lieber etwas vage und hoffe, dass sie sich erkennen. Ich hoffe noch mehr, dass sie sich freuen. Aber das nur nebenbei.

Tatsache ist, dass ich gern manchmal einen Namen oder vielleicht nur ein Pseudonym nennen würde; Tatsache ist auch, dass es Leute gibt, die sich auch darüber freuen würden. Ich mache ungern ein Geheimnis daraus, wer mir mehr als nur ein wenig bedeutet – natürlich macht es auch Spaß, die Dinge ein wenig in der Schwebe zu halten und mit Andeutungen zu spielen und die Leute rätseln zu lassen.

Man sollte nur nicht das Gefühl haben, so vorgehen zu müssen. Leider ist genau das meine Einschätzung der Lage in der deutschsprachigen Weblogszene:

Wer nicht nur Emotionen zeigt, sondern auch ganz klar bekennt, wen er oder sie liebt und wenn diese besonders geschätzte Person dann auch noch aktiv im Netz ist und möglicherweise selbst ein Blog oder etwas Ähnliches betreibt, der riskiert damit eine Menge, wie sich gerade in den letzten Tagen ganz deutlich innerhalb meiner persönlichen Radarreichweite gezeigt hat. Es wird sich jemand finden, irgend ein eifersüchtiger Ex, irgendeine gekränkte Nebenbuhlerin, ganz egal: Diese Person wird die vielen Chancen zu kommentieren, die Möglichkeit fremde Namen zu führen verwenden, um das Paar oder die Freundschaft zu zerstören.

Natürlich kann man Namen auf Sperrlisten setzen, man kann alles an Kommentaren moderieren, Mails in den Spamfilter schicken. Man kann sich einen Anwalt suchen. Geht alles. Aber so, vermute ich, geht bald der Spaß an der Sache verloren. Die alte Leichtigkeit ist dann schon längst Vergangenheit.

Ich weiß, welche Namen ich gern mal nennen würde. Vor allem einen.

Aber ich darf das nicht tun.

Egal ob es der “richtige” Name ist oder nicht; neben meinem bekanntermaßen ganz und gar echtem Schriftzug wäre er nicht mehr sehr lange geheim.

Ich hasse den Gedanken, dass das Internet für Blogger inzwischen zu einem Minenfeld geworden ist. Oh, du kannst schreiben was du denkst, aber auch wenn du alle Gesetze beachtest, wird es Folgen haben. Wenn nicht für dich, dann für andere. Wenn nicht jetzt, dann irgendwann.

Es gibt immer noch Freiheit im Internet, aber in erster Linie ist es ist Freiheit für die ganz besonders feigen kleinen Arschlöcher genau das zu tun, was sie wollen.

Wie damals auf dem Schulhof.

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